KI-gestützte, Betrugswelle

KI-gestützte Betrugswelle überrollt Verbraucher und Unternehmen

16.02.2026 - 04:30:12

KI-gestützter Betrug und Phishing werden von CEOs als größtes Cyberrisiko eingestuft. Verbraucher verloren 2025 weltweit 442 Milliarden US-Dollar durch Betrugsmaschen.

Eine neue Welle von Cyberkriminalität überrollt weltweit Verbraucher und Unternehmen. Angetrieben durch künstliche Intelligenz und raffinierte Social-Engineering-Taktiken erreichen Betrug und Phishing ein alarmierendes Niveau. Das Smartphone rückt dabei immer stärker in den Fokus der Kriminellen.

CEOs fürchten Betrug mehr als Ransomware

Der jüngste „Global Cybersecurity Outlook 2026“ des Weltwirtschaftsforums (WEF) zeigt eine entscheidende Veränderung. Cyber-gestützter Betrug und Phishing werden von CEOs mittlerweile als größtes Risiko eingestuft – noch vor Ransomware-Angriffen. Die Taktiken verlagern sich von der Systemverschlüsselung zur direkten Manipulation von Menschen. Die rasanten KI-Fortschritte und geopolitische Spannungen verschärfen die Lage weiter.

442 Milliarden Dollar Schaden und tägliche Belastung

Die finanziellen und emotionalen Kosten sind immens. Ein Bericht der Global Anti-Scam Alliance (GASA) ergab für 2025:
* 442 Milliarden US-Dollar verloren Verbraucher weltweit durch Betrug.
* 57 % der Befragten waren mit einem Betrugsversuch konfrontiert.
* 23 % verloren tatsächlich Geld.

Shopping-Betrug war die häufigste Masche. Besonders besorgniserregend ist die emotionale Belastung: 69 % der Opfer berichteten von erheblichem Stress. In Deutschland erhalten Verbraucher laut einer McAfee-Studie durchschnittlich neun betrügerische Nachrichten pro Tag.

KI schreibt täuschend echte Phishing-Mails

Künstliche Intelligenz hat die Spielregeln grundlegend verändert. Tools wie FraudGPT ermöglichen es Kriminellen, hochgradig personalisierte und sprachlich einwandfreie Phishing-E-Mails in Sekundenschnelle zu erstellen. Die technischen Hürden für Angreifer sinken, die Effektivität steigt.

Experten warnen vor KI-gestützten Deepfake-Anrufen, bei denen Stimmen von Vorgesetzten täuschend echt imitiert werden. Der WEF-Bericht sieht KI als bedeutendsten Treiber für Veränderungen – sowohl in der Verteidigung als auch im Angriff. Traditionelle Erkennungsmethoden wie das Achten auf Rechtschreibfehler laufen zunehmend ins Leere.

Smishing und „Pig Butchering“ zielen aufs Smartphone

Das Smartphone als ständiger Begleiter ist zum Hauptziel geworden. SMS-Phishing („Smishing“) hat stark zugenommen. Kriminelle geben sich als Paketdienste, Banken oder Streaming-Anbieter aus. Die Verbraucherzentrale NRW meldete im vergangenen Jahr über 380.000 Phishing-Meldungen.

Eine besonders perfide Methode ist das „Pig Butchering“. Täter bauen über Wochen eine persönliche Beziehung zu ihren Opfern auf, oft über Dating-Apps. Ist Vertrauen etabliert, locken sie zu Investitionen auf gefälschten Krypto-Plattformen. Der durchschnittliche Schaden pro Fall kann bei rund 80.000 Euro liegen.

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Wettrüsten zwischen Angreifern und Verteidigern

Die aktuelle Welle ist das Ergebnis mehrerer Faktoren: die alltägliche Digitalisierung, verfügbare KI-Werkzeuge und die Professionalisierung der Cyberkriminalität aus „Betrugsfabriken“ in Südostasien. Experten sprechen von einem Wettrüsten.

Für die Zukunft erwarten Sicherheitsexperten eine weitere Zunahme von KI-gesteuerten Angriffen, einschließlich Deepfake-Videoanrufen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) stuft die Lage als „angespannt bis kritisch“ ein. Die digitale Widerstandsfähigkeit von Unternehmen und Bürgern muss dringend gestärkt werden.

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