KI-Diagnose, Künstliche

KI-Diagnose: Künstliche Intelligenz übertrifft Ärzte bei Krebserkennung

24.02.2026 - 06:28:40 | boerse-global.de

Ein NHS-Pilotprojekt zeigt, dass Künstliche Intelligenz in der Krebsfrüherkennung menschliche Radiologen an Genauigkeit übertrifft und die medizinische Bildanalyse grundlegend verändert.

Künstliche Intelligenz erkennt Krebs in medizinischen Scans mittlerweile schneller und präziser als menschliche Spezialisten. Ein wegweisendes Pilotprojekt des britischen National Health Service zeigt, wie diese Technologie die Früherkennung lebensbedrohlicher Krankheiten wie Lungenkrebs revolutionieren kann – und damit die Gesundheitsversorgung in ganz Europa verändern wird.

Roboter und KI als neues Dream-Team

Im Zentrum des Wandels steht die Synergie aus KI-Software und Robotertechnik. In einem Pilotprogramm am Guy's and St Thomas' NHS Foundation Trust analysiert eine KI zunächst Lungenscans und markiert winzige, krebsverdächtige Knötchen – manche so klein wie ein Reiskorn. Anschließend führt eine robotergesteuerte Kamera gezielt an diese Stellen, um eine Biopsie durchzuführen. Diese Methode ermöglicht die Untersuchung von Mikroknoten tief in der Lunge, die mit herkömmlichen Techniken kaum erreichbar oder zu riskant gewesen wären.

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Diese Innovation ist Teil der NHS-Strategie, sein nationales Lungenkrebsscreening massiv auszuweiten. Allein im kommenden Jahr sollen 1,4 Millionen Menschen zu Untersuchungen eingeladen werden. Mit Hilfe der KI will der Gesundheitsdienst die wachsende Flut an Scans bewältigen und bis 2035 bis zu 50.000 Krebsfälle diagnostizieren – ein Großteil davon in einem früheren, besser behandelbaren Stadium.

Studien belegen überlegene Trefferquote

Das klinische Vertrauen in diese KI-Systeme gründet auf robuster wissenschaftlicher Evidenz. Mehrere systematische Reviews kommen zum Schluss: KI ist menschlichen Radiologen in der Erkennung von Lungenknoten und anderen Läsionen nicht unterlegen – und in vielen Fällen sogar überlegen.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Studien zeigen, dass KI-Modelle bei der Detektion von Lungenknoten eine höhere Sensitivität aufweisen (86,0–98,1 % für KI versus 68–76 % für Radiologen). Zwar haben menschliche Experten manchmal eine höhere Spezifität (weniger falsch-positive Befunde), doch die Fähigkeit der KI, mehr echte Krebsfälle zu entdecken, ist für die Früherkennung entscheidend. Zudem verbessert KI-Assistenz die Leistung der Radiologen selbst und steigert deren diagnostische Sicherheit. Die Tools erhöhen nicht nur die Genauigkeit, sondern auch die Effizienz: Manche Systeme reduzieren die Berichtszeit um bis zu 40 %, ohne Qualitätseinbußen.

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KI als unermüdlicher Zweitgutachter

Branchenexperten betonen: Das Ziel der KI in der Medizin ist nicht der Ersatz von Klinikern, sondern die Erweiterung ihrer Fähigkeiten. Die KI kann als unermüdlicher Zweitgutachter fungieren, der subtile Auffälligkeiten markiert, die das menschliche Auge – besonders bei hoher Arbeitslast – übersehen könnte. Das ist entscheidend, denn die Nachfrage nach medizinischer Bildgebung wächst weltweit, während zugleich ein Mangel an Fachradiologen herrscht.

Die Integration von KI wird als essenzielles Werkzeug gesehen, um den komplexen Workflow großer Screening-Programme zu managen. Durch die automatisierte Erstanalyse Tausender Scans kann die KI Fälle priorisieren, die sofortige Aufmerksamkeit eines menschlichen Experten erfordern. Diese verbesserte Triage kann Wartezeiten für Patienten verkürzen und sicherstellen, dass klinische Ressourcen dort konzentriert werden, wo sie am dringendsten benötigt werden.

Vom Pilotprojekt zur klinischen Routine

Die erfolgreiche Umsetzung von Pilotprojekten wie dem des NHS ist ein kritischer Schritt hin zur breiten Adoption von KI in der klinischen Routine. Die nächste Phase wird darin bestehen, weitere Evidenz zur Wirksamkeit und Sicherheit dieser integrierten Systeme zu sammeln, bevor eine flächendeckende Einführung folgt. Wenn diese Technologien ausgereift sind, könnten sie auch zur Erkennung anderer schwer zu diagnostizierender Krebsarten adaptiert werden.

Der Blick in die Zukunft verspricht eine immer personalisiertere und prädiktivere Medizin durch die Fusion von KI mit moderner Bildgebung und Biomarkern. Die KI-Tools werden immer ausgefeilter: Sie können nicht nur Krankheiten erkennen, sondern auch deren künftigen Verlauf basierend auf Serien-Scans vorhersagen. Diese vorausschauende Fähigkeit könnte Interventionen ermöglichen, noch bevor ein Zustand kritisch wird – und damit das Paradigma der medizinischen Versorgung von reaktiver Behandlung zu proaktiver Prävention verschieben.

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