Phishing-Angriffe, Top-Gefahr

KI macht interne Phishing-Angriffe zur Top-Gefahr

08.02.2026 - 01:03:11

Cyberkriminelle nutzen KI und Deepfakes für perfekte Chef-Mails, die Milliarden kosten. Geschulte Mitarbeiter und klare Prozesse sind die entscheidende Abwehr gegen diese Social-Engineering-Angriffe.

Cyberkriminelle nutzen künstliche Intelligenz, um Mitarbeiter mit perfekt gefälschten Chef-Mails zu täuschen. Diese als Business Email Compromise (BEC) bekannten Attacken zielen direkt auf das Vertrauen im Unternehmen ab und verursachen bereits Schäden in Milliardenhöhe. Für 2026 prognostizieren Experten eine weitere Zuspitzung der Lage.

Die Angriffe kommen ohne Malware oder schädliche Links aus. Stattdessen setzen Täter auf psychologische Manipulation: Sie geben sich als Vorgesetzte oder Kollegen aus und fordern unter Zeitdruck Überweisungen auf betrügerische Konten oder die Herausgabe sensibler Daten. Herkömmliche Sicherheitssysteme stehen gegen diese Social-Engineering-Methoden oft machtlos da.

So funktioniert der Betrug im Firmen-Netzwerk

Bei einem typischen BEC-Angriff imitieren Kriminelle die Kommunikation von Führungskräften wie CEO oder CFO. Sie nutzen gefälschte E-Mail-Adressen oder haben sich sogar Zugang zu echten Accounts verschafft. Das Ziel ist immer dasselbe: Sie erzeugen maximale Dringlichkeit, um kritisches Nachfragen zu unterbinden.

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  • Timing ist alles: Anfragen kommen häufig am späten Nachmittag oder vor dem Wochenende.
  • Autorität ausspielen: Die Täter nutzen den Respekt vor hierarchischen Strukturen aus.
  • Vertraulichkeit vortäuschen: Die Angelegenheit wird als „höchst vertraulich“ deklariert, um Prozesse zu umgehen.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt, dass genau dieses Ausnutzen menschlicher Eigenschaften den Kern der Gefahr ausmacht.

Künstliche Intelligenz als Gamechanger für Betrüger

KI-Tools ermöglichen es Angreifern nun, massenhaft personalisierte und grammatikalisch einwandfreie Phishing-Mails zu erstellen. Die Texte passen sich perfekt dem Unternehmensjargon an – Erkennungsmerkmale wie holprige Formulierungen fallen weg. Doch die Technologie geht noch weiter.

Ein alarmierender Trend ist der Einsatz von Deepfake-Videos. In einem bekannten Fall brachte ein täuschend echtes, KI-generiertes Video eines „Vorgesetzten“ in einer Videokonferenz einen Finanzmitarbeiter dazu, 25 Millionen Dollar zu überweisen. Die Angriffsfläche vergrößert sich zudem: Kollaborationstools wie Microsoft Teams werden zum neuen Einfallstor für Identitätsdiebe.

Wie sich Unternehmen schützen können

Gegen diese ausgeklügelten Angriffe helfen keine rein technischen Lösungen mehr. Experten fordern einen mehrschichtigen Ansatz, der den Menschen in den Fokus rückt.

Die wichtigste Verteidigung ist geschultes Personal. Mitarbeiter müssen für Warnsignale sensibilisiert werden:
* Ungewöhnliche Zahlungsanweisungen oder Datenanfragen
* Abweichende „Antwort-an“-Adressen in E-Mails
* Der Versuch, etablierte Prozesse zu umgehen

Unternehmen müssen klare Sicherheitsprozesse etablieren. Dazu gehören:
* Vier-Augen-Prinzip bei Finanztransaktionen
* Verpflichtende Rückversicherung per Telefon über eine bekannte Nummer
* Technische Absicherung durch E-Mail-Authentifizierung (DMARC, SPF, DKIM)
* Durchgängige Nutzung der Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA)

Die Bedrohung wird weiter wachsen. KI macht Betrugsversuche immer authentischer. Für Unternehmen wird die Fähigkeit, verdächtige Kommunikation schnell zu erkennen und zu melden, zum entscheidenden Überlebensfaktor. Kontinuierliche, praxisnahe Schulungen sind dabei unverzichtbar.

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