KI-Bluttests, Diabetes-Risiko

KI-Bluttests erkennt Diabetes-Risiko Jahre früher

31.01.2026 - 03:39:12

Forscher des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) haben eine KI-gestützte Methode entwickelt, die das Risiko für Typ-2-Diabetes mit hoher Genauigkeit vorhersagt – Jahre vor herkömmlichen Blutzuckertests. Der Ansatz analysiert epigenetische Marker im Blut und könnte die Früherkennung revolutionieren.

Die aktuelle Diagnostik stützt sich auf Werte wie den Nüchternblutzucker oder den Langzeitwert HbA1c. Diese zeigen eine Stoffwechselstörung jedoch erst an, wenn sie bereits fortgeschritten ist. Das kritische Zeitfenster für wirksame Prävention ist dann oft schon geschlossen.

Bisherige Forschung hat gezeigt, dass sich Prädiabetes in mindestens sechs verschiedene Risikogruppen einteilen lässt. Die Zuordnung zu diesen Clustern war jedoch aufwendig und für die breite Versorgung unpraktikabel.

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Epigenetischer Fingerabdruck im Blut

Die neue Methode setzt hier an. Sie analysiert epigenetische Veränderungen – konkret die DNA-Methylierung. Diese Marker steuern wie Schalter die Aktivität unserer Gene und werden stark von Lebensstilfaktoren beeinflusst.

Sie verändern sich oft schon lange, bevor die Krankheit ausbricht. Frühere Studien wiesen diese Veränderungen in Blutzellen nach, was die Grundlage für einen einfachen Bluttest legte.

KI findet Muster mit 90 Prozent Trefferquote

Der Durchbruch gelang durch die Kombination von Blutanalysen mit künstlicher Intelligenz. In einer aktuellen Studie identifizierte ein KI-Algorithmus ein spezifisches Muster aus 1.557 epigenetischen Markern.

Anhand dieses „Fingerabdrucks“ ordnete die KI Personen mit einer Genauigkeit von etwa 90 Prozent den Hochrisiko-Clustern zu. Eine einfache Blutprobe könnte so künftig eine präzisere Risikobewertung liefern als alle Standardtests.

Paradigmenwechsel von Reaktion zu Prävention

Dieser Ansatz markiert einen Wechsel in der Vorsorge: Statt auf Symptome zu warten, ermöglicht er ein proaktives Eingreifen. Hochrisikopatienten könnten früh identifiziert und mit personalisierten Lebensstil-Maßnahmen unterstützt werden.

Ziel ist es, den Ausbruch von Diabetes zu verhindern oder zu verzögern und so auch Folgeerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Probleme zu reduzieren.

Vom Laborkonzept zum praxistauglichen Test

Bis zur klinischen Anwendung ist es jedoch noch ein weiter Weg. Die Forscher arbeiten nun daran, die Anzahl der notwendigen Marker zu reduzieren, ohne die Vorhersagekraft zu verlieren.

Langfristig ist die Entwicklung eines speziellen Analyse-Chips geplant. Ein solcher standardisierter Test könnte die aufwendige klinische Untersuchung ersetzen und die präventive Versorgung für Millionen Menschen grundlegend verändern.

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