KI-Boom, Festplattenpreise

KI-Boom treibt Festplattenpreise in die Höhe

17.01.2026 - 01:33:12

Der explosive KI-Boom hat einen unerwarteten Nebeneffekt: Die Preise für große Festplatten schießen in die Höhe. Verbraucher und Unternehmen zahlen im Schnitt fast 50 Prozent mehr als noch vor vier Monaten.

Die Nachfrage nach Massenspeicher für KI-Datenzentren stürzt den Markt für Festplatten (HDDs) in eine Krise. Laut aktuellen Daten des Fachportals ComputerBase sind die Preise für populäre Hochkapazitäts-Festplatten seit September 2025 um durchschnittlich 46 Prozent gestiegen. Betroffen sind alle großen Hersteller wie Seagate, Western Digital und Toshiba.

Der Treiber ist der massive Ausbau von Rechenzentren durch Tech-Giganten wie Microsoft, Amazon und OpenAI. Für das Training von KI-Modellen werden riesige Datensätze benötigt – oft im Petabyte-Bereich. Diese werden aus Kostengründen vorrangig auf großen Festplatten gespeichert.

Die Nachfrage der Hyperscaler ist so gewaltig, dass die Hersteller an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Die Folge: Für den Einzelhandel und Privatkunden bleibt kaum etwas übrig. „Die Cloud-Anbieter kaufen den Markt leer“, erklärt ein Brancheninsider. Das schafft eine Knappheit, die alle Preise in die Höhe treibt.

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Preisexplosion bei beliebten Modellen

Die Auswirkungen sind drastisch. Einige Modelle verteuerten sich um über 60 Prozent.
* Die Seagate BarraCuda mit 24 TB kostete zeitweise unter 240 Euro – heute sind es rund 500 Euro.
* Eine 8-TB-Festplatte der IronWolf-Serie stieg von etwa 130 auf 199 Euro.
* Besonders extrem: Ein 22-TB-Modell von Toshiba legte um 66 Prozent zu.

Die Preissprünge vollziehen sich in kleinen Schritten, aber stetig. Seit dem Herbst 2025 ziehen die Durchschnittspreise Monat für Monat an.

Hersteller priorisieren Großkunden

Die Festplattenhersteller reagieren auf den Druck. Sie konzentrieren ihre Produktion zunehmend auf hochmarginierte Großkapazitäts-Laufwerke für ihre wichtigsten Kunden: die Cloud-Konzerne. Für den Consumer-Markt könnte das die Knappheit und das hohe Preisniveau noch verstetigen.

Gleichzeitig investieren Unternehmen wie Seagate massiv in neue Technologien. Mit Heat-Assisted Magnetic Recording (HAMR) sollen noch größere Kapazitäten von 32 TB und mehr möglich werden. Doch bis diese Technologie in großen Stückzahlen verfügbar ist, wird es noch dauern.

Wird teurer Speicher zum Dauerzustand?

Experten sehen keine baldige Entspannung. Die weltweite Expansion der KI-Infrastruktur frisst weiterhin einen Großteil der Produktionskapazitäten. Manche sprechen bereits von einem „Superzyklus“ für die Speicherbranche. Lieferzeiten für bestimmte Festplatten-Typen haben sich von wenigen Wochen auf über ein Jahr verlängert.

Die Botschaft für alle, die Speicher benötigen – ob für den PC, das Heim-NAS oder die Firmen-IT – ist eindeutig: Billige Terabytes sind vorerst Geschichte. Die KI-Revolution schreibt nicht nur die Software-Welt um, sondern jetzt auch die Ökonomie der bescheidenen Festplatte.

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