KfW bündelt Bauförderung in zwei Säulen
11.02.2026 - 22:18:12Die Bundesregierung reagiert auf die anhaltende Wohnungsbaukrise mit einer drastischen Vereinfachung der staatlichen Förderung. Die KfW wird ihre zahlreichen Programme in zwei übersichtliche Säulen bündeln: eine für den Neubau und eine für die Modernisierung von Bestandsimmobilien. Dieser Schritt soll Planungssicherheit zurückbringen – zu einem kritischen Zeitpunkt. Experten warnen, dass die Flaute im Neubau auch 2026 den Wohnungsmangel verschärfen und die Preise weiter treiben wird.
Die Baukrise hat tiefe Spuren hinterlassen
Eine toxische Mischung aus hohen Zinsen, explodierenden Baukosten und Fachkräftemangel hat den Sektor gelähmt. Die Folgen sind dramatisch:
* Prognosen für 2026 erwarten nur 175.000 bis 215.000 fertiggestellte Wohnungen.
* Das liegt weit unter dem alten Regierungsziel von 400.000 Einheiten pro Jahr.
* Die Bauzeiten haben sich extrem verlängert: Vom Antrag bis zur Schlüsselübergabe vergehen im Schnitt 26 Monate.
Die Krise führte zu einer brutalen Marktbereinigung. Bekannte Pleiten wie die der Project- oder Gerch-Gruppe erschütterten die Branche.
Ein neuer Impuls für mehr Planungssicherheit
Als direkte Antwort auf diese Probleme schafft die KfW jetzt Klarheit. Die bisherige Förder-Vielfalt wird bis Ende des Jahres auf zwei klare Basisprogramme reduziert: „Neubau“ und „Bestand/Modernisierung“. Ziel ist ein massiver Bürokratieabbau.
Die Hoffnung der Regierung: Eine verlässlichere Finanzierungsgrundlage soll Bauherren und Investoren wieder Mut für neue Projekte machen. Beliebte Programme wie „Klimafreundlicher Neubau“ laufen zunächst weiter, bevor sie in die neue Struktur überführt werden.
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Erste Lichtblicke am Horizont
Trotz der schwierigen Lage mehren sich vorsichtige Hoffnungssignale. Jüngste Daten vom Jahresanfang 2026 deuten auf eine Stabilisierung hin:
* Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe steigen seit Monaten wieder.
* Auch die Zahl der Baugenehmigungen zeigt eine leicht positive Tendenz.
* Die Stimmung in Branchenumfragen hellt sich langsam auf.
Kann das der Beginn einer Trendwende sein? Einige Wirtschaftsforscher prognostizieren für 2026 erstmals seit fünf Jahren wieder ein leichtes Wachstum in der Baubranche.
Vereinfachung allein reicht nicht aus
Experten begrüßen den Schritt der KfW als richtig, warnen aber vor zu viel Optimismus. Die Kernprobleme – hohe Kosten und komplexe Regularien – bleiben bestehen. Branchenverbände fordern weitere Maßnahmen:
* Staatliche Bürgschaften zur Risikoabsicherung für Bauträger.
* Eine konsequente Umsetzung des „Bau-Turbos“ für schnellere Genehmigungen.
* Eine Vereinfachung von Baustandards.
Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Talsohle durchschritten ist. Kurzfristig bleibt die Zahl fertiger Wohnungen aufgrund der langen Vorlaufzeiten niedrig. Die positiven Signale und die neue Förderlogik könnten ihre Wirkung aber ab Ende 2026 entfalten.
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