Kaffeepreis: Arabica unter 290 Cent, Robusta +1,5%
11.05.2026 - 04:43:55 | boerse-global.deDer Kaffeemarkt startet nervös in die Woche. Brasilien liefert neue Hinweise auf eine größere Ernte, während an den Terminbörsen in New York und London sehr unterschiedliche Signale ankommen.
Brasilien drückt auf die Stimmung
Im Zentrum steht die kommende Arabica-Ernte in Brasilien. In Matas de Minas hat die Ernte bereits begonnen. Für die Saison 2026/27 wird mit rund 71,4 Millionen Säcken gerechnet, etwa 12 Prozent mehr als im Vorjahr.
Das erhöht den Druck auf die Preise. Auch die globale Produktion soll 2025/26 mit rund 10,8 Millionen Tonnen beziehungsweise 180 Millionen Säcken einen Rekord erreichen. Wetterrisiken bleiben aber ein Faktor. Eine mögliche Kaltfront in Brasilien hat die Märkte zuletzt spürbar bewegt.
Arabica schwächer, Robusta fester
Der Arabica-Preis an der ICE US notierte zuletzt bei 289,70 US-Cent je Pfund. Auf Wochensicht liegt er 1,08 Prozent im Plus, auf 30 Tage aber 3,47 Prozent im Minus. Vom 52-Wochen-Hoch bei 422,70 US-Cent ist der Kontrakt weit entfernt.
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Technisch bleibt der Markt angespannt. Der Kurs liegt unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 295,98 US-Cent und knapp unter der Marke von 290 US-Cent. Der RSI von 56,7 zeigt keinen Extrembereich, die annualisierte Volatilität von 53,22 Prozent bleibt hoch.
Robusta entwickelt sich robuster. Der Juli-Kontrakt in London legte um 1,5 Prozent auf 3.414 US-Dollar je Tonne zu. Rückenwind kam von knapperen Beständen. Die Lager an der Börse fielen auf den tiefsten Stand seit rund 16 Monaten.
Vietnam stützt den Robusta-Markt
Auch Vietnam sendet stabile Signale. In den ersten vier Monaten des Jahres 2026 stiegen die Exporte um 15,8 Prozent auf 810.000 Tonnen. Die Inlandspreise blieben zuletzt bei etwa 87.200 VND je Kilogramm.
Das spricht für eine solide Nachfrage nach Robusta. Für den Weltmarkt ist das wichtig, weil Vietnam zu den wichtigsten Lieferanten gehört. Preisbewegungen in London strahlen daher schnell auf den physischen Handel aus.
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Kosten und Logistik bleiben ein Risiko
Hinzu kommt die Angebotsseite jenseits der Plantagen. Brasilien importiert einen großen Teil seiner Düngemittel, deshalb wirken sich Handelsrouten direkt auf die Produktionskosten aus. Spannungen in der Straße von Hormus könnten diese Kette belasten.
Für den Markt entsteht damit ein bekanntes Muster. Mehr Ernte in Brasilien drückt auf Arabica. Knappe Lager und stabile Exportströme halten Robusta dagegen relativ fest. Am Ende bleibt der Kaffeehandel vor allem ein Spiel aus Angebot, Wetter und Logistikkosten.
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