Kaffeepreis, El-Niño-Bestätigung

Kaffeepreis: El-Niño-Bestätigung treibt Arabica auf 244 Dollar

11.06.2026 - 03:09:54 | boerse-global.de

Offizielle El-Niño-Bestätigung beendet Kaffee-Talfahrt und lässt Preise steigen. Rekordernte in Brasilien nun unsicher.

Kaffee-Preis erholt sich nach offizieller El-Niño-Warnung
Kaffeepreis - Kaffeebohnen auf einem Jutesack, mit einem unscharfen Hintergrund einer steigenden Kursgrafik, die den Kaffeepreis symbolisiert. 11.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Das Wetter stellt den Kaffeemarkt auf den Kopf. Die japanische Wetterbehörde JMA bestätigt offiziell ein El-Niño-Muster im Pazifik. Händler deckten daraufhin fluchtartig ihre Leerverkäufe ein.

Der Preis für Arabica-Kaffee erholte sich am Mittwoch auf 244,30 US-Dollar. Zuvor markierte der Rohstoff am Dienstag bei knapp 239 US-Dollar noch ein neues Jahrestief. Seit Januar verlor Kaffee rund 31,63 Prozent an Wert.

Rekordernte in Gefahr

Die amtliche Warnung beendet die monatelange Talfahrt. El Niño bringt oft Dürren in wichtige Anbauregionen. Besonders Brasilien und Vietnam stehen unter Beobachtung. Das Wetterphänomen gefährdet die Ernteerträge massiv.

Bisher rechnete der Markt mit einer Flut an Bohnen. Das US-Landwirtschaftsministerium USDA erwartete für Brasilien eine Rekordernte. Rund 71,9 Millionen Säcke sollten in der Saison 2026/27 vom Feld kommen.

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Nun wackelt diese Prognose. Die aktuelle Hitze stützt zwar die laufende Ernte. Allerdings könnten die langfristigen Auswirkungen der Wetterumstellung die Blütezeit für die darauffolgende Saison beeinträchtigen.

Leere Lager stützen Preise

In Vietnam zeigt sich ein widersprüchliches Bild. Das Land steigerte sein Exportvolumen zuletzt um acht Prozent. Der Gesamtwert dieser Verkäufe sank allerdings um 13,5 Prozent auf 4,2 Milliarden US-Dollar.

Die physische Verfügbarkeit bleibt kritisch. Die zertifizierten Bestände an der ICE fielen Anfang Juni auf den tiefsten Stand seit sechs Monaten. Jede weitere Wetterstörung trifft nun auf einen ausgetrockneten Markt.

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Die Neubewertung der Risikoprämien hat gerade erst begonnen. Händler achten nun verstärkt auf die Niederschlagsmengen in den brasilianischen Anbaugebieten. Am Freitag könnten neue Exportdaten aus Südamerika für weitere Volatilität sorgen.

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