KI-Chip-Startups sammeln 1,1 Milliarden Euro gegen Nvidia ein
25.02.2026 - 08:09:58 | boerse-global.deKI-Hardware ist der neue Goldrausch: Drei Chip-Startups haben innerhalb von 48 Stunden über 1,1 Milliarden Euro an Risikokapital eingesammelt. Sie wollen die Marktherrschaft von Branchenprimus Nvidia brechen.
Die Investoren setzen damit ein klares Zeichen. Sie fördern gezielt Alternativen zu den teuren Grafikprozessoren (GPUs) von Nvidia, die derzeit schätzungsweise 80 bis 90 Prozent des KI-Marktes dominieren. Die neuen Mittel fließen in spezialisierte Prozessoren für Rechenzentren und sparsame Edge-Geräte.
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MatX: Ex-Google-Ingenieure erhalten 500 Millionen Euro
An der Spitze der Finanzierungsrunde steht MatX. Das Startup von ehemaligen Google-Ingenieuren schloss eine Series-B-Finanzierung über 500 Millionen Euro ab. Angeführt wurde die Runde von den Investmentfirmen Jane Street und Situational Awareness. MatX ist nun mehrere Milliarden Euro wert.
Das Unternehmen entwickelt den Chip MatX One. Er soll besonders effizient große Sprachmodelle (LLMs) trainieren und ausführen. Die Architektur kombiniert schnellen SRAM-Speicher mit leistungsstarkem HBM-Arbeitsspeicher. Mit dem Kapital will MatX den Chip-Design abschließen und Produktionskapazitäten bei Partnern wie TSMC sichern. Erste Produkte sind für 2027 geplant.
SambaNova: 350 Millionen Euro mit Intel im Rücken
Parallel meldete SambaNova Systems eine Series-E-Finanzierung von über 350 Millionen Euro. Wichtiger Investor: der Chip-Riese Intel. Die Finanzspritze kam zusammen mit einer strategischen Mehrjahreskooperation mit Intel ans Licht.
SambaNova bedient den Markt für Unternehmens-KI. Der neue SN50-Chip basiert auf einer einzigartigen, datenflussorientierten Architektur. Sie soll Latenz und Stromverbrauch bei großen KI-Workloads senken. Gemeinsam mit Intel will das Unternehmen nun integrierte KI-Serverlösungen anbieten – als kostengünstige Alternative zu GPU-basierten Systemen.
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Axelera AI: 250 Millionen Euro für die KI am Rand
Während sich andere auf Rechenzentren konzentrieren, setzt das niederländische Startup Axelera AI auf die Edge. Es sammelte mehr als 250 Millionen Euro ein, angeführt von Innovation Industries.
Die Nachfrage nach KI-Lösungen direkt im Gerät – ob in Sicherheitskameras oder Industrierobotern – explodiert. Axeleras stromsparende Beschleunigerchips Europa und Metis sollen genau diesen Markt bedienen. Das frische Kapital soll die Produktion hochfahren und die globalen Vertriebsaktivitäten ausbauen.
Kann Nvidias Vormachtstellung gebrochen werden?
Die Milliardensummen zeigen: Der Markt sucht dringend nach Alternativen. Die hohen Kosten und Engpässe bei Nvidias GPUs haben ein Einfallstor für spezialisierte Anbieter geschaffen.
Doch der Weg zur echten Konkurrenz ist lang. Nvidias größter Vorteil ist nicht nur die Hardware, sondern das seit über einem Jahrzehnt etablierte Software-Ökosystem CUDA. Die Herausforderer müssen also nicht nur bessere Chips liefern, sondern auch Entwickler von der gewohnten Plattform weglocken.
Die Investitionen sind ein erster, notwendiger Schritt. Sie finanzieren die teure Chip-Fertigung und Software-Entwicklung. Ob die Herausforderer erfolgreich sind, wird sich erst in den kommenden Jahren zeigen. Bis die ersten Produkte von MatX 2027 auf den Markt kommen, hat Nvidia weiter Zeit, seine Dominanz auszubauen. Der Wettlauf um die KI-Hardware der Zukunft hat gerade erst begonnen.
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