KI-Betrüger überrollen Deutschland mit perfekten Phishing-Nachrichten
25.02.2026 - 06:21:58 | boerse-global.deEine neue Welle von KI-generierten Betrugsversuchen setzt Bankkunden in Deutschland unter Druck. Verbraucherschützer und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnen eindringlich vor perfekt gefälschten Phishing- und Smishing-Nachrichten. Diese zielen gezielt auf Zugangsdaten für Online-Banking und Kreditkarten ab – und sind kaum noch von echter Bankkommunikation zu unterscheiden.
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KI macht Betrugsmails perfekt
Die Zeiten, in denen man Phishing an schlechter Rechtschreibung erkannte, sind vorbei. Cyberkriminelle nutzen fortschrittliche Sprach-KI, um massenhaft einwandfreie, personalisierte Nachrichten zu generieren. Diese imitieren den Tonfall von Banken oder Behörden täuschend echt. Traditionelle Spam-Filter stoßen bei diesen polymorphen Angriffen an ihre Grenzen. Für Nutzer wird es extrem schwer, Fälschungen zu erkennen.
Smishing: Das Smartphone als Einfallstor
Die Angriffe konzentrieren sich stark auf mobile Geräte. Beim „Smishing“ locken SMS mit Vorwänden wie angeblichen Kontosperrungen zum Klicken auf betrügerische Links. Die Verbraucherzentrale warnt aktuell vor einer Kampagne im Namen der „easybank“, die unter Berufung auf EU-Vorgaben zur Datenbestätigung auffordert. Eine andere Masche zielt auf Commerzbank-Kunden ab, die ihre photoTAN-Registrierung bestätigen sollen.
Parallel gewinnt „Quishing“ an Bedeutung: Hier versenden Betrüger QR-Codes in E-Mails. Scannt man sie mit dem Smartphone, landet man direkt auf gefälschten Seiten und umgeht so PC-Sicherheitsfilter.
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Gestohlene Daten als Glaubwürdigkeits-Turbo
Die hohe Überzeugungskraft der Nachrichten speist sich aus massiven Datenlecks. Kriminelle nutzen Informationen aus früheren Hacks – wie dem Leck beim französischen Kontenregister FICOBA – für ihre Personalisierung. Enthält eine SMS plötzlich korrekte Namen, Adressen oder Teile der IBAN, sinkt die natürliche Skepsis der Empfänger. Diese gestohlenen Datensätze sind der Treibstoff für zielgenaue Social-Engineering-Angriffe.
So schützen Sie sich wirksam
Trotz der Raffinesse gibt es klare Schutzregeln. Seriöse Banken fordern niemals per E-Mail oder SMS auf, Passwörter, PINs oder TANs über einen Link einzugeben. Ignorieren und löschen Sie solche Aufforderungen. Prüfen Sie Ihr Konto ausschließlich über die offizielle Banking-App oder die manuell eingegebene Webadresse. Die Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) bietet eine entscheidende zusätzliche Sicherheitsebene.
Sind Sie auf einen Betrug hereingefallen? Dann sperren Sie umgehend den Online-Banking-Zugang und betroffene Karten bei Ihrer Bank und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
Ein digitales Wettrüsten
Die aktuelle Betrugswelle ist Teil eines technologischen Duells. Regulierungen wie PSD2 haben die Sicherheit erhöht, doch die Täter verlagern ihre Angriffe nun auf die Manipulation der Nutzer. Die einfache Verfügbarkeit anonymer SMS-Gateways macht es Betrügern leicht, zehntausende Nachrichten mit minimalem Risiko zu versenden. Dies erschüttert das Vertrauen in digitale Kommunikation nachhaltig.
Experten erwarten eine weitere Verschärfung. Künftig könnten sogar Deepfake-Anrufe mit gefälschten Stimmen von Bankberatern dazukommen. Die wichtigste Verteidigungslinie bleibt die Wachsamkeit jedes Einzelnen.
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