EQS-News: KAP AG SETZT NACH ERWARTET VERHALTENEM ERSTEN HALBJAHR 2026 IHREN RESTRUKTURIERUNGSKURS FORT (deutsch)
Veröffentlicht am: 28.08.2026 um 08:00 Uhr | dpa, AD HOC NEWSKAP AG SETZT NACH ERWARTET VERHALTENEM ERSTEN HALBJAHR 2026 IHREN RESTRUKTURIERUNGSKURS FORT
EQS-News: KAP AG / Schlagwort(e): Halbjahresbericht/Halbjahresergebnis
KAP AG SETZT NACH ERWARTET VERHALTENEM ERSTEN HALBJAHR 2026 IHREN
RESTRUKTURIERUNGSKURS FORT
28.08.2026 / 08:00 CET/CEST
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KAP AG SETZT NACH ERWARTET VERHALTENEM ERSTEN HALBJAHR 2026 IHREN
RESTRUKTURIERUNGSKURS FORT
* Umsatz sinkt in einem anspruchsvollen Marktumfeld um 4,6 % auf 133,2
Mio. EUR
* Geringere Auslastung lässt EBITDA um 10,6 % auf 13,5 Mio. EUR sinken
* Konzernergebnis nach Steuern mit -5,1 Mio. EUR weiterhin negativ
* Konkretisierte Prognose für 2026 bestätigt
Fulda, 28. August 2026 - Die KAP AG ("KAP"), eine börsennotierte,
mittelständische Industrieholding (WKN 620840, ISIN DE0006208408),
verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 in einem anspruchsvollen Marktumfeld
eine verhaltene Entwicklung und setzt ihren eingeschlagenen
Restrukturierungskurs konsequent fort. Ziel ist es dabei, mit einem
umfassenden Maßnahmenbündel die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen, um
die Rentabilität des KAP-Konzerns nachhaltig zu verbessern.
Ralph Rumberg, CEO/CRO der KAP AG: "Wir haben die Herausforderungen klar
analysiert und gehen sie mit unserem Restrukturierungskonzept nun konsequent
an. Dabei haben wir die Maßnahmen in klar umrissene Kategorien gegliedert:
Wir stärken unsere Vertriebsorganisationen und fokussieren uns auf die
Anforderungen unserer Kunden, passen unsere Produktionskapazitäten an die
tatsächliche Nachfrage an, steigern die Effizienz in unseren Werken und
verschlanken unsere Holdingstrukturen. Ergänzend wollen wir strukturelle
Maßnahmen umsetzen, um den Verschuldungsgrad schneller zu reduzieren als es
über operative Verbesserungen allein möglich wäre. Damit kommen wir unserem
Ziel näher, die Segmente auf ein stabiles, positives und für uns
zufriedenstellendes EBIT-Niveau zu bringen."
Entwicklung des KAP-Konzerns im ersten Halbjahr 2026
Die Umsatzerlöse des KAP-Konzerns sanken im ersten Halbjahr 2026 in einem
insbesondere im Automotive- und Industriesektor anspruchsvollen Marktumfeld
um 4,6 % auf 133,2 Mio. EUR (i. Vj. 139,6 Mio. EUR). Zusätzlich wirkten sich
die geopolitischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten nachteilig auf die
Nachfrage aus wichtigen Kundengruppen aus. Dies führte zu geringeren Abrufen
und ließ die Auslastung der vorhandenen Kapazitäten sinken. Von dieser
Entwicklung waren alle drei Segmente des KAP-Konzerns betroffen, wenngleich
in unterschiedlichem Ausmaß.
Das normalisierte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
("normalisiertes EBITDA") sank aufgrund der geringeren Kapazitätsauslastung
um 10,6 % auf 13,5 Mio. EUR (i. Vj. 15,1 Mio. EUR). Damit lag die
normalisierte EBITDA-Marge mit 10,1 % um 0,7 Prozentpunkte unter dem
Vorjahresniveau (i. Vj. 10,8 %). Infolge der zum Jahresende 2025
vorgenommenen Wertberichtigungen sanken die Abschreibungen deutlich auf 6,1
Mio. EUR (i. Vj. 11,3 Mio. EUR). Das normalisierte Betriebsergebnis,
definiert als normalisiertes Ergebnis vor Zinsen und Steuern
("normalisiertes EBIT"), verbesserte sich entsprechend auf 7,4 Mio. EUR (i.
Vj. 4,0 Mio. EUR). Damit erreichte die normalisierte EBIT-Marge 5,6 % nach
2,9 % im Vorjahreszeitraum. Das Konzernergebnis nach Steuern lag im ersten
Halbjahr 2026 insgesamt bei -5,1 Mio. EUR (i. Vj. -9,5 Mio. EUR).
Heterogene Entwicklung in den Segmenten
Im Segment engineered products beeinflusste die schwächere Nachfrage
wichtiger Kundengruppen die Entwicklung im ersten Halbjahr 2026. Trotz des
herausfordernden Marktumfelds gelang es, in einzelnen Regionen und in
einzelnen Kundengruppen ein Mengenwachstum zu erzielen - insbesondere der
chinesische Standort in Suzhou entwickelte sich weiterhin positiv. Jedoch
konnten die negativen Effekte aus der schwachen Entwicklung im
Automotive-Sektor nicht vollständig ausgeglichen werden. Die Umsatzerlöse
sanken um 1,3 % auf 52,6 Mio. EUR. Die kontinuierliche
Produktionsverlagerung von den europäischen Hochlohnländern an die
bestehenden asiatischen Standorte wirkte sich ebenso positiv aus wie
Restrukturierungsmaßnahmen, die sukzessive greifen. Das normalisierte EBITDA
stieg entsprechend um 23,5 % auf 4,2 Mio. EUR. Die normalisierte
EBITDA-Marge verbesserte sich damit um 1,6 Prozentpunkte auf 8,0 %. Das
normalisierte EBIT wuchs aufgrund deutlich gesunkener Abschreibungen um 46,7
% auf 2,2 Mio. EUR, und die normalisierte EBIT-Marge stieg um 1,4
Prozentpunkte auf 4,2 %.
Im Segment flexible films entwickelte sich die Kundennachfrage nach
qualitativ hochwertigen Poolfolien im ersten Halbjahr 2026 insgesamt
zufriedenstellend. Schwächer als erwartet fiel jedoch das Geschäft mit
Laminaten aus, die unter anderem in der Bauindustrie verwendet werden. Die
Umsatzerlöse gingen entsprechend um 1,2 % auf 55,6 Mio. EUR zurück. Die
gestiegenen Energiekosten sowie die deutliche Aufwertung des israelischen
Schekels ließen das normalisierte EBITDA um 10,3 % auf 10,5 Mio. EUR sinken,
sodass sich die normalisierte EBITDA-Marge um 1,9 Prozentpunkte auf 18,9 %
verringerte. Das normalisierte EBIT lag mit 7,9 Mio. EUR um 10,2 % unter dem
Vorjahresniveau, die normalisierte EBIT-Marge sank um 1,4 Prozentpunkte auf
14,2 %.
Im Segment surface technologies war die Entwicklung im ersten Halbjahr 2026
von einer schwachen Nachfrage wichtiger Kundengruppen geprägt. Der Druck auf
das bestehende Geschäft blieb hoch. Die Umsatzerlöse sanken in diesem hart
umkämpften Marktumfeld um 15,2 % auf 25,2 Mio. EUR. Dabei ist auch zu
berücksichtigen, dass das zum 31. Dezember 2025 geschlossene Werk in Leisnig
im Vorjahreszeitraum noch 1,4 Mio. EUR zum Segmentumsatz beitrug. Die ersten
positiven Effekte aus den Kapazitätsanpassungen und der Reduzierung der
Kostenstrukturen konnten die Energie- und Rohstoffpreissteigerungen jedoch
nicht ausgleichen. Die bestehende Unterauslastung der Produktionslinien
führte zu einem Rückgang des normalisierten EBITDA um 58,8 % auf 0,7 Mio.
EUR. Das normalisierte EBIT verbesserte sich um 86,7 % auf -0,6 Mio. EUR,
was vor allem auf deutlich gesunkene Abschreibungen zurückzuführen ist. Die
normalisierte EBIT-Marge erhöhte sich um 12,8 Prozentpunkte auf -2,4 %.
Konkretisierte Prognose für das Geschäftsjahr 2026 bestätigt
Für das Geschäftsjahr 2026 geht der Vorstand von einem weiterhin
herausfordernden Marktumfeld aus, dem sich der KAP-Konzern nicht entziehen
kann. Vor diesem Hintergrund bestätigt der Vorstand die Prognose für das
Gesamtjahr mit einem Umsatz zwischen 230,0 Mio. EUR und 250,0 Mio. EUR sowie
einem normalisierten EBITDA zwischen 19,0 Mio. EUR und 23,0 Mio. EUR, wobei
angesichts der gestiegenen Energiekosten sowie negativer Währungseffekte
sowohl Umsatz als auch normalisiertes EBITDA derzeit am unteren Ende der
jeweiligen Prognosebandbreiten erwartet werden.
Der vollständige Halbjahresbericht 2026 steht auf der Website der KAP AG zum
Download bereit.
Kontakt:
KAP AG
Kai Knitter
Head of Investor Relations & Corporate Communications
investorrelations@kap.de
+49 661 103 327
Über die KAP AG
Die KAP AG ist eine börsennotierte Industrieholding im gehobenen Mittelstand
und konzentriert sich dabei aktuell auf drei Kernsegmente: flexible films,
engineered products und surface technologies. Derzeit ist KAP mit 17
Standorten und rund 1.500 Mitarbeitern in zehn Ländern präsent. Mit einem
aktiven Beteiligungsmanagement konzentriert sich KAP darauf, das bestehende
Portfolio kontinuierlich zu optimieren und Wertsteigerungen zu schaffen.
Dabei bleiben die individuellen Stärken und Identitäten der erfolgreich am
Markt agierenden Unternehmen gewahrt. Die Aktien der KAP AG notieren im
Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (General Standard, ISIN
DE0006208408).
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