KI-Agenten revolutionieren mobile Arbeit
03.01.2026 - 11:25:12KI wird zum aktiven Arbeitspartner: Google, Microsoft und Notion haben diese Woche den Übergang von generativer zu agentischer KI eingeläutet. Die neuen Systeme handeln selbstständig – und verändern damit die mobile Arbeit auf 5G-Geräten grundlegend.
Google kontrolliert Apples KI in eigenen Apps
Der Tech-Riese verschärft den Ton im Ökosystem-Krieg. Seit Freitag können Administratoren von Google Workspace entscheiden, ob die hauseigenen KI-Tools von Apple in Google-Apps auf iPhones überhaupt funktionieren. Konkret betrifft dies Funktionen wie Korrekturlesen oder Zusammenfassen in Docs, Sheets und Slides.
Hintergrund ist ein wachsendes Spannungsfeld: Immer leistungsfähigere 5G-Smartphones können KI-Modelle lokal ausführen. Doch für Unternehmen birgt das Risiken. Sensible Firmendaten könnten so außerhalb der kontrollierten Cloud-Umgebung verarbeitet werden. Googles neuer Schalter stellt sicher, dass die Datenhoheit bei den IT-Abteilungen bleibt – nicht bei Apple.
Diese Machtdemonstration folgt einer klaren Strategie. Bereits Ende Dezember hatte Google „Data Tables“ für NotebookLM eingeführt, eine Funktion zur Strukturierung ungeordneter Informationen. Die Botschaft: Google will nicht nur Daten speichern, sondern sie für mobile Nutzer unmittelbar nutzbar machen.
Viele Unternehmen unterschätzen die neuen Pflichten rund um autonome KI‑Agenten – gerade wenn Modelle lokal auf 5G‑Geräten laufen. Die EU‑Regelungen verlangen Kennzeichnung, Risikobewertung und umfangreiche Dokumentation; sonst drohen Sanktionen. Unser kostenloser Umsetzungsleitfaden fasst die KI‑Verordnung kompakt zusammen, erklärt, welche Schritte IT‑Abteilungen jetzt sofort umsetzen sollten, und enthält Beispiele für Copilot‑ und Notion‑Agent‑Szenarien sowie Checklisten und Risikoklassen. Jetzt kostenlosen KI‑Leitfaden herunterladen
Notion und Microsoft setzen auf autonome Helfer
Während Google Kontrolle ausübt, treiben andere die Fähigkeiten der KI voran. Notion Agent und Microsofts Copilot entwickeln sich von textbasierten Assistenten zu eigenständigen Arbeitskräften.
Der Notion Agent durchsucht mittlerweile nicht nur Notizen, sondern auch Kalender, Seitenkommentare und sogar private Slack-Nachrichten. Bittet ein Nutzer auf seinem 5G-Tablet um einen Projektstatus, erstellt der Agent automatisch einen Bericht aus allen verfügbaren Quellen. Aus passiven Sammlern werden aktive Analysten.
Microsoft geht noch einen Schritt weiter. Mit Funktionen wie Work IQ und Agent 365 soll Copilot das operative Umfeld ganzer Teams verstehen. Die Vision: Sprachgesteuerte Interaktion über 5G, die E-Mails verwaltet und Meetings plant – ohne dass der Nutzer tippen muss. Besonders für Außendienstmitarbeiter könnte dies den Verwaltungsaufwand drastisch reduzieren.
Aus für Chatbots: Microsoft schließt WhatsApp-Brücke
Eine Ära geht zu Ende. Ab dem 15. Januar 2026 wird Microsoft seinen KI-Assistenten Copilot aus WhatsApp und anderen Messengern entfernen. Nutzer müssen auf die dedizierte Copilot-App wechseln. Diese Deadline markiert das Ende des „Chatbot-Zeitalters“, in dem KI nur ein nettes Add-on in bestehenden Apps war.
Der Grund ist technischer Natur. Funktionen wie Copilot Voice und Copilot Vision benötigen die volle Bandbreite und niedrige Latenz von 5G-Netzen. In den engen Protokollen von Dritt-Apps waren sie nicht realisierbar. Microsoft zwingt seine Nutzer damit in eine sichere, leistungsfähige Umgebung – und sichert sich gleichzeitig die volle Kontrolle über die Nutzererfahrung.
Betroffene sollten ihre Chat-Verläufe jetzt exportieren. Ein automatischer Transfer zwischen den Plattformen ist nicht vorgesehen.
Datenflut zwingt zu neuen Sicherheitskonzepten
Die Entwicklungen der letzten 72 Stunden zeigen einen fundamentalen Wandel. Standen 2024 und 2025 noch das Generieren von Texten und Bildern im Vordergrund, geht es 2026 um Verlässlichkeit, Governance und autonomes Handeln.
Analysten deuten Googles Schritt als defensive Maßnahme. Man fürchtet den „Datenabfluss“ zu konkurrierenden KI-Modellen. Gleichzeitig stellt das exponentielle Wachstum KI-generierter Daten – der sogenannte „Gemini-Effekt“ – IT-Abteilungen vor völlig neue Herausforderungen. Aus Technik-Supportern werden „Datengardisten“, die automatisierte Berechtigungs- und Sicherheitsprotokolle verwalten müssen. Manuelle Kontrolle ist angesichts der Geschwindigkeit nicht mehr möglich.
Der Kampf um die KI-Oberfläche beginnt
Der Januar 2026 dürfte weitere Konflikte bringen. Mit der unmittelbar bevorstehenden Consumer Electronics Show (CES) werden Hardware-Hersteller voraussichtlich 5G-Geräte präsentieren, die speziell auf „always-on“-KI-Agenten optimiert sind.
Die eigentliche Schlacht wird jedoch auf einer anderen Ebene geschlagen: Wer kontrolliert die primäre KI-Schnittstelle des Nutzers? Hardware-Hersteller wie Apple und Samsung liefern sich ein Ringen mit Service-Anbietern wie Google und Microsoft. Das nächste Ziel ist die „app-lose“ Erfahrung – eine KI, die Aufgaben über verschiedene Dienste hinweg erledigt, ohne dass der Nutzer einzelne Apps öffnen muss. Realisierbar wird dies nur durch die niedrige Latenz und hohe Verfügbarkeit ausgereifter 5G-Netze.
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