KI-Agenten, Unternehmenssoftware

KI-Agenten revolutionieren die Unternehmenssoftware

04.01.2026 - 03:30:12

KI wird zum aktiven Mitarbeiter: Auf der CES in Las Vegas zeigt sich, dass autonome digitale Agenten die Geschäftswelt grundlegend verändern. Führende Softwarekonzerne setzen auf Systeme, die eigenständig komplexe Arbeitsabläufe steuern.

Die Ära passiver KI-Assistenten ist vorbei. Statt nur Texte zusammenzufassen, schlagen die neuen Agentic AI-Systeme eigenständig Lösungen vor, führen sie aus und überprüfen das Ergebnis. Diese Entwicklung ist längst keine Zukunftsvision mehr, sondern betriebliche Realität.

Ein Vorreiter ist Salesforce mit seiner Plattform Agentforce. Analysen vom 1. Januar zeigen ein beeindruckendes Wachstum: Das jährlich wiederkehrende Umsatzvolumen (ARR) stieg um etwa 330 Prozent. Die Plattform verarbeitete über 3,2 Billionen Tokens. Ein Bericht von Forbes prognostiziert, dass solche Agenten bis Ende 2026 bei Vorreiterunternehmen bereits komplette Logistik- und Produktionsketten steuern werden – in Echtzeit.

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Sicherheit wird zur zentralen Herausforderung

Mit mehr Autonomie der KI wächst das Sicherheitsrisiko. Die Angriffsfläche für Unternehmen vergrößert sich exponentiell, wenn digitale Agenten mit immer mehr Systemen interagieren. Dies treibt eine massive Konsolidierung im Markt voran.

ServiceNow positioniert sich mit einer klaren Strategie als zentrale Schaltstelle. Nach der Übernahme des Cybersicherheitsanbieters Armis für 7,75 Milliarden Euro im Dezember will das Unternehmen IT-Betrieb und Sicherheit in einer KI-gesteuerten Architektur vereinen. Die Vertragsverlängerung von CEO Bill McDermott bis 2030 unterstreicht diesen langfristigen Kurs.

Fragmentierung und Kosten bremsen die Produktivität

Die Flut spezialisierter KI-Modelle hat ein neues Problem geschaffen: Zersplitterung. Unternehmen müssen zwischen zahlreichen Tools wechseln, was ineffizient ist. Das Start-up Skywork aus San Francisco reagierte am 2. Januar mit einer „KI-Modell-Aggregations-Plattform“. Sie ermöglicht den Zugriff auf führende Modelle wie GPT-4 und Claude in einer einzigen Arbeitsumgebung.

Gleichzeitig passen etablierte Anbieter ihre Preismodelle an, um Kunden in unsicheren Zeiten zu halten. SAP strich zum 1. Januar geplante Preiserhöhungen für Wartungsverträge seiner On-Premise-Lösung „Business One“. Das Unternehmen erkennt, dass es Kostensicherheit bieten muss, während Kunden den teuren Übergang zu Cloud- und KI-Systemen bewältigen.

Microsoft zieht sich in eigene Ökosysteme zurück

Auch Microsoft passt seine KI-Strategie an. Ab dem 15. Januar wird die Copilot-Integration in WhatsApp eingestellt. Grund sind geänderte Plattformrichtlinien des Messengerdienstes. Microsoft konzentriert sich stattdessen auf seine eigenen Apps und das Windows-Betriebssystem.

Dort rollt der Konzern tiefere Sprachintegrationen aus. Nutzer können ihren PC künftig per „Hey Copilot“ steuern. Die KI soll so zu einem nahtlosen, allgegenwärtigen Bestandteil des Systems werden – und nicht nur ein Chatfenster bleiben.

Hardware für die KI-Ära steht im Fokus

Auf der CES 2026 in Las Vegas rückt nun die Hardware in den Mittelpunkt. Tech-Analysten erwarten eine Flut von Ankündigungen zu „KI-PCs“. Diese Laptops und Workstations verfügen über leistungsstarke neuronale Prozessoreinheiten (NPUs), die Agenten-Workloads lokal ausführen können.

Praktische Anwendungen ersetzen zunehmend leere Versprechungen. Unternehmen wie LG und junge Start-ups wollen Hardware vorstellen, die auf den „Always-On“-Betrieb von KI-Agenten optimiert ist. Die Botschaft der ersten Woche 2026 ist klar: Die Experimentierphase ist vorbei. Es geht jetzt um den Einsatz, die Kontrolle und den konkreten Produktivitätsgewinn durch die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine.

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