KI-Betrüger zielen auf deutsche Urlauber
26.02.2026 - 07:09:15 | boerse-global.deEine neue Welle von KI-gestützten Reisebetrugsmaschen bedroht Verbraucher in Deutschland. Das geht aus einem aktuellen Bericht des Informationsdienstleisters Experian hervor. Kriminelle nutzen fortschrittliche KI-Tools, um Betrug professionell und in großem Stil zu automatisieren – genau zur Hochzeit der Urlaubsplanung.
Die neuen Methoden sind täuschend echt. Sie reichen von hyper-realistischen Fake-Webseiten bis zu personalisierten Angeboten und gefälschten Videoanrufen. Laut Experian berichten bereits 62 Prozent der deutschen Unternehmen von höheren Betrugsverlusten. 63 Prozent erwarten für 2026 eine weitere Zunahme der Angriffe.
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Betrug wird zur automatisierten Industrie
Die breite Verfügbarkeit generativer KI hat die Cyberkriminalität revolutioniert. Experten sprechen von einer "Industrialisierung" des Betrugs. KI-Systeme erstellen in Minuten perfekte Fälschungen von Buchungsportalen oder Hotelwebseiten.
Der Sicherheitschef von Booking.com warnte kürzlich vor einem Anstieg der Phishing-Betrügereien um 500 bis 900 Prozent seit der Einführung von Tools wie ChatGPT. Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor einer neuen Qualität dieser Angriffe, die gezielt Sicherheitsmechanismen umgehen.
Deepfakes und Fake-Ferienhäuser
Die Masche der Betrüger ist vielfältig. Eine gängige Methode sind gefälschte Angebote für Ferienunterkünfte auf Plattformen wie Airbnb. KI generiert dabei attraktive, nicht existierende Immobilien mit realistischen Bildern. Eine Studie zeigt: 61 Prozent der Befragten konnten KI-Bilder nicht von echten Fotos unterscheiden.
Immer häufiger kommen auch Deepfakes zum Einsatz. Betrüger imitieren die Stimme eines angeblichen Hotelmitarbeiters, um per Telefon Kreditkartendaten abzufragen. In sozialen Medien werben sogar komplett digitale KI-Avatare für Fake-Reiseunternehmen.
Smartphones im Visier der Kriminellen
Ein besonderer Fokus liegt auf mobilen Geräten. Hier warnen Experten vor "Smishing" (Phishing per SMS) und "Quishing" (Phishing über QR-Codes). Eine gefälschte Buchungs-SMS mit Link kann direkt zur Betrugsseite führen.
Diese mobilen Angriffe sind heimtückisch: Die verkürzte URL-Anzeige in Browsern macht das Erkennen von Fälschungen fast unmöglich. Nutzer sind unterwegs oft unachtsamer – ein gefundenes Fressen für Kriminelle.
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Eine Gefahr für die gesamte Wirtschaft
Die Bedrohung beschränkt sich nicht auf die Reisebranche. Europäische Finanzaufsichtsbehörden, darunter die deutsche BaFin, warnen ebenfalls vor dem wachsenden Risiko durch KI bei Finanzbetrug. Die einfache Zugänglichkeit der Tools senkt die Einstiegshürden für Kriminelle drastisch.
Branchenverbände wie der Deutsche Reiseverband (DRV) passen ihre Schutzsysteme an. Der Druck auf Unternehmen wächst: 74 Prozent der deutschen Firmen planen laut Experian Investitionen in passive Betrugsprüfungen wie Verhaltensanalysen.
Doch der Mensch bleibt das schwächste Glied. Die Professionalisierung der Angriffe macht es für Verbraucher immer schwieriger, Betrug zu erkennen. Wie können sich Reisende schützen?
So erkennen Sie KI-Betrug
Experten raten zu gesunder Skepsis und konkreten Checks. Unrealistische Schnäppchen bei Luxusreisen sind ein klassisches Warnsignal. Klicken Sie nie auf Links in verdächtigen E-Mails, sondern geben Sie die Webadresse immer manuell ein.
Nutzen Sie sichere Zahlungsmethoden mit Käuferschutz und vermeiden Sie direkte Überweisungen. Tools wie die Google-Bildersuche entlarven gestohlene Fotos von Ferienhäusern. Und am Telefon gilt: Bei dubiosen Anfragen einfach auflegen und bei der offiziellen Nummer zurückrufen.
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