KI-Apps, Nutzer

KI-Apps entkleiden Nutzer – trotz Apple- und Google-Kontrollen

01.02.2026 - 07:53:11

Sogenannte Nudify-Apps nutzen Künstliche Intelligenz, um Personen ohne Einwilligung zu entkleiden, stellen eine massive Bedrohung der Privatsphäre dar und umgehen Sicherheitschecks der Stores.

Eine neue Welle von Smartphone-Apps nutzt Künstliche Intelligenz, um Personen auf Fotos ohne deren Einwilligung zu entkleiden. Sicherheitsexperten schlagen Alarm: Diese „Nudify“-Anwendungen untergraben die Schutzvorkehrungen der offiziellen App-Stores und stellen eine massive Bedrohung der Privatsphäre dar.

Die Apps tarnen sich oft als harmlose Bildbearbeitungstools. Im Hintergrund generieren sie jedoch täuschend echte, gefälschte Nacktbilder. Das Missbrauchspotenzial reicht von Cybermobbing bis zur Erpressung. Trotz Gegenmaßnahmen der Plattformbetreiber schaffen es diese Apps immer wieder in die Stores.

So tricksen die Apps die Stores aus

Die Entwickler umgehen die Sicherheitschecks mit ausgeklügelten Methoden. Oft wird die schädliche KI-Funktion erst nach der Installation per Update aktiviert. Zunächst sehen die Apps aus wie normale Foto-Tools – und passieren so die automatisierten und menschlichen Kontrollen.

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  • Der Google Play Store gilt aufgrund seines offeneren Systems als anfälliger.
  • Doch auch im strengeren Apple App Store tauchen solche Anwendungen auf.

Ein weiteres Problem: Viele dieser Apps weisen gravierende Sicherheitslücken auf. Falsch konfigurierte Server können persönliche Daten und hochgeladene Bilder für jeden im Internet zugänglich machen.

Von Erpressung bis Datenklau: Die echten Gefahren

Die Risiken sind vielfältig und schwerwiegend. Die erstellten Deepfakes werden für „Sextortion“ genutzt, bei der Opfer mit der Veröffentlichung erpresst werden.

Darüber hinaus sind die Apps oft ein Einfallstor für weitere Bedrohungen:
* Sie fordern übermäßige Berechtigungen für Kontakte, Nachrichten und Standort.
* Versteckte Abos und aggressive Werbung verursachen finanzielle Schäden.

Die Technologie dahinter wird immer zugänglicher. Experten warnen vor einer Demokratisierung des Missbrauchs.

Katz-und-Maus-Spiel: Plattformen in der Defensive

Apple und Google verbessern ihre Sicherheitsprozesse ständig. Sie kombinieren KI-Scans mit manuellen Prüfungen und entfernen schädliche Apps. Doch es ist ein Wettlauf gegen die Zeit.

Sobald eine App gelöscht wird, erscheinen oft leicht veränderte Kopien. Die schiere Menge an täglichen Neueinreichungen macht eine lückenlose Kontrolle unmöglich. Der Spagat zwischen offenem Ökosystem und maximaler Sicherheit bleibt eine Riesenherausforderung.

Was Nutzer jetzt tun können

Angesichts der wachsenden Bedrohung liegt ein Teil der Verantwortung bei den Nutzern selbst. Diese Schritte erhöhen den Schutz:

  • Bewertungen prüfen: Vor dem Download die Rezensionen lesen. Viele Warnungen sind ein klares Alarmsignal.
  • Berechtigungen hinterfragen: Warum will eine Foto-App Zugriff auf Kontakte oder SMS?
  • Sensible Daten schützen: Keine persönlichen Informationen in verdächtigen Apps eingeben.
  • Software aktuell halten: Regelmäßige Updates für Betriebssystem und Apps installieren.

Ein gesundes Misstrauen gegenüber Apps mit allzu verlockenden Versprechen ist die beste Verteidigung.

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