KI-Phishing-Welle, Bankkunden

KI-Phishing-Welle trifft deutsche Bankkunden

17.02.2026 - 21:01:12

Hochprofessionelle Angriffe mit KI-generierten Nachrichten verursachen fünfstellige Schäden bei Kunden deutscher Banken. Täter nutzen perfekte Fälschungen und psychologische Tricks.

Eine neue Angriffswelle mit KI-generierten Phishing-Mails zielt auf Kunden deutscher Banken. Die Betrüger erbeuten bereits fünfstellige Summen.

Die Angriffe sind hochprofessionell und nutzen künstliche Intelligenz, um täuschend echte Nachrichten zu erstellen. Sie imitieren das Erscheinungsbild von Instituten wie Sparkasse, Postbank und Advanzia Bank bis ins Detail. Die Täter setzen auf E-Mails, SMS und sogar Anrufe, um an Kontodaten zu gelangen.

So trickst die neue KI-Generation

Die Zeiten holpriger Phishing-Mails sind vorbei. KI erstellt nun grammatikalisch perfekte und personalisierte Nachrichten. Sie bauen psychologischen Druck auf, etwa mit Warnungen vor angeblichen Sicherheitslücken.

Als Vorwand dienen:
* Sicherheitsüberprüfungen wie „S-ID-Check“
* Notwendige Datenbestätigungen
* Die Umbenennung einer Bank

Ein wachsendes Problem ist „Quishing“: QR-Codes in Mails leiten auf gefälschte Seiten. Da das Ziel nicht lesbar ist, fällt die Täuschung oft nicht auf.

Aktuelle Fälle: Schäden und Warnungen

Die abstrakte Gefahr wird konkret. Eine Frau aus Illertissen verlor am 15. Februar 17.500 Euro. Ein 36-Jähriger erlitt am 16. Februar einen fünfstelligen Schaden.

Banken reagieren mit Warnungen:
* Die Sparkasse warnte am 16. Februar vor Phishing-Mails zum angeblichen S-ID-Check.
* Die Raiffeisenbank warnte vor SMS, die zur Verlängerung der „Mein ELBA-App“-Registrierung auffordern.

Die Polizei meldet laufend neue Fälle. Oft kombinieren Täter eine gefälschte Mail mit einem Folgeanruf eines angeblichen Bankmitarbeiters. Diese Doppelstrategie überwindet häufig die Vorsicht der Opfer.

Der perfide Zweitbetrug: „Recovery Scam“

Die Gefahr endet nicht mit dem ersten Verlust. Beim „Recovery Scam“ kontaktieren Betrüger die Geschädigten erneut. Sie geben sich als Anwälte oder Dienstleister aus und versprechen, das Geld zurückzuholen – gegen eine Vorauszahlung. Diese Masche spielt gezielt mit der Verzweiflung der Opfer.

Warum die Angriffe immer öfter gelingen

Experten wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnen seit Langem vor dieser Professionalisierung. Eine Untersuchung des Verbraucherzentrale Bundesverbands zeigte: Für Verbraucher ist die Unterscheidung zwischen echt und falsch kaum noch möglich.

Die Täter nutzen auch Service-Lücken aus. Sie starten ihre Angriffe bevorzugt am Wochenende oder abends, wenn der Bank-Kundenservice schwer erreichbar ist. Das erschwert es, Konten rechtzeitig zu sperren.

So schützen Sie sich wirksam

Die wichtigste Verteidigung ist eine grundlegende Skepsis. Das BSI rät zu einer „Zero-Trust“-Haltung. Folgende Maßnahmen sind essenziell:

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  • Nie auf Links klicken: Seriöse Banken fordern nie per Mail oder SMS zur Dateneingabe via Link auf.
  • Adresse manuell eingeben: Rufen Sie Ihre Bank-Website immer durch eigene Eingabe der URL auf.
  • Absender prüfen: Achten Sie auf kleinste Abweichungen in der E-Mail-Adresse.
  • Druck misstrauen: Seien Sie alarmiert, wenn eine Nachricht extreme Dringlichkeit suggeriert.
  • Software aktuell halten: Halten Sie Betriebssystem, Browser und Virenscanner auf dem neuesten Stand.

Bei Verdacht auf einen Betrug handeln Sie sofort: Kontaktieren Sie Ihre Bank über die offizielle Nummer, lassen Sie Konten sperren und erstatten Sie Anzeige.

@ boerse-global.de

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