Kaufland, Umstrukturierung

Kaufland startet 2026 mit Umstrukturierung und neuen Filialen

20.02.2026 - 06:10:12 | boerse-global.de

Der Lebensmittelhändler reduziert seine Vertriebsregionen von sechs auf drei, um schneller zu agieren, und plant für 2026 weitere Markteröffnungen sowie die Modernisierung von bis zu 60 Filialen.

Kaufland schlankt seine Managementebenen ab und treibt die Expansion voran. Nach 20 neuen Märkten im vergangenen Jahr stehen für 2026 bereits weitere Neueröffnungen fest. Mit dieser Doppelstrategie will der Lebensmittelhändler seine Position im hart umkämpften deutschen Markt festigen.

Flachere Hierarchien für schnellere Entscheidungen

Anfang Februar leitete das Unternehmen eine umfassende interne Umstrukturierung ein. Der Kern: Die bisher sechs Vertriebsregionen werden auf drei schlagkräftige Einheiten – Nord, Ost und Süd – reduziert. Ziel ist es, Hierarchien abzubauen und die Kommunikation zwischen Zentrale und den über 780 Filialen zu beschleunigen.

Die Leitung der neuen Einheiten berichtet direkt an die Geschäftsleitung. Branchenbeobachter sehen darin eine notwendige Maßnahme, um agiler auf regionale Märkte reagieren zu können. Diese Effizienz soll den geplanten Expansionskurs operativ unterstützen.

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Branchenbeobachter sehen darin eine notwendige Maßnahme, um agiler auf regionale Märkte reagieren zu können. Diese Effizienz soll den geplanten Expansionskurs operativ unterstützen.

Neue Märkte in Berlin, Gelsenkirchen und Cuxhaven

Parallel zur internen Neuaufstellung wächst das Filialnetz weiter. Für dieses Jahr sind Neueröffnungen in Cuxhaven und Berlin sowie die erste Filiale in Gelsenkirchen fest eingeplant. Die Standortwahl folgt Kriterien wie Verkehrsanbindung und langfristigem Potenzial.

Damit setzt Kaufland den Kurs aus 2025 fort. Im vergangenen Jahr eröffnete der Händler 20 neue Märkte und erhöhte die Gesamtzahl auf über 790. Ein Wachstumstreiber bleibt die Integration ehemaliger Real-Standorte, die revitalisiert und modernisiert werden.

Modernisierungsoffensive für bestehende Filialen

Neben Neubauten investiert Kaufland massiv in sein bestehendes Netz. In diesem Jahr sollen bis zu 60 Standorte modernisiert werden – deutlich mehr als in den Vorjahren mit etwa 40 Filialen pro Jahr.

Im Fokus stehen ein besseres Einkaufserlebnis und mehr Frischekompetenz. Obst- und Gemüseabteilungen werden neugestaltet, Bedientheken modernisiert und Selbstbedienungskassen integriert. Gleichzeitig senken neue Kühlmöbel und Wärmerückgewinnungssysteme den Energieverbrauch spürbar.

Großflächenkonzept im harten Wettbewerb

Die Expansion findet in einem der intensivsten Märkte Europas statt. Kaufland setzt bewusst auf das Großflächenkonzept und das „One-Stop-Shopping“-Erlebnis für den Wocheneinkauf. Die Revitalisierung bestehender Immobilien, statt Neubau auf der grünen Wiese, verhindert Leerstand und ist städtebaulich von Vorteil.

Die aktuelle Umstrukturierung soll die Agilität für diese anspruchsvolle Doppelstrategie aus Wachstum und Modernisierung erhöhen. Mit flacheren Hierarchien will sich das Unternehmen besser aufgestellt, um flexibel auf Marktveränderungen zu reagieren und Chancen bei der Standortsuche schneller zu nutzen.

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