KI-Boom, Produktivitätsgewinne

KI-Boom bringt kaum Produktivitätsgewinne

20.02.2026 - 22:40:12 | boerse-global.de

Eine aktuelle Studie zeigt, dass der Großteil der Unternehmen trotz KI-Einsatz keine signifikanten Produktivitätsgewinne verzeichnet. Die Gründe liegen in unzureichender Integration und neuen Belastungen für Mitarbeiter.

Eine neue Studie zeigt ein ernüchterndes Bild: Über 80 Prozent der Unternehmen sehen trotz KI-Einsatz keine nennenswerten Produktivitätssteigerungen. Das National Bureau of Economic Research veröffentlichte diese Woche Daten, die eine große Kluft zwischen Erwartung und Realität aufdecken.

Das Produktivitäts-Paradoxon

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Obwohl 65 Prozent der deutschen Firmen KI-Technologien nutzen, bleibt der wirtschaftliche Effekt minimal. Die Europäische Investitionsbank beziffert den durchschnittlichen Produktivitätsgewinn auf magere vier Prozent.

Dabei sind die Vorteile höchst ungleich verteilt. Große Unternehmen mit starker IT-Infrastruktur profitieren deutlich mehr als kleine und mittlere Betriebe. Die Gefahr: Die Schere zwischen den Firmen geht weiter auf.

Mehr Stress statt Entlastung

Arbeitspsychologen warnen vor negativen Begleiterscheinungen. Eine Studie aus Berkeley kommt zu einem überraschenden Ergebnis. Generative KI verdichtet oft die Arbeit, statt sie zu erleichtern.

Mitarbeiter arbeiten schneller, übernehmen mehr Aufgaben und verlängern sogar ihren Arbeitstag. Die Folge ist erhöhter Stress. Hinzu kommt sogenannter „Workslop“ – unbrauchbare KI-Ergebnisse, deren Korrektur die erhofften Zeitgewinne zunichtemacht.

Warum die Technologie allein nicht reicht

Führende Softwareanbieter wie Microsoft und Adobe setzen dennoch voll auf KI. Ihre Botschaft für 2026: Intelligente Assistenten sollen repetitive Aufgaben automatisieren und Raum für Kreativität schaffen.

Doch Analysten betonen, dass Technologie allein nicht genügt. Wer KI nur auf alte Prozesse „aufstülpt“, wird scheitern. Der Schlüssel liegt in der Integration und der Qualifikation der Mitarbeiter. Sie müssen lernen, KI-Ergebnisse kritisch zu bewerten.

Die lange Durststrecke der KI-Investitionen

Experten wie Erik Brynjolfsson von der Stanford University vergleichen die aktuelle Phase mit einer „Produktivitäts-J-Kurve“. Hohe Anfangsinvestitionen in Technik und Schulungen führen zunächst zu einem Produktivitätsabfall.

Erst danach setzen die positiven Effekte ein. Neue US-Wirtschaftsdaten könnten ein Signal sein: Vielleicht ist die Talsohle jetzt durchschritten. Die Ernte der milliardenschweren KI-Investitionen würde dann endlich beginnen.

Ein Marathon statt eines Sprints

Für 2026 zeichnet sich ein klares Bild ab. Die reine Effizienzsteigerung rückt in den Hintergrund. Unternehmen müssen ihre gesamte Kultur anpassen, um KI nachhaltig zu nutzen.

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Die Fähigkeit, KI-Werkzeuge klug einzusetzen, wird zur Schlüsselkompetenz. Es geht nicht mehr darum, schneller zu arbeiten. Sondern darum, intelligenter zu arbeiten und Freiräume für das zu schaffen, was Menschen wirklich gut können: kreatives und strategisches Denken.

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