KI-Turbo, Cyberangriffe

KI-Turbo für Cyberangriffe: Datenklau in 72 Minuten

18.02.2026 - 07:03:12 | boerse-global.de

Neue Studien zeigen, dass KI Cyberangriffe dramatisch beschleunigt und Unternehmen zwingt, ihre Sicherheitsstrategien grundlegend zu überdenken.

KI-gesteuerte Cyberangriffe erreichen eine neue, gefährliche Geschwindigkeit: Kriminelle benötigen laut einem aktuellen Report nur noch 72 Minuten vom Eindringen bis zum Datenklau. Diese dramatische Beschleunigung stellt Unternehmen weltweit vor existenzielle Herausforderungen.

KI als Waffe: Angriffe viermal schneller

Der neue Global Incident Response Report von Palo Alto Networks‘ Unit 42 zeigt eine fundamentale Veränderung. Künstliche Intelligenz ist keine theoretische Bedrohung mehr, sondern ein praktisches Werkzeug für Angreifer. Die Analyse von über 750 Sicherheitsvorfällen ergab: KI hat die Angriffsgeschwindigkeit im letzten Jahr vervierfacht.

„Die Angreifer nutzen KI für alles – von der Aufklärung bis zum automatisierten Ausnutzen von Schwachstellen“, erklärt ein Sicherheitsexperte. Das Ergebnis: Aus Stunden oder Tagen werden Minuten. Parallel dazu steigt die Komplexität. 87 Prozent der Angriffe zielen auf mehrere Angriffsflächen gleichzeitig ab.

APIs und Cloud-Dienste: Das neue Einfallstor

Die Angriffsfläche moderner Unternehmen wird immer größer. Besonders im Fokus stehen Application Programming Interfaces (APIs), die Schnittstellen zwischen Anwendungen. Ein separater Report von Wallarm identifiziert APIs als am häufigsten ausgenutzte Schwachstelle. 2025 waren 43 Prozent aller erfassten Sicherheitslücken API-bezogen.

Dazu kommt die wachsende Gefahr durch Cloud-Dienste. Angriffe über SaaS-Anwendungen haben sich seit 2022 fast vervierfacht und machen nun 23 Prozent aller Vorfälle aus. Angreifer nutzen kompromittierte OAuth-Tokens und API-Schlüssel, um sich seitlich in Netzwerken zu bewegen.

Identitätsdiebstahl: Die unterschätzte Gefahr

Die spektakulärsten Hacks machen Schlagzeilen, doch die Realität ist oft banaler. In 65 Prozent der Fälle gelangen Angreifer einfach durch die Haustür – mit gestohlenen Zugangsdaten. Schwachstellen im Identitätsmanagement spielten bei fast neun von zehn untersuchten Vorfällen eine Rolle.

„Die Angreifer loggen sich ein, statt einzubrechen“, fasst der Report zusammen. Der Browser wird zum Schlachtfeld: Fast die Hälfte aller Vorfälle involviert browser-basierte Aktivitäten zum Abgreifen von Logins. Das Problem verschärft sich durch „Schatten-KI“ – nicht autorisierte KI-Tools, die Mitarbeiter nutzen und so Sicherheitslücken schaffen.

Die Antwort: Einheitliche Plattformen statt Einzellösungen

Gegen diese vernetzten, hochautomatisierten Angriffe helfen veraltete Abwehrstrategien kaum noch. In über 90 Prozent der Vorfälle ermöglichten Fehlkonfigurationen oder Sicherheitslücken den Angriff. Die Experten von Unit 42 fordern daher einen strategischen Wechsel.

Erstens: KI-gestützte Abwehrsysteme, die Angriffe in Echtzeit erkennen und stoppen. Zweitens: Sicherheit muss direkt in die Software- und KI-Entwicklung integriert werden. Drittens: Eine Zero-Trust-Architektur, die jede Interaktion überprüft und die seitliche Bewegung von Angreifern im Netzwerk verhindert.

Die Zukunft der Cybersicherheit liegt nicht in höheren Mauern, sondern in intelligenten, vereinheitlichten Plattformen. Sie müssen sich genauso schnell anpassen können wie die Bedrohungen selbst. Für deutsche Unternehmen bedeutet das: Investitionen in moderne Sicherheitsarchitekturen werden zur Überlebensfrage.

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