KI-Startups, Silicon

KI-Startups im Silicon Valley zwingen Mitarbeiter zur Sieben-Tage-Woche

02.02.2026 - 07:26:11

Im Rennen um die Vorherrschaft in der Künstlichen Intelligenz etablieren Startups eine Sieben-Tage-Woche, angetrieben von Risikokapital und Zeitdruck. Experten warnen vor Burnout und langfristigen Folgen.

Im Wettlauf um die Vorherrschaft in der Künstlichen Intelligenz eskaliert die Arbeitskultur im Silicon Valley. Aus der berüchtigten „996“‑Woche – neun bis neun, sechs Tage lang – wird für viele KI-Startups nun eine „997“‑Realität. Sieben Tage Arbeit pro Woche werden zur unausgesprochenen Norm.

Vom 996 zum 997: Der neue Rhythmus des KI-Wettlaufs

Die aus China bekannte 996-Kultur hat im Valley eine neue Heimat gefunden. Angetrieben vom Boom der generativen KI übernehmen amerikanische Startups diesen Rhythmus oder verschärfen ihn sogar. Arbeitswochen von über 72 Stunden sind keine Seltenheit mehr.

Personalvermittler bestätigen: Die Bereitschaft zum 996‑Modell wird bei einigen KI‑Firmen bereits zur Einstellungsvoraussetzung. Die Logik ist simpel. Wer zuerst eine bahnbrechende KI auf den Markt bringt, könnte den gesamten Markt gewinnen. Dieser Druck lastet auf Gründern und ihren Kern‑Teams.

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Risikokapital und Angst treiben die Extreme

Hinter der Intensivierung stehen zwei mächtige Treiber:
* Die Erwartungen von Risikokapitalgebern, die Milliarden investieren und schnelle Renditen fordern.
* Die „Zeitfensterangst“ der Gründer, den entscheidenden Moment zu verpassen.

Die einst gepriesene „Hustle Culture“ erlebt in der KI‑Goldgräberstimmung ein Comeback. Für viele junge Mitarbeiter sind die Verlockung früher Aktienanteile und die Chance, an einer potenziell weltverändernden Technologie mitzuwirken, Grund genug, die extremen Bedingungen zu akzeptieren.

Burnout als Kehrseite der Medaille

Doch die Kritik an dieser Kultur wird lauter. Experten warnen vor den langfristigen Folgen für die psychische und physische Gesundheit. Ständige Überlastung führt unweigerlich zu Burnout und kann paradoxerweise die Kreativität und Innovationskraft untergraben – genau jene Eigenschaften, die für KI‑Erfolge entscheidend sind.

Zudem schafft die Sieben‑Tage‑Woche hohe Eintrittsbarrieren, besonders für Frauen oder Menschen mit familiären Verpflichtungen. Die Frage steht im Raum: Handelt es sich hier um eine effektive Strategie oder nur um performatives Durchhalte‑Theater?

Globale Trends und lokale Gegenbewegungen

Die Entwicklung im Valley ist Teil eines globalen Phänomens, das durch den technologischen Wettbewerb mit China angeheizt wird. Während 996 in China offiziell illegal ist, lebt die Praxis weiter.

Gleichzeitig formiert sich eine starke Gegenbewegung. Vor allem die Generation Z stellt die Hustle Culture infrage und fordert mehr Wert auf Work‑Life‑Balance und flexible Modelle. Diese kulturelle Dissonanz wird zur zentralen Personal‑Herausforderung.

Wendepunkt oder neue Normalität?

Wird die extreme Arbeitsmoral eine vorübergehende Erscheinung des KI‑Booms bleiben? Oder etabliert sie sich als neue Norm für Spitzenleistungen in der Tech‑Welt?

Es zeichnet sich eine Zweiteilung ab: Auf der einen Seite hochintensive Startups, die alles auf eine Karte setzen. Auf der anderen etabliertere Firmen, die langfristigen Erfolg durch nachhaltige Produktivität und Mitarbeiterwohlbefinden sichern wollen. Der Druck der Arbeitnehmer könnte hier zum Umdenken zwingen. Am Ende wird nicht nur die intelligenteste KI, sondern auch das klügste Talent‑Management siegen.

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