Kaffeepreis, Super

Kaffeepreis: Super El Niño droht 2026/ 2027

07.06.2026 - 05:28:26 | boerse-global.de

Kaffee-Futures fallen auf Jahrestief, während Meteorologen ein extremes Wetterphänomen für 2026/2027 vorhersagen.

Kaffee-Aktien: Super El Niño bedroht Ernten und Preise
Kaffeepreis - Kaffeebohnenspross in trockener, rissiger Erde unter dramatischem Himmel, der Dürre und die Bedrohung durch El Niño symbolisiert. 07.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Kaffeeanleger blicken auf eine turbulente Woche zurück. Während die Notierungen am Terminmarkt nachgeben, rückt ein bedrohliches Wetterphänomen in den Fokus. Die Rede ist von einem „Super El Niño“.

Der Preis für Arabica-Kaffee sank am Freitag auf 246,65 USD. Damit notiert der Rohstoff nur knapp über seinem 52-Wochen-Tief. Der Relative-Stärke-Index markiert mit 30,7 Punkten einen fast überverkauften Zustand. Seit Jahresbeginn hat Kaffee bereits rund 31 Prozent an Wert verloren.

Hoffnungsschimmer aus Kolumbien

Neue Daten aus Kolumbien sorgten zuletzt für etwas Entspannung. Die Produktion stieg im Mai auf rund 1,05 Millionen Sack. Das entspricht einem Plus von 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Erholung beendet eine siebenmonatige Phase mit rückläufigen Erträgen.

Trotzdem bleibt die Bilanz für das laufende Jahr schwach. Die Erntemenge liegt in den ersten fünf Monaten rund 19 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Marktteilnehmer beobachten nun genau, ob dieser positive Trend im Juni anhält.

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Die Gefahr durch Wetterextreme

Die langfristigen Aussichten bleiben kritisch. Meteorologen des ECMWF warnen vor einem extremen Wetterereignis für die Jahre 2026 und 2027. Ab Juli rechnen Experten mit massiven Temperaturabweichungen im Pazifik. Einzelne Modelle zeigen für den Herbst sogar Spitzenwerte von über vier Grad.

Die Folgen für die Agrarregionen Brasiliens wären gravierend. Während der Süden mit Starkregen kämpft, droht dem Norden extreme Hitze. Kaffeesträucher reagieren empfindlich auf solche klimatischen Schwankungen.

Marktbeobachter befürchten deshalb erhebliche Ernteausfälle. Steigende Preise für das Agrargut könnten den globalen Inflationsdruck erhöhen. Mögliche Zinssenkungen in den Anbauländern stünden damit zur Disposition.

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