KI-gestützte, SMS-Betrüger

KI-gestützte SMS-Betrüger greifen deutsche Smartphones an

24.02.2026 - 23:48:16 | boerse-global.de

Cyberkriminelle nutzen KI für perfekte Phishing-SMS, die klassische Spam-Filter umgehen. Verbraucherschützer warnen vor Maschen mit Paketdiensten und gefälschten Banknachrichten.

Eine neue Welle von täuschend echten SMS-Betrügereien trifft derzeit deutsche Smartnutzer. Cyberkriminelle nutzen künstliche Intelligenz, um massenhaft personalisierte und sprachlich einwandfreie Nachrichten zu generieren. Traditionelle Warnsignale wie Tippfehler gehören damit der Vergangenheit an. Verbraucherschützer und Behörden schlagen Alarm.

KI revolutioniert den Betrug per SMS

Der entscheidende Faktor ist der Einsatz fortschrittlicher Sprachmodelle. Sie ermöglichen es Kriminellen, in Minuten überzeugende Texte zu erstellen – ein Prozess, der früher Stunden dauerte. Jede Nachricht wird dabei leicht variiert, was herkömmliche Spam-Filter der Netzbetreiber umgeht. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor einer Untergrabung des Grundvertrauens in die digitale Kommunikation.

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Diese aktuellen Maschen sollten Sie kennen

Die Betrüger setzen auf bekannte Alltagsszenarien. Besonders verbreitet sind Nachrichten im Namen von Paketdiensten wie DHL. Sie fordern unter Vorwänden wie ausstehenden Zollgebühren zum Klick auf einen Link auf, der zu Phishing-Seiten oder Schadsoftware führt.

Eine weitere massive Welle zielt auf Bankkunden ab. Die Verbraucherzentrale warnt aktuell vor SMS, die angeblich von der "easybank" stammen. Unter dem Vorwand notwendiger Sicherheitsupdates werden Nutzer unter Zeitdruck gesetzt, ihre Daten preiszugeben. Selbst der digitale "Enkeltrick" hat Einzug gehalten und beginnt oft mit einem simplen "Hallo Mama, mein Handy ist kaputt…".

So schützen Sie sich vor Smishing-Angriffen

Angesichts der Professionalität der Angriffe ist die Wachsamkeit der Nutzer die wichtigste Verteidigung. Experten raten zu diesen konkreten Maßnahmen:

  • Klicken Sie niemals unüberlegt auf Links in unerwarteten SMS.
  • Lassen Sie sich keinen Druck aufbauen. Drohungen wie "Ihr Konto wird gesperrt" sind ein klassisches Betrügermuster.
  • Verifizieren Sie den Absender über die offizielle Webseite des Unternehmens – niemals über die Kontaktdaten aus der SMS.
  • Geben Sie keine Passwörter, PINs oder TANs per SMS preis. Seriöse Institute fragen das nie ab.
  • Richten Sie eine Drittanbietersperre bei Ihrem Mobilfunkanbieter ein.

Sollten Sie doch auf einen Link geklickt haben, schalten Sie sofort den Flugmodus ein. Informieren Sie umgehend Ihre Bank und erstatten Sie Anzeige.

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Warum SMS das perfekte Angriffsziel sind

Die hohen Öffnungsraten und das persönlichere Image machen SMS für Betrüger attraktiv. Gleichzeitig sind die Sicherheitsvorkehrungen auf Smartphones oft weniger robust als auf Desktop-PCs. Die Kombination aus kostengünstigen SMS-Gateways und KI-Tools senkt die Hemmschwelle für Kriminelle weiter. Das Ergebnis: Smishing wird zu einer anhaltenden und wachsenden Bedrohung.

Das digitale Wettrüsten geht weiter

Während Betrüger ihre KI-Methoden verfeinern, arbeiten Netzbetreiber an verbesserten Filtern auf Netzwerkebene. Doch die menschliche Komponente bleibt entscheidend. Die Fähigkeit, kritisch mit digitalen Nachrichten umzugehen, ist der beste Schutz. Zukünftige Maschen werden noch personalisierter sein – Aufklärungskampagnen von Polizei und Verbraucherschutz sind daher unerlässlich.

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