Kaffee-Konsum, Knochen

Kaffee-Konsum: Zu viel schadet den Knochen von Frauen

31.01.2026 - 19:54:12

Eine große Analyse zeigt, dass mehr als fünf Tassen Kaffee täglich die Knochendichte bei Frauen nach der Menopause signifikant verringern kann. Der Effekt wird durch Alkoholkonsum verstärkt.

Eine große Studie zeigt: Mehr als fünf Tassen Kaffee täglich können die Knochendichte bei Frauen nach den Wechseljahren verringern. Die Analyse von fast 10.000 Frauen bestätigt den negativen Einfluss von hohem Koffeinkonsum auf den Kalziumhaushalt.

Die Debatte um die gesundheitlichen Vor- und Nachteile von Kaffee ist alt. Während das Getränk für seine anregende Wirkung und Antioxidantien geschätzt wird, gerät es in puncto Knochengesundheit immer wieder in die Kritik. Neue Daten liefern nun handfeste Belege für das Risiko bei übermäßigem Genuss. Besonders für Frauen nach der Menopause, die ohnehin ein erhöhtes Osteoporose-Risiko haben, wird Mäßigung zum wichtigen Präventionsbaustein.

Studie mit klarem Befund: Mehr als fünf Tassen sind riskant

Forschende der Flinders University in Australien werteten die Gesundheitsdaten von fast 10.000 US-Amerikanerinnen über 65 Jahren aus. Sie setzten deren langfristige Trinkgewohnheiten mit gemessenen Werten der Knochendichte in Beziehung.

Das Ergebnis ist eindeutig: Frauen, die angaben, täglich mehr als fünf Tassen Kaffee zu trinken, wiesen eine signifikant niedrigere Knochendichte an der Hüfte und am Oberschenkelhals auf. Dieser Befund stützt die lange gehegte Vermutung, dass hohe Koffeindosen den Kalziumstoffwechsel stören und so die Knochensubstanz schwächen können. Osteoporose betrifft etwa jede dritte Frau über 50 und ist eine Hauptursache für gefährliche Sturzbrüche im Alter.

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So greift Koffein in den Mineralstoffhaushalt ein

Aus medizinischer Sicht ist der Effekt auf den Kalziumhaushalt entscheidend. Kaffee wirkt harntreibend und kann so die Ausscheidung wichtiger Mineralstoffe wie Kalzium über die Nieren erhöhen. Bei dauerhaft hohem Konsum entsteht eine negative Bilanz: Dem Körper wird mehr Kalzium entzogen, als er über die Nahrung aufnehmen kann.

Hinzu kommt, dass Koffein die Kalziumaufnahme im Darm behindern kann. Die Kombination aus vermehrter Ausscheidung und verminderter Aufnahme stellt ein doppeltes Risiko für die Knochenstabilität dar. Die Empfehlung lautet daher nicht Totalverzicht, sondern bewussten Genuss im Rahmen einer mineralstoffreichen Ernährung.

Ganzheitlicher Blick: Alkohol verschärft das Problem

Die Studie macht deutlich, dass Kaffee nicht isoliert betrachtet werden darf. Ein weiterer starker Risikofaktor, den die Analyse identifizierte, ist Alkohol. Frauen, die regelmäßig größere Mengen Alkohol konsumierten, zeigten eine noch geringere Knochendichte.

Dies unterstreicht, dass eine wirksame Osteoporose-Prävention mehrere Lebensstilfaktoren einbeziehen muss. Neben der Ernährung spielen regelmäßige Bewegung, Stressmanagement und ausreichend Schlaf eine zentrale Rolle. Stresshormone wie Cortisol können beispielsweise ebenfalls den Knochenabbau fördern.

Praxis-Empfehlung: Mäßigung und Ausgleich

Die neuen Erkenntnisse ändern die Grundempfehlungen nicht, präzisieren sie aber. Ein exzessiver Konsum von mehr als fünf Tassen Kaffee pro Tag ist ein vermeidbarer Risikofaktor. Für einen Ausgleich kann der teilweise Umstieg auf ungesüßten Kräuter- oder Grüntee sinnvoll sein. Einige Studien deuten darauf hin, dass bestimmte Tee-Inhaltsstoffe den Knochenaufbau sogar unterstützen könnten.

Langfristig wird die Forschung stärker auf individuelle Veranlagungen beim Koffeinstoffwechsel eingehen. Bis dahin bleibt Mäßigung der sicherste Weg. Eine ausgewogene, kalziumreiche Ernährung mit viel grünem Gemüse, Nüssen und Samen, kombiniert mit Bewegung, ist der beste Schutz für stabile Knochen bis ins hohe Alter.

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