KI-Phishing, Betrugswelle

KI-Phishing: Neue Betrugswelle trifft Europas Bankkunden

17.02.2026 - 06:49:12 | boerse-global.de

Cyberkriminelle nutzen KI für täuschend echte Phishing-Angriffe via QR-Codes, SMS und geklonter Stimmen. Deutschland ist ein Hauptziel, während Banken mit KI-Systemen reagieren müssen.

Eine neue Welle hochprofessioneller Phishing-Angriffe rollt über Europa. Cyberkriminelle nutzen künstliche Intelligenz (KI), um Bankkunden mit täuschend echten Nachrichten und Anrufen zu täuschen. Sicherheitsbehörden warnen vor den personalisierten und psychologisch raffinierten Attacken, die selbst wachsame Nutzer überlisten können. Im Fokus stehen neben E-Mails auch SMS, QR-Codes und geklonte Stimmen.

Die neuen Taktiken: Smarter und gefährlicher

Die Zeiten schlecht formulierter Phishing-Mails sind vorbei. Heute setzen Kriminelle KI-Sprachmodelle ein, um fehlerfreie und persönlich zugeschnittene Nachrichten zu erstellen. Diese sogenannten „Spear-Phishing“-Angriffe nutzen vorab gesammelte Daten für maximale Glaubwürdigkeit.

Besonders perfide sind zwei Methoden:
* „Quishing“: Gefälschte QR-Codes in E-Mails oder Briefen leiten auf täuschend echte Banking-Portale. Dort abgefragte Zugangsdaten landen direkt bei den Betrügern.
* „Smishing“: Betrügerische SMS-Kurznachrichten nehmen zu, da viele Menschen diesem Kanal mehr vertrauen schenken als E-Mails.

Voice-Cloning und Malware als tödliches Duo

Die alarmierendste Entwicklung ist der Einsatz von KI-gestütztem Voice-Cloning, auch „Vishing“ genannt. Kriminelle benötigen nur wenige Sekunden Audiomaterial – etwa aus sozialen Medien –, um eine Stimme zu klonen. Als vermeintliche Bankmitarbeiter rufen sie an und nutzen die vertraute Stimme, um Passwörter oder TANs zu erschleichen. Die KI reagiert dabei in Echtzeit auf das Gespräch.

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Oft kombinieren Angreifer diese Taktik mit mobiler Malware. Neue Banking-Trojaner wie „Klopatra“ oder „Albiriox“ agieren als unsichtbare Spione. Sie können:
* Zugangsdaten über gefälschte Login-Masken (Overlays) abgreifen.
* Das Smartphone fernsteuern, um unbemerkt Überweisungen durchzuführen.

Deutschland im Visier der Angreifer

Aktuelle Analysen zeigen: Deutschland gehört zu den Hauptzielen in Europa. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bestätigt einen deutlichen Anstieg der Attacken. Die hohe Dichte an Online-Banking-Nutzern und das Vermögensniveau machen den Markt für Kriminelle attraktiv.

Eine Umfrage des Bankenverbands ergab im Herbst 2025, dass knapp ein Viertel der Befragten in Deutschland innerhalb von zwei Jahren bereits Opfer eines Betrugsversuchs geworden war.

Das Wettrüsten zwischen Banken und Betrügern

Der massive Anstieg stellt eine tektonische Verschiebung dar. Internationale Netzwerke agieren wie „Scam-Fabriken“ und skalieren ihre Angriffe mit KI effizient. Banken müssen nun ebenfalls KI-Systeme einsetzen, um verdächtige Transaktionen in Echtzeit zu erkennen.

Die Einführung von Echtzeit-Überweisungen (Instant Payments) verschärft das Problem: Einmal getätigte betrügerische Zahlungen sind kaum mehr rückholbar. Experten sehen im menschlichen Faktor das größte Risiko. Kontinuierliche Aufklärung der Kunden ist daher entscheidender denn je.

Was kommt auf Verbraucher zu?

Die EU reagiert auf regulatorischer Ebene. Der kommende EU AI Act und neue Richtlinien wie die Payment Services Directive 3 (PSD3) werden die Sicherheitsanforderungen und die Haftung der Banken erhöhen. Für Verbraucher bedeutet die neue Bedrohungslage: Wachsamkeit wird zur Normalität.

Die wichtigsten Schutzmaßnahmen:
* Niemals auf Links in unerwarteten Nachrichten klicken.
* Bei Anrufen von der Bank misstrauisch sein.
* Im Zweifel selbst die offizielle Banknummer wählen und zurückrufen.

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