KI-gestützte Cyberangriffe überrollen Smartphones in Deutschland
20.02.2026 - 19:52:12 | boerse-global.deKriminelle nutzen Künstliche Intelligenz, um täuschend echte Betrugsnachrichten zu erstellen. Gleichzeitig warnt die Polizei vor einer Welle von Anlagebetrug über Messenger. Die Gefahr hat sich endgültig vom Desktop auf das Smartphone verlagert.
Smishing und Quishing 2.0: KI schreibt perfekte Betrugstexte
Die Zeiten auffälliger Rechtschreibfehler in Phishing-Mails sind vorbei. Cyberkriminelle setzen jetzt auf KI, die sprachlich einwandfreie und personalisierte Nachrichten generiert. Im Fokus stehen zwei Methoden: Smishing per SMS und Quishing per QR-Code.
Beim Smishing erhalten Nutzer SMS, die angeblich von Paketdiensten oder Banken stammen. Unter Vorwänden wie einer fehlgeschlagenen Zustellung werden sie auf gefälschte Webseiten gelockt. Noch hinterhältiger ist Quishing: Hier platzieren Täter manipulierte QR-Codes an Parkautomaten oder in E-Mails. Das Scannen leitet direkt auf schädliche Seiten. Berichten zufolge zielen bereits 82 Prozent aller Phishing-Websites speziell auf mobile Geräte.
Anlagebetrug: Täter erlangen Fernzugriff aufs Smartphone
Parallel verzeichnet die Polizei einen drastischen Anstieg von Anlagebetrug über Messenger. Erst kürzlich wurden Fälle bekannt, bei denen Opfer über 30.000 Euro verloren. Die Täter kontaktieren ihre Zielpersonen über WhatsApp und versprechen hohe Gewinne mit Kryptowährungen.
Die Betrüger locken Opfer auf gefälschte Handelsplattformen, die scheinbar reale Gewinne anzeigen. Der gefährlichste Schritt folgt dann: Die Opfer sollen eine Fernwartungssoftware installieren. Ist diese aktiv, haben Kriminelle vollen Zugriff. Sie können Überweisungen tätigen und sensible Daten ausspähen. Die Polizei warnt eindringlich davor, Unbekannten solchen Zugriff zu gewähren.
Enkeltrick 2.0 und IMEI-Fallen: Alte Maschen, neue Technik
Neben hochtechnologischen Angriffen erleben klassische Betrugsmaschen eine digitale Renaissance. Die „Hallo Mama“-Masche verbreitet sich weiter über WhatsApp. Betrüger geben sich als Familienangehörige in Notlagen aus und bitten um Geld.
Gleichzeitig tauchen neue Betrugsarten auf. Verbraucherschützer warnen vor Online-Diensten, die versprechen, gesperrte Handys freizuschalten. Diese Anbieter kassieren Gebühren für unmögliche Dienstleistungen. Zudem wird über Kanäle wie Telegram Spionagesoftware beworben, die die vollständige Kontrolle über infizierte Smartphones ermöglicht.
Warum mobile Angriffe so erfolgreich sind
Der massive Erfolg dieser Maschen ist kein Zufall. Kriminelle nutzen gezielt unser Verhalten mit Smartphones. Wir sind oft abgelenkt, handeln unter Zeitdruck und prüfen Nachrichten nur flüchtig. Die Vermischung von privater und beruflicher Kommunikation auf einem Gerät schwächt zusätzlich die Sicherheitsreflexe.
Täter setzen psychologischen Druck ein, etwa durch künstlich erzeugte Dringlichkeit. Die KI-Perfektion in Sprache und Kontext untergräbt das letzte Misstrauen. Experten sprechen von einem systemischen Risiko durch Social Engineering, bei dem menschliches Vertrauen als schwächstes Glied ausgenutzt wird.
Wie können sich Nutzer schützen?
Da klassische Erkennungsmerkmale wie Rechtschreibfehler wegfallen, muss das Misstrauen grundsätzlich höher sein. Klicken Sie niemals auf Links in unerwarteten SMS oder Messenger-Nachrichten. Prüfen Sie URLs genau, bevor Sie sie öffnen.
Bei Geldforderungen von bekannten Kontakten sollten Sie immer über einen anderen Kommunikationskanal nachfragen. Die Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung für wichtige Konten bleibt eine der wirksamsten Schutzmaßnahmen. Wachsamkeit ist in der mobilen Welt wichtiger denn je.
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