KI-Plattformen, Bildungswesen

KI-Plattformen revolutionieren das Bildungswesen

16.01.2026 - 00:45:12

Zwei neue Plattformen nutzen Künstliche Intelligenz, um Unterrichtsqualität zu analysieren und Datenkompetenz von Studenten zu fördern. Sie stehen für einen globalen Trend zur praktischen KI-Anwendung im Bildungssektor.

Klassenzimmer werden transparent, Studenten datenfit: Zwei neue KI-Plattformen setzen Maßstäbe für die Bildung der Zukunft. Während Innovartan mit Classview.AI den Unterricht selbst analysiert, rüsten Salesforce und eine indische Hochschule Studenten mit einem Tableau Lab für die Datenökonomie aus. Die Initiativen zeigen, wie Künstliche Intelligenz Lehre und Lernen grundlegend verändert.

Classview.AI: Der unsichtbare Beobachter im Klassenzimmer

Seit dem 14. Januar ist die KI-Plattform Classview.AI von Innovartan Technologies auf dem Markt. Sie soll einen der größten „blinden Flecken“ im Bildungssystem beseitigen: den Mangel an objektiver Rückmeldung zur Unterrichtsqualität. Bisher galt Unterrichten oft als Kunst, kaum als messbare Wissenschaft. Das soll sich ändern.

Das System nutzt eine Klassenraumkamera und proprietäre KI-Modelle. Es analysiert jede Unterrichtsstunde kontinuierlich anhand eines Fünf-Säulen-Modells. Bewertet werden die fachliche Korrektheit, die Qualität der Einleitung, die Kommunikationsfähigkeit, die Anwendung von Konzepten und die Effizienz bei der Beantwortung von Fragen.

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Lehrer erhalten so personalisiertes, nicht-wertendes Feedback. Schulleiter bekommen datengestützte Einblicke in die Unterrichtsqualität über verschiedene Fächer und Klassenstufen hinweg. Seit Oktober testen bereits über 100 Klassenräume in 25 Schulen das System – mit hoher Akzeptanz, wie das Unternehmen berichtet.

Tableau Lab: Datenkompetenz als Studienfach

Parallel dazu startete am 9. Januar eine einzigartige Kooperation: Salesforce und das Noida Institute of Engineering & Technology (NIET) eröffneten ein spezielles Tableau Lab. Ziel ist es, die Lücke zwischen Hochschule und Arbeitsmarkt zu schließen. Studenten aller Fachrichtungen sollen dort praxisnah den Umgang mit der Analyse-Plattform Tableau lernen.

Der Fokus liegt auf „agentischer Analytik“. Das geht über reine Datenvisualisierung hinaus: Die Studenten lernen, autonome Systeme zu entwickeln, die auf Basis verlässlicher Erkenntnisse handeln können. Der von Salesforce mitentwickelte Lehrplan setzt auf konversationelle KI-Tools wie den Tableau Agent. Per natürlicher Sprache erkunden die Teilnehmer Daten und schärfen die Genauigkeit von KI-Antworten.

Zwei Ansätze, ein Ziel: Bildung durch KI verbessern

Beide Plattformen nutzen Künstliche Intelligenz, verfolgen aber unterschiedliche Strategien. Classview.AI analysiert den Prozess des Unterrichtens. Die KI-Modelle sind für verschiedene indische Sprachen und Lehrpläne trainiert. Sie bieten Lehrkräften einen datenbasierten Spiegel, um ihre Methoden ohne subjektive Beobachtung zu verfeinern.

Das Tableau Lab vermittelt dagegen das Fachwissen der Datenanalyse selbst. Es bereitet die Studenten auf eine Welt vor, in der der Dialog mit Daten zur Schlüsselkompetenz wird. Eine Initiative verbessert die Wissensvermittlung durch KI, die andere stattet Menschen mit KI-Werkzeugen aus.

Teil eines globalen Trends

Diese Ankündigungen sind kein Einzelfall. Sie reihen sich ein in eine weltweite Bewegung, KI in der Bildung zu etablieren. Erst am 12. Januar starteten die Purdue University und Google Public Sector eine Partnerschaft für KI-gestützte Bildung. Microsoft stellte am 15. Januar sein Programm „Elevate for Educators“ vor, das Lehrkräfte beim KI-Einsatz schulen soll.

Der Markt reift: KI wird vom theoretischen Konzept zum praktischen Werkzeug für konkrete Bildungsprobleme. Classview.AI adressiert den alten Wunsch nach objektiver Lehrerfortbildung. Das Tableau Lab zeigt, wie Industrie und Hochschulen gemeinsam arbeitsmarktrelevante Curricula entwickeln können.

Ausblick: KI als Ermöglicher, nicht als Ersatz

Die Weichen sind gestellt. Classview.AI führt bereits Pilotprojekte mit regionalen Regierungen durch – ein möglicher erster Schritt in die breite staatliche Bildung. Das Tableau Lab könnte zum Blaupause für Hochschulkooperationen weltweit werden.

Die Botschaft beider Projekte ist klar: Es geht nicht darum, Lehrer durch Maschinen zu ersetzen. Sondern darum, sie mit besseren Werkzeugen auszustatten und Studenten auf eine Welt vorzubereiten, in der Datenkompetenz nicht mehr optional ist, sondern zur Grundausstattung jedes Berufstätigen gehört. Die Zukunft der Bildung wird menschlicher – gerade weil die KI immer besser wird.

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