Alzheimer-Erkennung

KI revolutioniert frühe Alzheimer-Erkennung

12.01.2026 - 13:30:12

Potsdam – Künstliche Intelligenz durchbricht die Grenzen der Alzheimer-Diagnostik. Die Health and Medical University (HMU) Potsdam stellt heute bahnbrechende Forschung vor, die die Krankheit Jahre vor ersten Symptomen erkennen kann.

Im Mittelpunkt steht die Arbeit von Gast-Expertin Prof. Dr. Kerstin Ritter von der Universität Tübingen. Sie präsentiert am 15. Januar im Rahmen der Vorlesungsreihe „Computational Psychiatry“ neuartige KI-Modelle. Diese lösen ein Kernproblem der medizinischen KI: die Undurchsichtigkeit der Entscheidungsfindung.

Bisherige Algorithmen agierten oft wie eine „Black Box“. Sie konnten Risiken vorhersagen, blieben für Ärzte aber unerklärlich. Die neuen „Explainable AI“-Ansätze (XAI) machen die Diagnoseprozesse transparent. Das schafft Vertrauen – eine Grundvoraussetzung für den klinischen Einsatz.

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„Statt nur Symptome zu beschreiben, wollen wir die komplexen Prozesse im Gehirn verstehen“, erläutert die HMU das Ziel der Computational Psychiatry. Die Modelle analysieren multimodale Daten: Hirnscans (MRI), kognitive Testergebnisse und Verhaltensdaten werden kombiniert. So erkennen sie subtile Muster, die dem menschlichen Auge entgehen.

Vom Labor in die Klinik: Die Praxis im Fokus

Die Forschung zielt direkt auf die klinische Anwendung ab. Konkret geht es um drei Schlüsselbereiche:

  • Multimodale Integration: Algorithmen verschmelzen Daten aus Hirnscans und genetischen Markern zu einem Gesamtbild der Patientengesundheit.
  • Verlaufsprognose: Deep Learning sagt vorher, wie sich der Zustand eines Patienten entwickelt. Das ermöglicht maßgeschneiderte Therapiepläne.
  • Differenzialdiagnose: Die KI unterscheidet zwischen Alzheimer und anderen Demenzformen oder Depressionen – eine häufige Herausforderung in der Gerontopsychiatrie.

Die HMU-Professoren Dr. Daniel Schad und Dr. Matthias Guggenmos, Organisatoren der Vorlesungsreihe, treiben diese Translation voran. Ihr Ziel: Die Lücke zwischen mathematischer Modellierung und praktischer Patientenversorgung zu schließen.

Ein Paradigmenwechsel in der Alzheimer-Vorsorge

Die Bedeutung dieser Entwicklung ist enorm. Bislang beginnt die Alzheimer-Therapie meist erst, wenn Symptome bereits stark ausgeprägt sind. Die neuen KI-Modelle könnten das Zeitfenster für präventive Maßnahmen dramatisch vergrößern.

Denn je früher Risikopatienten identifiziert werden, desto wirksamer sind Lebensstil-Interventionen oder neue Medikamente. Die Vision: Ein kostengünstiges, nicht-invasives Screening, das Teil der Standardversorgung wird.

Die HMU Potsdam positioniert sich mit dieser Forschung als wichtiger Player in der digitalen Transformation des Gesundheitswesens. Die Veranstaltung am 15. Januar wird mit Spannung von der europäischen Medizin-Community erwartet. Sie könnte ein Meilenstein auf dem Weg zu einer proaktiven Neurologie sein.

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