Kaffee, Tee

Kaffee und Tee senken Demenzrisiko deutlich

11.02.2026 - 05:24:15

Eine große Langzeitstudie belegt, dass moderater Konsum koffeinhaltiger Getränke mit einem reduzierten Risiko für kognitive Einbußen verbunden ist. Der Effekt wird auf das Koffein zurückgeführt.

Koffeinhaltiger Kaffee und Tee können das Demenzrisiko um bis zu 18 Prozent senken. Das zeigt eine große Langzeitstudie, die im Fachjournal JAMA veröffentlicht wurde. Forschende von Harvard und dem Mass General Brigham werteten dafür Daten von über 130.000 Menschen aus.

Der Schlüssel liegt im Koffein

Die Analyse über bis zu 43 Jahre liefert einen klaren Hinweis: Der Schutz geht auf das Koffein zurück. Bei Konsumenten von entkoffeiniertem Kaffee fanden die Wissenschaftler keinen signifikanten Effekt. Das legt nahe, dass andere Inhaltsstoffe wie Polyphenole hier nicht die Hauptrolle spielen.

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Die schützende Wirkung könnte mehrere Ursachen haben:
* Koffein kann Entzündungen und oxidativen Stress im Gehirn reduzieren.
* Es könnte die Ablagerung schädlicher Proteine verlangsamen, die mit Alzheimer in Verbindung stehen.
* Als Gegenspieler von Adenosinrezeptoren beeinflusst es neuroinflammatorische Prozesse.

Zwei bis drei Tassen sind optimal

Die Studie zeigt eine klare Dosis-Wirkungs-Beziehung. Der größte Nutzen wurde bei einem moderaten Konsum festgestellt:

  • 2-3 Tassen koffeinhaltiger Kaffee oder
  • 1-2 Tassen Tee pro Tag.

Mehr Koffein brachte keinen zusätzlichen Schutz, schadete aber auch nicht. Die positive Wirkung scheint unabhängig von einer genetischen Veranlagung für Demenz zu sein.

Teilnehmer mit diesem Konsummuster berichteten seltener von subjektivem kognitivem Abbau. In kurzen Gedächtnistests per Telefon schnitten sie zudem etwas besser ab.

Ein Puzzleteil der Prävention

Trotz der robusten Daten betonen die Autoren: Es handelt sich um eine Beobachtungsstudie. Sie beweist keine Kausalität. Könnten andere Lebensstilfaktoren von Kaffeetrinkern das Ergebnis verzerren? Oder reduzieren Menschen mit beginnendem kognitivem Abbau unbewusst ihren Konsum? Diese Fragen bleiben.

„Der Effekt ist signifikant, aber in der Größe begrenzt“, ordnet Seniorautor Daniel Wang ein. Kaffee oder Tee seien nur ein Baustein für die Gesundheit des Gehirns. Eine ausgewogene Ernährung, Bewegung und soziale Kontakte bleiben fundamental.

Sollte man jetzt mehr Kaffee trinken? Die Forscher geben noch keine allgemeine Empfehlung zur Steigerung des Konsums. Für Menschen, die die Getränke ohnehin mögen, untermauert die Studie jedoch: Ein moderater Genuss kann Teil einer vorbeugenden Lebensweise sein.

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