KI-Boom kippt: Börsensturz offenbart Angst vor Job-Killer KI
24.02.2026 - 13:39:51 | boerse-global.deKünstliche Intelligenz wird vom Hoffnungsträger zur Bedrohung für Arbeitsplätze und Konzerne. Diese fundamentale Angst löste am Montag einen heftigen Börsensturz aus, der weltweit Milliarden vernichtete. Der Dow Jones verlor 1,7 Prozent, der Nasdaq 1,1 Prozent.
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Auslöser waren zwei Schocks: Ein düsteres Zukunftsszenario einer Forschungsfirma und die Ankündigung eines KI-Tools, das ganze Beraterarmeen überflüssig macht. Gemeinsam zwangen sie Anleger zu einer unbequemen Erkenntnis: Der Erfolg der KI könnte die Konsumnachfrage aushöhlen und etablierte Geschäftsmodelle obsolet machen.
Das Schreckensszenario: „Globale Intelligenz-Krise 2028“
Die ideologische Zündschnur legte ein Forschungsbericht mit dem Titel „Die globale Intelligenz-Krise 2028“. Die Autoren von Citrini Research entwerfen ein Gedankenexperiment: Rasante KI-Fortschritte führen bis 2028 zu massenhafter Arbeitslosigkeit in Büroberufen.
Ihr Kernargument ist ein „Intelligenz-Verdrängungsstrudel“: Firmen ersetzen menschliche Arbeit durch KI, um Margen zu steigern. Die entlassenen Gutverdiener – Softwareentwickler, Analysten, Manager – geben aber weniger Geld aus. Die Umsätze der Unternehmen brechen ein, was sie zu noch mehr Automatisierung zwingt, um die schrumpfenden Margen zu schützen.
Das Szenario prophezeit eine Arbeitslosenquote von 10,2 Prozent und einen Einbruch des S&P 500 um 38 Prozent von seinen Höchstständen. Ein besonders beunruhigendes Konzept ist das „Geister-BIP“: Die Produktivität boomt durch KI, aber der erzeugte Wohlstand zirkuliert nicht in der Realwirtschaft – weil Maschinen keine Konsumgüter kaufen und keine Hypotheken bedienen.
Konkreter Schock: KI macht Milliarden-Beratungsmarkt platt
Während der Bericht spekulativ blieb, lieferte das KI-Startup Anthropic am selben Tag handfeste Beweise für die disruptive Kraft. Es kündigte Claude Code an, ein Tool zur Automatisierung der Modernisierung von COBOL-Systemen.
COBOL, eine Programmiersprache von 1959, steckt noch immer tief in der globalen Finanzinfrastruktur. Schätzungen zufolge laufen 95 Prozent der US-Geldautomaten-Transaktionen darauf. Die Modernisierung dieser Altsysteme war bisher ein Milliardengeschäft für Beratungsriesen und dauerte Jahre.
Anthropic behauptet, Claude Code könne diese Projekte von Jahren auf wenige Quartale verkürzen. Die Börse reagierte panisch: Die Aktie von IBM, einem Hauptprofiteur des COBOL-Geschäfts, stürzte um 13,2 Prozent ab – der stärkste Tagesverlust seit dem Jahr 2000. Auch Werte von Accenture und Cognizant brachen ein.
Die Angst greift um sich: Vom „KI-Abrissschlag“ getroffen
Die Panik griff auf Branchen über, die bisher als sicher galten. Aktien von Softwarefirmen, Zahlungsdienstleistern und Lieferplattformen wurden abgestraft. Grund ist die Angst vor „agentischem Handel“.
Die Sorge: Autonome KI-Agenten werden bald Alltagsaufgaben wie Reisebuchungen oder Essensbestellungen übernehmen. Sie kommunizieren direkt mit programmierbaren Zahlungssystemen und umgehen so die traditionellen Verbraucherplattformen. Die Transaktionsgebühren, von denen heutige Intermediate leben, würden wegfallen.
Aktien von DoorDash, Uber, Visa und Mastercard notierten deutlich im Minus. Wall-Street-Analysten wie Adam Crisafulli von Vital Knowledge sehen die KI nun als Netto-Negativ für den Aktienmarkt – vom Treiber für Rekordhöhen zur fundamentalen Bedrohung für Konzerngewinne.
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Das KI-Paradox: Mehr Produktivität, weniger Nachfrage?
Finanzforscher sehen die globale Wirtschaft in einer zweiten Phase des KI-Booms. Die erste war von Investitionen in Hardware und Chiphersteller geprägt. Die jetzige Phase zielt auf operative Effizienz und Software, die teure menschliche Arbeit verdrängt.
Das stellt Politik und Investoren vor ein Paradox: Bisher galt, dass technologischer Fortschritt hochqualifizierte Arbeit ergänzt und zu mehr Wohlstand führt. Doch jetzt zweifeln sogar Wirtschaftslenker außerhalb der Tech-Branche. Uber-Chef Dara Khosrowshahi warnte kürzlich, KI könne in den nächsten zehn Jahren einen großen Teil der bestehenden Jobs disruptieren.
Ökonomen warnen zudem, dass traditionelle geldpolitische Werkzeike wie Zinssenkungen in einer KI-getriebenen Rezession wirkungslos bleiben könnten. Zentralbanken können Finanzbedingungen steuern, aber nicht die fundamentale Substitution menschlicher Kognition durch Technologie rückgängig machen.
Ausblick: Steuern auf KI und radikale Neubewertung
Die Marktvolatilität wird wohl anhalten. Die Risiken des rasanten KI-Einsatzes sind schwer bezifferbar. Die Timeline für die Renditen der gewaltigen KI-Investitionen bleibt ungewiss.
Citrini-Mitautor Alap Shah schlug in Interviews bereits vor, Regierungen müssten vielleicht Steuern auf Künstliche Intelligenz erheben, um die gesellschaftlichen Folgen von Jobverlusten abzufedern. Kurzfristig werden Unternehmen ihre Abhängigkeit von Altsystemen neu bewerten. Tools wie Claude Code zeigen, dass sie Jahrzehnte institutionellen Wissens in Bruchteilen der bisherigen Zeit rekonstruieren können.
Die Neubewertung menschlicher Intelligenz hat begonnen. Die globale Wirtschaft steht vor einer kritischen Übergangsphase, in der die produktivsten Wirtschaftsgüter beispiellose Outputs generieren – während sie gleichzeitig die Nachfrage nach menschlicher Arbeit reduzieren.
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