Unternehmensinfrastruktur, Pilotphase

KI wird zur Unternehmensinfrastruktur: Die Pilotphase ist vorbei

16.01.2026 - 20:33:12

Künstliche Intelligenz wandelt sich vom Pilotprojekt zur flächendeckenden Unternehmensinfrastruktur. Studien zeigen massive Budgeterhöhungen und den Aufstieg autonomer Agenten, die Prozesse transformieren.

Künstliche Intelligenz wandelt sich vom Experiment zur geschäftskritischen Infrastruktur. Unternehmen investieren massiv, um KI tief in ihre Prozesse zu integrieren.

Ein fundamentaler Wandel vollzieht sich in der Unternehmens-IT. Künstliche Intelligenz ist kein Add-on mehr, sondern wird zum Rückgrat der Geschäftsprozesse. Eine neue Studie unterstreicht diesen Trend: In den Vorstandsetagen geht es nicht mehr um das „Ob“, sondern nur noch um das „Wie“ der KI-Implementierung.

Investitionsboom: 96 Prozent der Firmen stocken Budgets auf

Der Lenovo CIO Playbook 2026 zeigt ein klares Bild: 96 Prozent der Organisationen im asiatisch-pazifischen Raum werden ihre KI-Investitionen im kommenden Jahr erhöhen. Die Ausgaben sollen im Schnitt um 15 Prozent steigen. KI gilt nicht länger als Spielerei, sondern als essenzielle Infrastruktur für Umsatzwachstum, Profitabilität und bessere Kundenerlebnisse. Die Ära des bloßen Testens ist vorbei.

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Vom Pilotprojekt zur flächendeckenden Nutzung

Jahrelang testeten Firmen generative KI in abgeschotteten Abteilungen. Diese Phase endet jetzt. Laut einer Capgemini-Studie vom 15. Januar 2026 hat die Technologie den Sprung vom Pilotprogramm zum skalieren Einsatz geschafft. 38 Prozent der Unternehmen setzen sie bereits operativ ein. Der finanzielle Rückhalt wächst: Bis 2026 wollen Organisationen durchschnittlich fünf Prozent ihres Jahresbudgets für KI bereitstellen – ein deutlicher Anstieg gegenüber drei Prozent im Vorjahr.

Doch der Weg ist steinig. Viele Mitarbeiter erleben eine Kluft zwischen der KI-Euphorie und ihrer täglichen Realität voller ineffizienter Abläufe. Der wahre Erfolg 2026 wird laut Experten nicht von der fortschrittlichsten Technologie definiert, sondern davon, wer KI nutzt, um genau diese komplexen Arbeitsprozesse zu reparieren.

Vom Assistenten zum autonomen Agenten

Die Technologie selbst entwickelt sich rasant weiter. Bisherige KI-Copilots halfen beim Zusammenfassen von Texten oder dem Verfassen von E-Mails. Sie benötigten aber ständige menschliche Anleitung. Jetzt beginnt die Ära der autonomen KI-Agenten. Diese Systeme können eigenständig planen, Entscheidungen treffen und mehrstufige Workflows über verschiedene Unternehmenssysteme hinweg orchestrieren – mit minimaler menschlicher Aufsicht.

Analysten sprechen bereits vom „Super-Agenten-Zeitalter“. Diese Agenten führen echte Arbeit aus und transformieren Prozesse, statt sie nur zu beschleunigen. Prognosen deuten darauf hin, dass bis Ende 2026 etwa 40 Prozent der Unternehmensanwendungen eingebettete, aufgabenspezifische KI-Agenten enthalten werden. Ein dramatischer Sprung von weniger als fünf Prozent im Jahr 2025.

Die neue Infrastruktur: Maßgeschneidert und unsichtbar

Da KI zur Selbstverständlichkeit wird, sind generische Allerweltslösungen out. Unternehmen fordern zunehmend KI-Erlebnisse, die auf spezifische Jobfunktionen zugeschnitten sind – sei es in der Finanzbranche, der Fertigung oder den Life Sciences. Der Trend geht zu vereinheitlichten KI-Erfahrungen, die nahtlos in den täglichen Workflow eingebettet sind. Die Technologie wird unsichtbarer, aber allgegenwärtiger.

Für viele Firmen werden große Plattformen wie Microsoft 365 zur Standard-KI-Schicht. Sie bieten das Rückgrat für integrierte Erlebnisse. Mitarbeiter erhalten so vertrauenswürdige Erkenntnisse und KI-Funktionen direkt in Tools wie Teams oder Outlook, ohne zwischen Anwendungen wechseln zu müssen. Der Erfolg dieses Modells hängt stark von skalierbarer Dateninfrastruktur und robusten Governance-Rahmen ab.

Die große Herausforderung: Vom Hype zur nachhaltigen Umsetzung

Der Übergang vom KI-Werkzeug zur KI-Infrastruktur ist mehr als ein Technologie-Upgrade. Es ist eine Neukonzeption der Geschäftstätigkeit. Die Ziele haben sich gereift: 88 Prozent der Firmen in Asien-Pazifik erwarten 2026 eine starke Rendite auf ihre KI-Investitionen.

Diese Transformation zwingt CIOs und andere Führungskräfte, über das Management inkrementeller IT-Änderungen hinauszugehen. Sie müssen nun Mensch-Agenten-Teams orchestrieren. Das gelingt nicht allen: Während das Interesse an KI nahezu universell ist, scheitern einige Unternehmen daran, daraus nachhaltige, großflächige Lösungen für Kunden zu machen. Am Ende haben jene die Nase vorn, die KI nicht nur als Produktivitätswerkzeug, sondern als zentralen Hebel für langfristiges Wachstum begreifen.

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