KI soll 2026 Deutschlands Fachkräftelücke füllen
02.01.2026 - 06:12:12Zum Jahresauftakt setzt Deutschland im Kampf gegen den Fachkräftemangel auf eine Doppelstrategie aus neuen Gesetzen und Künstlicher Intelligenz. Seit dem 1. Januar gelten die Aktivrente und höhere Minijob-Grenzen. Gleichzeitig prophezeien Experten, dass KI in diesem Jahr erstmals als „digitale Belegschaft“ spürbar wird.
Seit Jahresbeginn können Rentner bis zu 2.000 Euro monatlich steuerfrei hinzuverdienen. Die sogenannte Aktivrente zielt darauf ab, erfahrenes Personal länger im Job zu halten. Parallel stieg die Verdienstgrenze für Minijobs von 556 auf 603 Euro. Die Bundesregierung will so mehr Menschen in Beschäftigung bringen.
Doch Arbeitsmarktexperten sind skeptisch: Diese Maßnahmen allein werden die Lücke von über 100.000 fehlenden IT-Fachkräften und Hunderttausenden Handwerkern nicht schließen. Die Wirtschaft sucht daher nach anderen Lösungen – und findet sie zunehmend in der Technologie.
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IAB: KI kann Wachstum um 0,8 Prozentpunkte steigern
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) lieferte Ende 2025 eine klare Prognose. Der konsequente Einsatz von KI könnte das deutsche Wirtschaftswachstum in den nächsten 15 Jahren jährlich um 0,8 Prozentpunkte steigern. Die Technologie übernimmt demnach nicht nur Routinejobs, sondern zunehmend komplexe Aufgaben in hochqualifizierten Berufen.
Besonders in Unternehmensdienstleistungen und der IT selbst soll KI Aufgaben übernehmen, für die kein Personal da ist. 2026 könnte die Technologie erstmals messbar als Produktivitätsfaktor in die Statistiken eingehen. Wird sie zur Rettung vor der Demografie-Lücke?
IT-Branche setzt zunehmend auf KI statt auf Personal
Die Entwicklung im IT-Sektor zeigt eine ambivalente Dynamik. Einerseits fehlen laut Branchenverband Bitkom rund 109.000 Fachkräfte. Andererseits zögern Unternehmen, Stellen nachzubesetzen. Stattdessen setzt bereits jedes zwölfte Unternehmen (8 Prozent) verstärkt auf KI, um Vakanzen zu kompensieren.
Diese Zahl dürfte 2026 deutlich steigen, da die Effizienzgewinne durch generative KI-Modelle messbar werden. Interessanterweise verzeichnete der Fachkräftemangel-Index in der Schweiz 2025 bereits einen Rückgang um 22 Prozent – ein Trend, der für Deutschland relevant ist. In KI-nahen Jobs wie der Softwareentwicklung schwächt sich die Nachfrage erstmals ab.
EU-Regulierung droht KI-Rollout zu bremsen
Doch der KI-Einsatz im Personalwesen bekommt 2026 neue regulatorische Hürden. Der EU AI Act wird am 2. August in voller Breite anwendbar. Das betrifft Hochrisiko-KI-Systeme, die etwa Bewerber screenen oder Leistungen beurteilen.
Unternehmen nutzen die erste Jahreshälfte intensiv, um ihre Systeme „compliance-konform“ zu machen. Experten warnen: Die strengen Transparenz- und Dokumentationspflichten könnten den schnellen Rollout von KI-Lösungen zur Fachkräftesicherung ausbremsen. Entsteht hier ein gefährlicher Zielkonflikt zwischen wirtschaftlicher Notwendigkeit und europäischer Regulierung?
Die entscheidende Frage für 2026 lautet: Schreitet die KI-Implementierung schnell genug voran, um die demografischen Lücken zu füllen – bevor im Sommer die volle Regulierung greift?
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