KI revolutioniert Web3: Mehr Sicherheit und einfacherer Zugang
20.02.2026 - 18:31:12 | boerse-global.deKI wird zum unverzichtbaren Werkzeug für eine sicherere und nutzerfreundlichere dezentrale Internet-Ära. Zwei wegweisende Entwicklungen in dieser Woche adressieren die größten Hürden bei der Erstellung dezentraler Apps: mangelnde Sicherheit und hohe Einstiegshürden. Während OpenAI mit dem Krypto-Investor Paradigm eine Initiative zur Absicherung von Smart Contracts startet, ermöglicht Sonic Labs die Erstellung von dApps per Texteingabe.
OpenAI und Paradigm: KI als neuer Sicherheitswächter für Smart Contracts
Am 18. Februar stellten OpenAI und Paradigm den Benchmark EVMbench vor. Dieses Werkzeug soll messen, wie gut KI-Agenten Schwachstellen in Smart Contracts aufspüren, beheben und sogar ausnutzen können. Diese selbstausführenden Codes sind das Fundament des milliardenschweren Web3-Ökosystems.
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Die Initiative ist eine direkte Antwort auf die anhaltende Bedrohung durch Hacks im DeFi-Bereich. Angriffe auf Protokolle wie Moonwell und CrossCurve haben die teuren Folgen von Sicherheitslücken jüngst verdeutlicht. EVMbench testet KI-Agenten in drei Modi: beim Aufspüren von Fehlern, beim Patchen ohne Funktionsverlust und beim simulierten Angriff in einer geschützten Umgebung. Als Grundlage dienen 120 bekannte Schwachstellen aus 40 Audits – ein robuster Test für die neuen KI-Sicherheitstools.
Sonic Labs: Von der Texteingabe zur fertigen dApp
Auf der Zugänglichkeits-Seite präsentierte Sonic Labs am 20. Februar die Plattform Spawn. Sie übersetzt einfache Sprachbefehle in vollständig einsatzbereite, dezentrale Anwendungen. Das Tool, das auf der leistungsstarken Sonic-Blockchain läuft, übernimmt den gesamten Workflow: von der Generierung und Kompilierung der Smart Contracts bis zur Erstellung einer funktionalen Benutzeroberfläche inklusive Wallet-Integration.
Damit wird eine zentrale Hürde für die Web3-Verbreitung angegangen: die steile Lernkurve und das benötigte technische Know-how. Ein Nutzer kann nun eine Idee beschreiben – etwa ein Token-basiertes Spiel oder eine NFT-Kollektion – und die Plattform erledigt den komplexen Code. Eine KI-Assistentin namens „Spawny“ hilft bei der Verfeinerung. Auf der ETHDenver 2026 demonstrierte Sonic Labs die Fähigkeiten, indem aus einem einzigen Textbefehl eine voll spielbare, On-Chain-Version des Spiels „Snake“ entstand. Diese Art von No-Code-Entwicklung könnte eine neue Welle an Kreativität auslösen.
Die wachsende Allianz: KI und Blockchain verschmelzen
Die Ankündigungen sind Teil eines beschleunigten Trends: Die Integration von KI in das Web3-Ökosystem. Der Markt für KI-Agenten in Web3 wächst rasant. Intelligente Systeme automatisieren Trades, analysieren Marktdaten und verwalten dezentrale Governance. KI-gestütztes Auditing wird zur kritischen Verteidigungsschicht, indem Maschinenlernen und Verhaltenssimulation riskante Codemuster noch vor dem Deployment identifizieren.
Die Branche erkennt, dass fortschrittliche KI-Agenten sowohl von Angreifern als auch von Verteidigern genutzt werden. Die Fähigkeit von KI, Schwachstellen zu finden, schreitet schnell voran. Forschungen des KI-Unternehmens Anthropic aus dem vergangenen Jahr legen nahe, dass KI-Agenten bereits gut genug sind, um Sicherheitslücken in Smart Contracts zu finden. Das signalisiert: Die Kosten und der Aufwand für Cyberangriffe könnten sinken.
Analyse: Ein KI-getriebenes Wettrüsten für ein reiferes Web3
Die parallelen Ankündigungen markieren einen Wendepunkt für die Blockchain-Branche. EVMbench ebnet den Weg für standardisierte, KI-gesteuerte Sicherheitsaudits. Diese könnten zum neuen Industriestandard werden, um die Integrität von Verträgen zu prüfen, bevor sie Milliardenwerte absichern. Es entsteht eine defensive Infrastruktur gegen den zunehmenden Einsatz von KI durch böswillige Akteure.
Gleichzeitig sind Tools wie Spawn entscheidend, um den Talentpool für Web3 über Hardcore-Entwickler hinaus zu erweitern. Indem sie die Komplexität der Programmierung abstrahieren, ermöglichen sie Unternehmern, Künstlern und Community-Leadern das Experimentieren auf der Blockchain. Das könnte zu einer wahren Explosion neuer, innovativer Anwendungen führen. Dieser Fokus auf Nutzererfahrung ist vital für den Mainstream-Durchbruch von Web3.
Ausblick: Eine intelligentere und sicherere dezentrale Zukunft
Die Integration von KI in die Web3-Entwicklung wird sich vertiefen. Zu erwarten ist der Aufstieg autonomer KI-Agenten, die Protokolle nicht nur prüfen, sondern auch in Echtzeit aktiv verteidigen können. OpenAI treibt diese defensive Agenda mit einem Zuschuss von 10 Millionen Euro in API-Guthaben voran, um insbesondere die Forschung für Open-Source-Software zu beschleunigen.
No-Code-Plattformen werden sich weiterentwickeln, ihre KI-Assistenten ausgefeilter und fähiger für komplexere dApp-Logik werden. Wenn diese Technologien reifen, verschwimmt die Grenze zwischen Idee und Umsetzung immer mehr. Das fördert ein agileres und innovativeres Web3-Ökosystem. Die Entwicklungen dieser Woche zeigen deutlich: KI wird nicht nur ein Feature von Web3-Anwendungen sein, sondern ein grundlegendes Element dafür, wie sie gebaut, gesichert und verwaltet werden.
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