KI-Smishing, Betrugswelle

KI-Smishing: Neue Betrugswelle trifft Deutschland

25.02.2026 - 07:39:52 | boerse-global.de

Cyberkriminelle nutzen Künstliche Intelligenz, um täuschend echte Betrugsnachrichten zu erstellen, die selbst aufmerksame Nutzer in die Irre führen. Die Angriffe zielen gezielt auf Smartphones ab.

Eine neue Welle von Betrugs-SMS bedroht Verbraucher. Cyberkriminelle setzen auf Künstliche Intelligenz, um täuschend echte Nachrichten zu erstellen. Behörden und Verbraucherschützer schlagen Alarm.

KI professionalisiert den Betrug

Der entscheidende Faktor ist der Einsatz fortschrittlicher Sprachmodelle. Kriminelle nutzen KI-Werkzeuge, um massenhaft personalisierte Nachrichten zu generieren. Diese imitieren den Tonfall von Banken, Paketdiensten oder Behörden perfekt.

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Selbst für aufmerksame Nutzer werden die Fälschungen so schwer erkennbar. Traditionelle Warnsignale wie Rechtschreibfehler gehören der Vergangenheit an. Experten beobachten zudem "polymorphe" Angriffe: Jede Nachricht wird durch die KI leicht variiert, was Spam-Filter austrickst.

Die Effizienz ist enorm gestiegen. Die Erstellung einer überzeugenden Betrugsnachricht dauert nur noch Minuten. Diese Industrialisierung senkt die Eintrittsbarrieren für Kriminelle und führt zu einer massiven Zunahme der Versuche.

Diese perfiden Maschen kursieren aktuell

Eine derzeit verbreitete Masche zielt auf Kunden der "easybank" ab. Die SMS berufen sich auf angebliche EU-Vorgaben (PSD2) und fordern zu einem dringenden Sicherheitscheck auf. Wer nicht bis zum 28. Februar reagiert, dem droht angeblich die Sperrung des Online-Zugangs.

Solche Taktiken sollen Opfer zu unüberlegtem Handeln verleiten. Neben Bank-Kunden sind auch gefälschte Paketbenachrichtigungen weit verbreitet. Eine digitale Variante des "Enkeltricks" mit Nachrichten wie "Hallo Mama, mein Handy ist kaputt..." zielt auf Vertrauen und Geldüberweisungen ab.

Die technische Raffinesse geht über einfache Links hinaus. Neuartige Phishing-Kits ermöglichen Echtzeit-Angriffe: Parallel zur gefälschten Webseate ruft ein angeblicher Support-Mitarbeiter an. Diese Kombination aus Smishing und Voice-Phishing kann sogar Zwei-Faktor-Authentifizierungen aushebeln.

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Warum das Smartphone im Fadenkreuz steht

Der Fokus der Angreifer liegt klar auf mobilen Endgeräten. Für viele Menschen sind sie der zentrale Punkt ihres digitalen Lebens. Smishing trifft die Opfer oft unterwegs und unvorbereitet.

Die Täter setzen auf gezielte psychologische Kriegsführung. Formulierungen wie "dringend" oder "sofort handeln" sollen Stress und Angst erzeugen. Die technische Infrastruktur liefern anonyme SMS-Gateways. Sie ermöglichen den Versand zehntausender Nachrichten zu minimalen Kosten, mit gefälschter Absenderkennung.

Die Professionalisierung spiegelt sich in den Schadenssummen wider. In einem bekannten Fall aus Sachsen-Anhalt verlor ein Opfer über 10.000 Euro. Die allgemeine Bedrohungslage durch Cyberkriminalität in Deutschland bleibt hoch.

Das Wettrüsten hat begonnen

Sicherheitsexperten sehen einen globalen Trend. Die einfache Verfügbarkeit von KI-Technologien demokratisiert die Cyberkriminalität. Analysen bestätigen eine massive Verlagerung von Phishing-Angriffen auf mobile Plattformen und Tools wie Microsoft Teams.

Die Strafverfolgung steht vor großen Herausforderungen. Täter operieren oft aus "Safe Havens" – Staaten mit geringer Kooperationsbereitschaft. Der Wettlauf zwischen KI-gestützten Angriffen und KI-basierter Abwehr ist im vollen Gange. Reine Technik stößt an Grenzen, wenn der Mensch durch Manipulation zur Schwachstelle wird.

So schützen Sie sich vor den Attacken

Die Welle wird weiter zunehmen. Eine grundlegende digitale Skepsis wird immer wichtiger. Das BSI und Verbraucherzentralen geben klare Empfehlungen:

  • Misstrauen Sie unaufgeforderten Nachrichten. Klicken Sie nie auf Links in unerwarteten SMS, besonders bei Aufforderungen zu sofortigem Handeln.
  • Überprüfen Sie den Absender. Selbst angezeigte Namen bekannter Organisationen können gefälscht sein.
  • Kontaktieren Sie offiziell. Bei Unsicherheit: Wenden Sie sich über die offizielle Webseite oder Telefonnummer an das Unternehmen – nicht über die Kontaktdaten aus der SMS.
  • Geben Sie niemals Daten preis. Seriöse Institute fordern Passwörter, PINs oder TANs nie per SMS zur Eingabe über einen Link auf.
  • Handeln Sie bei Verdacht sofort. Sperren Sie umgehend Konto und Karten. Informieren Sie Ihre Bank und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

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