KI-gesteuerter, Betrug

KI-gesteuerter Betrug bedroht den globalen E-Commerce

23.02.2026 - 00:01:11 | boerse-global.de

Cyberkriminelle nutzen Künstliche Intelligenz für raffinierte Angriffe auf Online-Handel. Ein aktueller Report warnt vor KI-generierten Identitäten und explodierenden Schäden.

Kriminelle nutzen Künstliche Intelligenz für immer raffiniertere Angriffe auf Online-Händler und Verbraucher. Ein aktueller Bericht warnt vor einer neuen Dimension des Cyberbetrugs im Jahr 2026.

Die Bedrohungslage im E-Commerce entwickelt sich rasant weiter. Ein am 20. Februar 2026 veröffentlichter Report zeigt: Betrüger setzen zunehmend KI-gesteuerte Werkzeuge ein, um täuschend echte Betrugsmaschen zu kreieren. Diese reichen von der perfekten Imitation von Personen und Unternehmen bis zum Klonen ganzer Websites. Das Rennen zwischen Kriminellen und Sicherheitsvorkehrungen beschleunigt sich damit dramatisch. Die finanziellen Schäden durch Online-Betrug werden in den kommenden Jahren voraussichtlich explodieren.

Die neue Waffe: Künstliche Intelligenz

Sicherheitsexperten beobachten eine gefährliche Entwicklung: die Weaponisierung von KI im Cybercrime. Betrüger automatisieren und skalieren ihre Angriffe nun mit künstlicher Intelligenz. Sie erstellen täuschend echte Inhalte, die traditionelle Sicherheitskontrollen umgehen.

Dazu gehört die Manipulation gestohlener Bilder für gefälschte Social-Media-Profile. Noch bedrohlicher sind jedoch synthetische Identitäten – komplett erfundene Persönlichkeiten mit realistischen Dokumenten und KI-generierten Fotos oder Videos. Für Händler wird es dadurch immer schwieriger, legitime Kunden von Betrügern zu unterscheiden. Jeder 25. Identitätsprüfungsversuch im vergangenen Jahr erwies sich als betrügerisch.

Die größten Gefahren für den Online-Handel

Neben KI-gestützten Methoden bleiben klassische Betrugsformen ein großes Problem, oft durch neue Technologien verstärkt. Account Takeover (ATO) ist nach wie vor eine Hauptbedrohung. Dabei nutzen Kriminelle gestohlene Zugangsdaten, um unbefugt auf Kundenkonten zuzugreifen.

Ebenfalls dominant sind Phishing-Angriffe, bei denen Nutzer zur Preisgabe sensibler Daten verleitet werden. Eine wachsende Sorge ist zudem der Authorized Push Payment (APP)-Betrug. Hier manipulieren Betrüger legitime Nutzer dazu, Geld auf betrügerische Konten zu überweisen. Geklonte Websites, die seriöse Banken und Händler imitieren, vervollständigen das Bild.

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Viele Nutzer übersehen einfache Schutzmaßnahmen, die genau solche Angriffe deutlich erschweren. Ein kostenloser Ratgeber erklärt die 5 wichtigsten Schutzschritte für Ihr Android-Smartphone – von geprüften App‑Einstellungen über Update‑Checks bis zu sicheren Zahlungsgewohnheiten beim Online-Shopping und Mobile-Banking. So reduzieren Sie das Risiko von Phishing, Identitätsdiebstahl und unautorisierten Zahlungen sofort. Gratis-Sicherheitspaket für Android herunterladen

Angriffsfläche Lieferkette

Die Komplexität des modernen E-Commerce ist eine seiner größten Schwachstellen. Händler sind auf ein Netzwerk von Drittanbietern angewiesen – für Zahlungsabwicklung, Marketing und Cloud-Speicher. Diese Vernetzung vergrößert die Angriffsfläche erheblich. Ein Sicherheitsvorfall bei einem einzigen Anbieter kann das gesamte Handelsnetzwerk gefährden.

Tatsächlich haben sich Vorfälle mit Beteiligung Dritter in den letzten zwei Jahren fast verdoppelt. Sie machen nun etwa 30 Prozent aller Sicherheitsvorfälle aus. Auch die rasche Digitalisierung des Handels, etwa durch mobile Apps und Plattform-Plugins, schafft neue potenzielle Einstiegspunkte für Angreifer.

Gemeinsam gegen den Betrug

Als Reaktion auf diese Entwicklung setzt die Cybersicherheitsbranche zunehmend auf kollaborative, intelligente Ökosysteme. Die Zukunft der Betrugsbekämpfung liegt laut Experten in geteilter Intelligenz und vernetzten Vertrauensnetzwerken. Hier können Risikodaten in Echtzeit über Institutionen hinweg analysiert werden.

Immer mehr Händler verfolgen einen mehrschichtigen, identitätsbasierten Sicherheitsansatz. Dieser kombiniert KI-gestützte Identitätsprüfung, verhaltensbasierte Biometrie und kontinuierliche Überwachung entlang der gesamten Customer Journey. Indem sie KI mit KI bekämpfen, können Unternehmen prädiktive Modelle nutzen, um Hochrisiko-Aktivitäten noch vor Transaktionsabschluss zu erkennen.

Ausblick: Regulierung und Echtzeit-Abwehr

Die Sicherheitslandschaft wird 2026 sowohl durch technologische Innovation als auch durch regulatorische Veränderungen geprägt. Erwartet wird die Einführung neuer Richtlinien wie PSD3. Diese sollen die Kundenauthentifizierung stärken, den Zugang zu Zahlungssystemen verbessern und Betrug insgesamt reduzieren.

Kern der nächsten Abwehrgeneration wird die Fähigkeit sein, Verhalten in Echtzeit und im Kontext zu analysieren. Da Betrug mit der Geschwindigkeit von Instant Payments erfolgt, müssen sich Sicherheitssysteme diesem Tempo anpassen. Der Schwerpunkt liegt auf kontinuierlicher Verifizierung und dynamischen Systemen, die sich so schnell ändern wie die Taktiken der Kriminellen. Nur so bleibt Vertrauen das Fundament des digitalen Handels.

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