KI-Stimmen, QR-Codes

KI-Stimmen und QR-Codes: Neue Betrugswelle trifft Smartphones

16.02.2026 - 20:11:12

Das BSI warnt vor einer neuen Dimension digitaler Angriffe, bei der KI-gestützte Stimmenfälschung und manipulierte QR-Codes Smartphone-Nutzer in Deutschland täuschen.

Kriminelle nutzen geklonte Stimmen und raffinierte QR-Codes, um Smartphone-Nutzer in Deutschland zu betrügen. Behörden wie das BSI warnen vor einer neuen Dimension digitaler Angriffe.

Die perfekte Täuschung: Wenn die KI wie Oma klingt

Eine besonders perfide Masche modernisiert den Enkeltrick: Voice-Cloning. Kriminelle nutzen KI-Software, um Stimmen von Verwandten oder Bankberatern täuschend echt zu imitieren. Der vermeintliche Anrufer bittet dann in einer Notlage um dringende Geldüberweisung. Gefälschte Rufnummernanzeigen verstärken die Illusion. Für Sicherheitsexperten untergräbt diese emotionale Manipulation jede kritische Distanz.

Smishing und Quishing: Gefahr per Nachricht und Code

Parallel dazu bleibt Smishing eine Hauptgefahr. Betrüger versenden SMS im Namen von Banken oder Paketdiensten. Die enthaltenen Links führen zu gefälschten Seiten, die nach Passwörtern und Bankdaten fragen. Seriöse Anbieter fragen solche Daten niemals per SMS ab.

Die aktuelle Variante heißt Quishing. Hier ersetzen QR-Codes in E-Mails oder auf Plakaten die Links. Nach dem Scannen landen Nutzer auf bösartigen Seiten. Viele Virenscanner erkennen die Codes nur als Bild – und schlagen nicht alarm. Das BSI warnte kürzlich sogar vor Angriffen auf Signal-Nutzer, die die QR-Code-Funktion des Messengers ausnutzen.

Anzeige

QR-Codes, Smishing und Voice‑Cloning sind nur einige der Tricks, mit denen Cyberkriminelle an Ihre Daten kommen. Ein kostenloses E‑Book erklärt die aktuellen Cyber‑Security‑Trends, wie KI von Angreifern genutzt wird, und gibt praktische Schutzmaßnahmen — von der Erkennung verdächtiger Nachrichten bis zu sicheren Einstellungen für Messenger und Apps. Kostenlosen Cyber‑Security-Guide jetzt herunterladen

Gefälschte Apps und unseriöse Dienste

Weitere Bedrohungen lauern in App-Stores und Online-Angeboten:
* ZeroDayRAT: Diese kommerzielle Schadsoftware tarnt sich als legitime App und ermöglicht Angreifern die Fernsteuerung des infizierten Smartphones.
* Gefälschte IMEI-Entsperrdienste: Kriminelle versprechen online, gesperrte Geräte freizuschalten, kassieren aber nur Gebühren für nicht existierende Leistungen.
* Professionelle Fälschungen: Die Polizei warnt vor gebrauchten oder auffällig günstigen Neugeräten. Im Umlauf sind täuschend echte Kopien namhafter Marken.

So schützen Sie sich wirksam

Angesichts der professionellen Angreifer ist die eigene Wachsamkeit der beste Schutz. Experten raten zu klaren Regeln:
* Bei unerwarteten Nothilfe-Anrufen: Legen Sie auf und rufen Sie die Person über eine gesicherte, bekannte Nummer zurück.
* Bei Links in SMS oder Mails: Klicken Sie diese niemals an. Erledigen Sie Bankgeschäfte nur über die offizielle App oder die manuell eingegebene Webseite.
* Für Gerätesicherheit: Halten Sie das Betriebssystem und alle Apps stets aktuell. Laden Sie Apps nur aus den offiziellen Stores von Google oder Apple herunter.

Das Wettrüsten hat begonnen

Die aktuelle Welle markiert einen Wendepunkt. Der KI-Einsatz durch Kriminelle wird die Bedrohungslage weiter verschärfen. Die Branche bereitet sich auf ein technisches Wettrüsten vor. Hersteller wie Samsung sollen bereits an Gegenmaßnahmen arbeiten. Künftige Geräte wie das Galaxy S26 könnten eine integrierte KI erhalten, die Betrugsanrufe in Echtzeit erkennt und warnt. Bis dahin bleibt die Aufmerksamkeit des Nutzers der entscheidende Schutz.

@ boerse-global.de

Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt anmelden.