Kanadas Provinz BC schaltet KI-Projekte auf Strom-Warteliste
31.01.2026 - 08:00:11Die kanadische Provinz British Columbia stellt die Stromversorgung für energiehungrige KI- und Rechenzentren auf den Prüfstand. Statt nach Windeseile entscheidet jetzt ein Wettbewerb, wer ans Netz darf. Die Regierung will so Blackouts und steigende Kosten für Verbraucher verhindern.
Die Provinz und der staatliche Versorger BC Hydro haben ein neues Auswahlverfahren eingeführt. Es ersetzt das alte „Windhund-Prinzip“. Künftig konkurrieren KI- und Datencenter-Projekte um begrenzte Kapazitäten. Für die nächsten zwei Jahre sind zunächst 400 Megawatt reserviert – genug Strom für rund 400.000 Haushalte.
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Hintergrund ist ein erwarteter Anstieg des Strombedarfs um 15 Prozent bis 2030. „Ohne diese Steuerung würde uns die Nachfrage überrollen“, erklärt Energieminister Adrian Dix. Er verweist auf negative Beispiele aus einigen US-Bundesstaaten, wo ungebremster Datencenter-Boom die Netze an den Rand gebracht habe.
Auswahlkriterien: Nicht der höchste Preis gewinnt
Der Zuschlag wird nicht einfach an den Meistbietenden vergeben. Die Bewerber müssen in einem Punktesystem überzeugen. Bewertet werden:
* Wirtschaftlicher Nutzen und langfristige Entwicklung
* Arbeitsplatzschaffung und Innovationskraft
* Umweltperformance, etwa Wärmerückgewinnung
* Gemeinwohlaspekte und Datenhoheit
„Wir wollen Investitionen anziehen, die gut bezahlte Jobs schaffen und nachhaltiges Wachstum bringen“, sagt Wirtschaftsminister Ravi Kahlon. Traditionelle Industrien wie Bergbau, Forstwirtschaft oder die LNG-Produktion sind von der neuen Regelung ausgenommen.
Kritik von Konservativen: „Strom-Rationierung“
Der Schritt ist eine direkte Reaktion auf den Ansturm am Netz. BC Hydro hat aktuell Anfragen für fast 6.800 Megawatt in der Warteschlange – mehr als die sechsfache Leistung des neuen Site-C-Staudamms. Die neue Politik ist Teil einer umfassenderen Strategie. Bereits 2022 verhängte die Provinz einen Dauerbann für neue Stromanschlüsse an Krypto-Miner. Deren hoher Verbrauch bei geringem volkswirtschaftlichem Nutzen wurde als nicht vertretbar eingestuft.
Die oppositionelle Konservative Partei BCs kritisiert den Kurs scharf. Die Regierung rationiere den Strom und bestimme willkürlich „Gewinner und Verlierer“.
Nächste Schritte: Bewerbungsfrist läuft bis März
Das Bewerbungsverfahren für die erste Runde ist eröffnet und läuft bis zum 18. März 2026. Die Zusagen sollen im Spätsommer oder Frühherbst dieses Jahres erteilt werden. Projekte, die bereits weit fortgeschritten waren, dürfen unter den alten Regeln weiterlaufen.
Für BC Hydro-Chefin Charlotte Mitha schafft das Verfahren „einen fairen und transparenten Weg“. So könne die Provinz weiter Investitionen anziehen, ohne die Versorgungssicherheit und bezahlbare Preise für alle Bürger zu gefährden.
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