KI-gesteuerte, Liebesbetrüger

KI-gesteuerte Liebesbetrüger plündern Millionen-Konten

13.02.2026 - 17:24:12

US-Sicherheitsbehörden melden eine dramatische Zunahme raffinierter Betrugsmaschen wie 'Pig Butchering', die durch Künstliche Intelligenz skaliert werden und Milliardenschäden verursachen.

US-Behörden warnen vor einer dramatischen Welle raffinierter Romance- und Investment-Betrügereien, die zunehmend von Künstlicher Intelligenz angetrieben werden. Eine gemeinsame Warnung von FBI und Heimatschutzbehörden beschreibt einen besonders grausamen Trend: das sogenannte „Pig Butchering“ (Schweineschlachten), das Opfer emotional und finanziell ruiniert.

Vom Chat zum Crash: So funktioniert „Pig Butchering“

Die Masche ist perfide und langfristig angelegt. Betrüger nehmen über Dating-Apps, soziale Medien oder scheinbar falsche SMS-Kontakt auf. Sie bauen über Wochen oder Monate eine emotionale oder romantische Bindung auf – den Vertrauensvorschuss, den sie später gnadenlos ausnutzen. Sobald das Opfer emotional investiert ist, locken sie mit einem vermeintlich lukrativen Krypto-Investment.

Die Opfer werden auf gefälschte Handelsplattformen gelotst, die anfangs beeindruckende Gewinne vortäuschen. Das motiviert zu immer höheren Einzahlungen, oft aus dem gesamten Lebensersparnis. Ist die Summe fett genug, verschwinden die Betrüger mitsamt der Website. Zurück bleiben nicht nur finanzielle Trümmer, sondern auch tiefe Scham, die viele davon abhält, die Straftat anzuzeigen.

Künstliche Intelligenz wird zur Verbrecher-Werkbank

Die neue Dimension dieser Betrügereien entsteht durch den Einsatz von KI. Kriminelle industrialisieren ihre Aktivitäten: KI generiert fehlerfreie Phishing-Mails, kreiert synthetische Identitäten aus gestohlenen und erfundenen Daten und imitiert sogar Stimmen für Telefonbetrug. Bots können nun gleichzeitig mehrere Opfer bearbeiten, Vertrauen aufbauen und sie mit emotionaler Nuance manipulieren.

Für Verbraucher wird es dadurch nahezu unmöglich, eine echte Verbindung von einer KI-gesteuerten Fassade zu unterscheiden. Experten warnen, dass diese Angriffe mit der Technologie weiter skalieren und psychologisch noch verheerender werden.

Skepsis ist der beste Schutz

Angesichts der Bedrohungslage raten Sicherheitsexperten zu radikaler Vorsicht. Die zentrale Regel: Nie Geld an Personen senden, die man nur online kennt. Prävention beginnt beim eigenen Digitalprofil: Weniger persönliche Daten in sozialen Netzwerken teilen, Privatsphäre-Einstellungen regelmäßig prüfen und dem Bauchgefühl vertrauen – wenn etwas zu gut erscheint, ist es das meist auch.

Die KI-Gefahr erfordert neue Wachsamkeit. Selbst eine vertraute Stimme am Telefon kann ein Deepfake sein. Bei unerwarteten Geldbitte sollte die Forderung immer über einen zweiten, bekannten Kommunikationskanal verifiziert werden.

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Milliardenschaden – und eine hohe Dunkelziffer

Das finanzielle Ausmaß ist immens. FBI-Daten zeigen: Allein 2024 verloren etwa 59.000 Opfer über 672 Millionen US-Dollar durch Romance-Betrug. Das Problem ist global. Australien meldete für 2025 einen Anstieg der Verluste um 21,8 Prozent auf über 28,6 Millionen US-Dollar.

Die wahre Zahl dürfte weit höher liegen. Eine Umfrage ergab, dass die Hälfte der amerikanischen Opfer nicht über ihr Erlebnis spricht. Nur ein Bruchteil meldet den Vorfall bei Behörden wie dem FBI. Die meisten wenden sich an ihre Bank, was die Verfolgung der international agierenden Netzwerke erschwert. Diese Untererfassung senkt das Risiko für die Täter erheblich.

Skepsis ist der beste Schutz

Angesichts der Bedrohungslage raten Sicherheitsexperten zu radikaler Vorsicht. Die zentrale Regel: Nie Geld an Personen senden, die man nur online kennt. Prävention beginnt beim eigenen Digitalprofil: Weniger persönliche Daten in sozialen Netzwerken teilen, Privatsphäre-Einstellungen regelmäßig prüfen und dem Bauchgefühl vertrauen – wenn etwas zu gut erscheint, ist es das meist auch.

Die KI-Gefahr erfordert neue Wachsamkeit. Selbst eine vertraute Stimme am Telefon kann ein Deepfake sein. Bei unerwarteten Geldbitte sollte die Forderung immer über einen zweiten, bekannten Kommunikationskanal verifiziert werden.

Der digitale Kampf geht in die nächste Runde

Die Betrugsbekämpfung betritt eine neue, komplexere Phase. Behörden rechnen mit einer Zunahme autonomer „Maschine-zu-Maschine“-Angriffe, die Schwachstellen in Bankensystemen ohne menschliches Zutun ausnutzen. Auch gefälschte Bewerberprofile und geklonte Webseiten werden zur Herausforderung für Unternehmen und Privatpersonen.

Die wirksamste Waffe bleibt Aufklärung. US-Behörden haben die Kampagne #DatingOrDefrauding gestartet, um für die Gefahren zu sensibilisieren. Wer Opfer geworden ist, sollte den Vorfall bei der Internet-Beschwerdestelle des FBI melden. Nur so lassen sich die kriminellen Netzwerke verfolgen und weitere Opfer schützen.

@ boerse-global.de

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