KI-Betrüger, Smartphones

KI-Betrüger überfallen Smartphones mit neuen Tricks

16.01.2026 - 06:14:12

Kriminelle setzen auf raffinierte Methoden wie Quishing und KI-gestützte Stimmenimitation, um Nutzer zu täuschen. Polizei und Experten warnen vor dem Anstieg und geben konkrete Schutzmaßnahmen.

Eine neue Welle raffinierter Betrugsmaschen überschwemmt deutsche Smartphones. Kriminelle kombinieren künstliche Intelligenz mit klassischem Phishing und setzen auf gefälschte QR-Codes sowie täuschend echte Stimmenklone. Polizei und Verbraucherschützer warnen vor einem deutlichen Anstieg der Fälle.

Quishing: Der böse Zwilling des QR-Codes

Die Methode heißt Quishing – eine Mischung aus QR-Code und Phishing. Betrüger platzieren manipulierte Codes an Parkautomaten, E-Ladesäulen oder in gefälschten Paketbenachrichtigungen. Wer sie scannt, landet auf perfekt nachgemachten Webseiten und soll dort Bankdaten preisgeben.

Die Gefahr ist unsichtbar: Die schädliche URL verbirgt sich hinter dem Pixelmuster. Neuere Tricks machen es noch schwerer:
* Kriminelle teilen einen bösartigen Code in zwei separate Bilder auf.
* Sie verschachteln den schädlichen Code in einem harmlosen.

Für Sicherheitssoftware und das menschliche Auge wird die Falle so fast unmöglich rechtzeitig zu erkennen.

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Der Enkeltrick 2.0: KI klont Stimmen täuschend echt

Eine besonders perfide Entwicklung betrifft den klassischen Enkeltrick. Kriminelle nutzen KI-Software, um Stimmen von Familienmitgliedern zu klonen. Oft genügen dafür kurze Audio-Schnipsel aus sozialen Medien.

Das Opfer erhält dann einen Anruf der vermeintlichen Tochter oder des Enkels – in akuter Notlage und dringend auf Geld angewiesen. Laut einer McAfee-Umfrage hat bereits ein Viertel der Menschen weltweit so einen Betrugsanruf erlebt oder kennt ein Opfer.

Die Polizei rät: Bei unerwarteten Geldforderungen am Telefon sofort auflegen. Verifizieren Sie die Geschichte, indem Sie die Person über eine bekannte, alte Nummer zurückrufen.

Smishing und Phishing: Die altbekannte Gefahr in neuem Gewand

Parallel zu den neuen Methoden fluten weiterhin klassische Betrugs-SMS und -Mails die Handys. Aktuell kursieren gefälschte Nachrichten von angeblichen Banken, Paketdiensten oder sogar dem Finanzministerium.

Der Vorwand ist immer derselbe: Druck. Ob angebliche Konto-Sperrung, nicht zugestelltes Paket oder drohende Pfändung – das Ziel ist, dass Sie auf einen Link klicken. Auch Phishing-Mails im Namen von PayPal, Spotify oder Disney+ haben durch KI-Textgeneratoren eine täuschend echte sprachliche Qualität erreicht.

So schützen Sie sich vor den neuen Angriffen

Angesichts der raffinierteren Methoden sind grundlegende Vorsichtsmaßnahmen entscheidend:
* Klicken Sie nie auf Links in unerwarteten Nachrichten.
* Geben Sie niemals persönliche Daten oder Passwörter preis.
* Seien Sie extrem misstrauisch bei allen Geldforderungen per Telefon oder Nachricht.
* Aktivieren Sie eine Drittanbietersperre bei Ihrem Mobilfunkanbieter.

Sicherheitsexperten erwarten, dass KI-gestützte Angriffe weiter zunehmen. Zwar arbeiten Hersteller wie Google und Apple an besseren Schutzmechanismen in ihren Betriebssystemen. Der wichtigste Schutzschild bleibt aber die eigene Wachsamkeit.

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