KI-gestützte Cyberangriffe: Behörden warnen vor neuer Bedrohungswelle
18.02.2026 - 02:44:11 | boerse-global.deDeutsche und Schweizer Sicherheitsbehörden warnen vor einer neuen, hochgefährlichen Generation von Cyberangriffen. Künstliche Intelligenz macht Phishing und Social Engineering nun nahezu unerkennbar.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und das schweizerische Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) melden eine dramatische Eskalation. KI-gestützte Angriffe zielen gezielt auf Unternehmen und überwinden klassische Sicherheitsbarrieren. Die menschliche Wachsamkeit wird zur letzten Verteidigungslinie.
KI als Waffe: Perfekte Täuschung durch Deepfakes
Die neue Bedrohung unterscheidet sich fundamental von früheren Wellen. Generative KI-Modelle erstellen perfekt formulierte, personalisierte Phishing-E-Mails – frei von Rechtschreibfehlern und grammatikalischen Schwächen. Die Angriffe wirken täuschend echt.
Noch bedrohlicher ist der Einsatz von Deepfake-Technologie. Kriminelle manipulieren Stimmen und Videos in Echtzeit, um beispielsweise im Telefonbetrug (Vishing) Vertrauen zu erschleichen. Technische Filter, die auf bekannte Muster setzen, werden damit systematisch umgangen.
Dreiste Masche: Betrüger geben sich als Behörden aus
Die Angreifer verfeinern ihre psychologischen Taktiken. Das BACS berichtete kürzlich von einem besonders perfiden Vorgehen: Betrüger geben sich in Anrufen als Mitarbeiter der Cybersicherheitsbehörde selbst aus.
Diese Masche kombiniert psychologischen Druck mit der Aufforderung zum technischen Fernzugriff – in Einzelfällen erschienen Komplizen sogar am Wohnort der Opfer. Parallel warnen BSI und Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) vor staatlich gesteuerten Phishing-Angriffen über Messenger wie Signal.
Die menschliche Firewall: Warum Schulungen jetzt überlebenswichtig sind
Angesichts dieser Entwicklung sind reine Techniklösungen wie Firewalls oder Spam-Filter machtlos. Die Angriffe zielen gezielt auf die Entscheidungen der Mitarbeiter ab. Damit rückt die „menschliche Firewall“ in den absoluten Fokus.
Awareness-Assessments und realistische Phishing-Simulationen werden zur kritischen Maßnahme. Sie identifizieren Schwachstellen im Verhalten der Belegschaft. Die Ergebnisse sind Grundlage für zielgerichtete Schulungen, die für Compliance-Vorschriften wie die NIS-2-Richtlinie unverzichtbar sind.
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Neue Sicherheitsrealität: Vom CEO-Betrug bis zum falschen Finanzamt
Die Warnungen markieren einen Wendepunkt. Die Zeit, in welche Angriffe durch schlechte Aufmachung auffielen, ist vorbei. Kriminelle geben sich nun als vertrauenswürdige Autoritäten aus: als Finanzamt, Industrie- und Handelskammer oder sogar als eigene Führungskraft im CEO-Betrug.
Sie nutzen Grundvertrauen aus, um Opfer zu unüberlegten Handlungen zu drängen. Die Investition in kontinuierliche Sensibilisierung ist keine Empfehlung mehr, sondern eine betriebliche Notwendigkeit.
Proaktive Abwehr als einziger Ausweg
Experten sind sich einig: Der Einsatz von KI in der Cyberkriminalität wird weiter zunehmen. Angriffe werden noch individualisierter und schwerer zu erkennen. Eine reaktive Haltung – erst nach einem Vorfall zu handeln – ist nicht mehr ausreichend.
Der Schlüssel liegt in einer proaktiven Sicherheitskultur. Regelmäßige Schulungen und Assessments müssen die Mitarbeiter befähigen, auch raffinierte Betrugsversuche zu erkennen. In der aktuellen Bedrohungslandschaft ist diese Investition in das Sicherheitsbewusstsein eine der wichtigsten, die ein Unternehmen tätigen kann.
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