KI-Stimmen, Betrugscourier

KI-Stimmen und Betrugscourier: Neue Banken-Masche verunsichert Kunden

04.02.2026 - 04:09:12

Eine neue Welle raffinierter Betrugsanrufe bedroht die Konten deutscher Verbraucher. Kriminelle nutzen KI-generierte Stimmen und ausgeklügelte Psychotricks, um an Geld und Daten zu gelangen. Banken und Behörden warnen eindringlich vor den immer überzeugenderen Methoden.

Im Fokus steht aktuell der sogenannte Courier-Betrug. Dabei geben sich Anrufer als Bankangestellte oder sogar Polizeibeamte aus. Sie behaupten, das Konto des Opfers sei kompromittiert und es müsse bei einer „Undercover-Operation“ zur Ergreifung der Täter helfen. Die Masche: Die ahnungslosen Opfer werden dazu gebracht, hohe Bargeldsummen abzuheben, diese in eine andere Währung umzutauschen und einem „Kurier“ der Betrüger zu übergeben. Teilweise werden auch Bankkarten und PINs erbeutet.

Die Hongkonger Währungsbehörde (HKMA) warnte erst am 3. Februar 2026 erneut, dass Banken niemals sensible Informationen wie Passwörter oder TANs am Telefon abfragen. Doch die Betrüger werden immer dreister. Sie „spoofen“ Telefonnummern, sodass der Anruf tatsächlich von der vertrauten Banknummer zu kommen scheint.

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KI-Stimmen und psychologischer Druck

Die technische Raffinesse macht die neuen Anrufe so gefährlich. Mit KI-generierten Stimmen imitieren Kriminelle vertraute Personen täuschend echt – ob den vermeintlichen Bankberater oder sogar Familienmitglieder in angeblicher Not. Oft beginnt der Betrug mit einer SMS, die wie eine echte Betrugswarnung der Hausbank aussieht. Antwortet das Opfer, folgt umgehend der vorbereitete Anruf.

Das Erfolgsgeheimnis der Täter ist stets die Erzeugung von Dringlichkeit und Angst. Sie behaupten, das Konto sei in akuter Gefahr, um die natürliche Skepsis der Opfer zu überwinden. Kritisch nachfragen oder die Situation mit Angehörigen besprechen – das wird den Opfern aktiv verboten. So behalten die Betrüger die Kontrolle.

Globales Problem mit lokalen Folgen

Das Phänomen ist global. In Singapur nahm die Polizei kürzlich 24 Personen fest, die mutmaßlich als „Geldkuriere“ an ähnlichen Betrugsmaschen beteiligt waren. Der Schaden belief sich auf umgerechnet über 2,8 Millionen Euro. Die Betrüger industrialisieren ihre Abläufe, nutzen Botnetze und synthetische Identitäten, um Angriffe massenhaft zu skalieren.

Besonders tückisch ist der autorisiertes Zahlungsbetrug (APP-Fraud). Hier überweist das Opfer selbst – getäuscht durch die Betrüger – Geld auf das Konto der Kriminellen. Die Transaktion ist formal autorisiert, eine Rückbuchung daher extrem schwierig. Die zunehmende Nutzung von Kryptowährungen für solche Transfers erschwert die Rückverfolgung zusätzlich.

So schützen Sie sich effektiv

Die beste Verteidigung ist Skepsis und Wissen. Experten raten zu einer „Zero-Trust“-Haltung bei unerbetenen Anrufen, SMS oder E-Mails. Teilen Sie niemals persönliche oder finanzielle Daten, wenn Sie den Kontakt nicht selbst initiiert haben.

Die goldene Regel: Legen Sie bei einem verdächtigen Anruf sofort auf. Wählen Sie dann Ihre Bank über die offizielle Nummer von der Rückseite Ihrer Karte oder der Website an – niemals über eine vom Anrufer genannte Nummer. Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung für alle Finanzkonten.

Die Bedrohung wird sich weiterentwickeln. Schon jetzt warnen Sicherheitsexperten vor Deepfake-Videoanrufen. Unnatürliche Lippenbewegungen oder verzögerte Antworten können Indizien sein. Ein informierter und vorsichtiger Verbraucher bleibt die wichtigste Verteidigungslinie gegen diese wachsende Gefahr.

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