KfW, Export-Offensive

KfW setzt 2026 auf Export-Offensive für den Mittelstand

06.02.2026 - 23:34:12

Die KfW stellt ihre Förderung strategisch neu aus, um den deutschen Mittelstand mit maßgeschneiderter Finanzierung und Risikoabsicherung auf globalen Märkten zu stärken.

Die staatliche Förderbank KfW will dem deutschen Mittelstand den Weg auf die Weltmärkte ebnen. Mit einer strategischen Neuausrichtung soll das Gütesiegel „Made in Germany“ gestärkt werden.

Strategische Weichenstellung für mehr Wettbewerbskraft

In einer Zeit geopolitischer Unsicherheiten und neu geordneter Märkte stellt die KfW ihre Förderung neu auf. Das Ziel: Die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Mittelstands sichern und ausbauen. Der Vorstandsvorsitzende kündigte an, alles für ein Comeback von „Made in Germany“ zu tun. Dafür will die Bank inländische Förderung, Auslandsgeschäft und interne Abläufe kundenfreundlicher und schneller gestalten.

IPEX-Bank als Schlüssel für globale Projekte

Eine zentrale Rolle spielt die KfW IPEX-Bank. Sie ist für Export- und Projektfinanzierung zuständig und prüft neue Wachstumsfelder. Ihr Fokus liegt auf weltweiten Infrastruktur-, Klimaschutz- und Versorgungsprojekten. Diese schaffen nicht nur Absatzmärkte für deutsche Exporteure, sondern fördern gezielt die digitale und grüne Transformation der Unternehmen.

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Starke Basis nach Rekordjahr 2025

Die Export-Offensive baut auf einem erfolgreichen Jahr auf. 2025 erreichte das Neugeschäftsvolumen der KfW 98 Milliarden Euro. Das inländische Kerngeschäft wuchs um mehr als ein Drittel auf 61 Milliarden Euro. Diese starke Basis, getragen von Mittelstand, Privatkunden und Kommunen, bildet das Fundament für die internationale Expansion.

Rückenwind für KMU in schwierigem Umfeld

Für exportierende Mittelständler kommt die Initiative zur rechten Zeit. Viele Unternehmen sehen sich mit geopolitischen Spannungen, chinesischer Konkurrenz und Protektionismus konfrontiert. Eine KfW-Studie zeigte 2025 einen besorgniserregenden Trend: Immer mehr Mittelständler zogen sich aus dem Auslandsgeschäft zurück. Die KfW will diesen Trend nun umkehren. Durch maßgeschneiderte Finanzierungen und Risikoabsicherung soll deutschen Firmen der Markteintritt erleichtert werden.

Notwendige Antwort auf globale Herausforderungen

Die Neuausrichtung ist eine direkte Reaktion auf veränderte Weltwirtschaftsbedingungen. Der exportstarke deutsche Mittelstand leidet besonders unter Lieferkettenproblemen und politischer Instabilität. Die KfW-Initiative soll als stabilisierender Faktor wirken und das Vertrauen der Unternehmer in internationale Engagements stärken. Analysten bewerten den Schritt als notwendig, um die deutsche Wirtschaftskraft langfristig zu sichern.

Engere Begleitung und Fokus auf Zukunftsthemen

Mittelständische Unternehmen können 2026 auf eine intensivere Betreuung bei Exportvorhaben hoffen. Die KfW IPEX-Bank arbeitet an neuen, bedarfsgerechten Finanzierungsprodukten. Der Schwerpunkt wird klar auf Zukunftstechnologien und nachhaltigen Projekten liegen. Damit positioniert sich die KfW nicht nur als Finanzierer, sondern als strategischer Partner für die doppelte Transformation – grün und digital.

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