Kaffee und Omega-3 senken Demenzrisiko deutlich
16.02.2026 - 18:19:12 | boerse-global.deKaffee und Omega-3-Fettsäuren schützen das Gehirn vor Demenz. Das zeigen zwei neue Großstudien, die in den letzten Wochen veröffentlicht wurden. Sie liefern die bisher stärksten Hinweise darauf, dass einfache Ernährungsanpassungen das Erkrankungsrisiko maßgeblich beeinflussen können.
Zwei bis drei Tassen Kaffee als optimaler Schutz
Forscher analysierten über 40 Jahre lang die Daten von mehr als 130.000 Menschen. Das Ergebnis: Der Konsum von koffeinhaltigem Kaffee und Tee war mit einem deutlich geringeren Demenzrisiko verbunden.
- Optimale Dosis: Der Effekt war am stärksten bei zwei bis drei Tassen Kaffee oder ein bis zwei Tassen Tee pro Tag.
- Koffein ist Schlüssel: Bei entkoffeiniertem Kaffee zeigte sich kein Schutz – ein klarer Hinweis auf die Wirkung des Koffeins selbst.
- Korrelation, nicht Kausalität: Experten betonen, dass andere Lebensstilfaktoren der Kaffeetrinker eine Rolle spielen könnten. Ein direkter Ursache-Wirkungs-Nachweis steht noch aus.
Omega-3 schützt besonders vor früher Demenz
Eine zweite Studie mit über 217.000 Teilnehmern brachte ein beeindruckendes Ergebnis: Hohe Omega-3-Spiegel im Blut senken das Risiko für eine früh einsetzende Demenz um bis zu 40 Prozent.
Diese Form der Demenz trifft Menschen vor dem 65. Lebensjahr, also mitten im Berufs- und Familienleben. Der schützende Effekt der Omega-3-Fettsäuren blieb selbst dann bestehen, wenn genetische Voraussetzungen und andere Lebensstilfaktoren herausgerechnet wurden.
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Gesamternährung entscheidet – nicht nur Superfoods
Die neuen Erkenntnisse passen perfekt zu bekannten Empfehlungen wie der MIND-Diät. Diese gehirngesunde Ernährung setzt auf:
* Gemüse, Beeren und Nüsse
* Olivenöl und gesunde Fette
* Fisch und Vollkornprodukte
Gleichzeitig warnt die Forschung vor den Gefahren des Gegenteils: Ultra-verarbeitete Lebensmittel wie Fertiggerichte oder Softdrinks erhöhen das Demenzrisiko Studien zufolge deutlich.
Kann man sich also einfach mit Kaffee und Fischöl gesund trinken? Fachleute sagen Nein. Die Ernährung ist nur ein Baustein. Entscheidend bleibt der ganzheitliche Ansatz: regelmäßige Bewegung, geistige Aktivität, soziale Kontakte und ein gesunder Kreislauf schützen das Gehirn am zuverlässigsten – und können sogar genetische Risiken abschwächen.
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