KI-Tools, Ransomware-Bedrohung

KI-Tools verschärfen Ransomware-Bedrohung für Kanada

28.01.2026 - 23:21:11

Kanadas Cybersicherheitsbehörde warnt vor einer neuen Eskalationsstufe bei Erpressungsangriffen. Künstliche Intelligenz macht Cyberkriminelle effizienter und gefährlicher – eine Entwicklung mit Signalwirkung für Deutschland und Europa.

Das kanadische Zentrum für Cybersicherheit (Cyber Centre) zeichnet in seinem aktuellen „Ransomware Threat Outlook 2025 bis 2027“ ein düsteres Bild. Die Bedrohung durch Erpressungssoftware wächst nicht nur stetig, sie wird durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) auch schneller, billiger und schwerer zu erkennen. Für Unternehmen jeder Größe bedeutet das eine kritische Zuspitzung der Lage.

Die Analyse der Behörde zeigt einen besorgniserregenden Wandel: Angreifer nutzen KI, um technische Hürden zu überwinden. Die Tools scannen automatisch nach Schwachstellen, entwickeln ausgefeiltere Schadsoftware und erstellen täuschend echte Deepfakes für betrügerische Anrufe oder E-Mails.

„KI wirkt als Kraftmultiplikator im gesamten Angriffszyklus“, so die Einschätzung des Berichts. Selbst Verhandlungen mit Opfern laufen zunehmend automatisiert ab. Diese Effizienzsteigerung ermöglicht es selbst kleineren kriminellen Gruppierungen, mehr Organisationen ins Visier zu nehmen. Die Lösegeldforderungen erfolgen weiterhin meist in Kryptowährungen.

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Anhaltende Gefahr für kritische Infrastrukturen

Ransomware bleibt eine der disruptivsten Cyber-Bedrohungen. Angreifer verschlüsseln Daten und fordern Lösegeld für die Freigabe. Oft kommt Doppelerpressung hinzu: Gestohlene Daten werden zusätzlich mit der Veröffentlichung gedroht. Besonders schwer wiegen Angriffe auf Krankenhäuser oder kommunale Dienstleister.

„Das ist eine anhaltende Herausforderung für kanadische Organisationen jeder Größe“, betont Rajiv Gupta, Leiter des Cyber Centre. Die Behörde geht davon aus, dass die Bedrohungslage in den kommenden Jahren weiter angespannt bleibt – eine Einschätzung, die mit globalen Prognosen übereinstimmt.

Demokratisierung der Cyberkriminalität

Die Integration von KI in Angriffstoolkits senkt die Einstiegshürde für Kriminelle. Selbst weniger technisch Versierte können so effektive Attacken starten. Dieser Trend wird durch einen Wandel in der Angreiferlandschaft verstärkt: Statt großer, zentraler Gruppen agieren zunehmend kleinere, dezentrale Akteure mit personalisierten Taktiken.

Gleichzeitig schafft die rasante KI-Einführung in Unternehmen neue Angriffsflächen. Laut einem Zscaler-Bericht stieg die KI-Nutzung in Unternehmen um 91 Prozent, wobei Kanada zu den Spitzenreitern gehört. Oft hinkt die Implementierung von Sicherheitsprotokollen diesem Tempo hinterher. Eine Umfrage zeigt, dass 93 Prozent der kanadischen CEOs befürchten, generative KI werde die Cyber-Bedrohungen erhöhen.

Abwehr beginnt mit grundlegender Cyber-Hygiene

Als Antwort auf die wachsende Gefahr appelliert das Cyber Centre an alle Organisationen, grundlegende Schutzmaßnahmen konsequent umzusetzen. Dazu gehören:
* Regelmäßige Software-Updates
* Durchgängige Multi-Faktor-Authentifizierung
* Konsistente Daten-Backups
* Wachsamkeit bei Phishing-Versuchen

Die Behörde verweist auf den Erfolg eigener Initiativen: 2024 konnten durch frühzeitige Warnungen an über 300 Organisationen Angriffe verhindert und geschätzt bis zu 18 Millionen Euro Schaden abgewendet werden. Opfer von Ransomware-Angriffen werden gebeten, diese bei Strafverfolgungsbehörden und dem Cyber Centre zu melden, um die nationale Abwehr zu stärken.

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