KI-Agenten revolutionieren die Geschäftsprozesse
18.02.2026 - 07:31:12 | boerse-global.deIntelligente KI-Systeme übernehmen zunehmend komplexe Arbeitsabläufe und beschleunigen die digitale Transformation in Unternehmen.
Mehrere Technologiekonzerne haben diese Woche eine neue Generation autonomer KI-Agenten für die Geschäftswelt vorgestellt. Diese Systeme markieren einen Wendepunkt: Künstliche Intelligenz agiert nicht mehr nur als assistierendes Tool, sondern übernimmt aktiv die Steuerung kritischer Geschäftsprozesse. Für deutsche Unternehmen bedeutet dies die Chance auf massive Produktivitätsgewinne – und den Druck, bei der Integration Schritt zu halten.
Quest Software automatisiert die Datenfabrik
Den Auftakt machte Quest Software am 17. Februar mit seiner „Trusted Data Management Platform“. Das Herzstück der SaaS-Lösung ist eine vollautomatisierte „Data Product Factory“. Diese erzeugt auf Basis natürlicher Spracheingaben sofort einsatzbereite Datenprodukte für Analysen und KI-Modelle.
Das System vereint fünf Kernfunktionen: Datenmodellierung, Katalogisierung, Governance, Qualitätssicherung und einen Datenmarktplatz. Laut Quest können Unternehmen so Daten bis zu 54 Prozent schneller bereitstellen und bis zu 40 Prozent der Kosten einsparen. Die Plattform adressiert damit ein zentrales Problem vieler KI-Projekte: den Mangel an verlässlichen, hochwertigen Datenmengen.
„Viele Firmen scheitern nicht an der KI-Technologie selbst, sondern an der Datenvorbereitung“, erklärt ein Brancheninsider. Die Automatisierung dieser aufwändigen Vorarbeit könnte insbesondere für deutsche Mittelständler den Einstieg in KI-Anwendungen erheblich erleichtern.
IBM setzt auf „agentische KI“ im Unternehmensalltag
Parallel kündigte IBM an, seine gesamte Enterprise-Software mit autonomen KI-Fähigkeiten auszustatten. Eine Schlüsselinnovation ist die Erweiterung von IBM Cognos Analytics: Ein integrierter Reporting Agent findet relevante Berichte, erstellt Zusammenfassungen und verteilt Erkenntnisse – alles per Sprachbefehl.
Ab März 2026 folgen spezialisierte Agenten für die Datenbank-Software Db2. Ein „Change Guard Agent“ korreliert beispielsweise Systemänderungen mit Performance-Daten, um Fehlerursachen schneller zu identifizieren. Andere Agenten optimieren automatisch Datenbankabfragen.
„Wir bauen keine generischen KI-Helfer, sondern gezielte Problemlöser für konkrete Geschäftsaufgaben“, betont ein IBM-Sprecher. Dieser pragmatische Ansatz könnte etablierten DAX-Konzernen den Weg weisen, wie sich KI gewinnbringend in bestehende IT-Landschaften integrieren lässt.
Vom KI-Feature zum autonomen Workflow
Die Ankündigungen sind Teil eines branchenweiten Trends. Unternehmen entwickeln ihre Software von Grund auf für KI – weg von isolierten Features, hin zu Plattformen, auf denen intelligente Agenten ganze Workflows eigenständig planen und ausführen.
Das zeigt auch das Beispiel Lean Solutions Group: Deren Logistik-Plattformen LeanTek AgentEdge und LeanTek Connect automatisieren nun komplexe Aufgaben wie Angebotserstellung, Tourenplanung und Disposition. Die KI wird zunehmend auf die spezifischen Anforderungen einzelner Branchen zugeschnitten.
Treiber dieser Entwicklung ist der wirtschaftliche Druck. Nach der Experimentierphase erwarten Unternehmen nun messbare Return on Investment von ihren KI-Projekten. SaaS-Anbieter reagieren, indem sie KI tiefer in ihre Produkte einbetten. Gleichzeitig entsteht ein neuer Wettbewerb durch KI-native Start-ups, der etablierte Softwarehersteller zum schnellen Handeln zwingt.
Was bedeutet das für die Arbeitswelt von morgen?
Die Integration autonomer KI-Systeme wird die Arbeitswelt fundamental verändern. Immer komplexere Geschäftsprozesse werden automatisiert, was zu erheblichen Produktivitätssprüngen führen dürfte. Einige Analysten prognostizieren bereits, dass sich große Softwareteams bis 2030 in kleinere, KI-gestützte Einheiten umwandeln werden.
Die nächste Herausforderung für Softwarekonzerne wird die Entwicklung umfassender Management-Plattformen sein. Diese müssen die wachsende Zahl autonomer KI-Agenten innerhalb eines Unternehmens orchestrieren, überwachen und steuern können. Wer hier sichere und effiziente Governance-Lösungen anbietet, dürfte einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil erlangen.
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