Kaffee, Aktie

Kaffee Aktie: 25 Prozent Preissturz bei Rohkaffee

14.06.2026 - 04:14:15 | boerse-global.de

Sinkende Rohkaffeepreise setzen Coffee Holding massiv unter Druck. Umsatz und Gewinn brechen im zweiten Quartal ein, das Management reagiert mit Preissenkungen und Werbeaktionen.

Coffee Holding Aktie: Margendruck durch fallende Rohkaffeepreise
Kaffee - Ein einzelnes Kaffeebohnen fällt in einen Haufen grüner Kaffeebohnen vor einem unscharfen Börsenticker mit roten Abwärtspfeilen. 14.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Sinkende Rohstoffpreise sind für Kaffeetrinker eine gute Nachricht, für die Coffee Holding Co. bedeuten sie Stress. Ein schneller Preisverfall bei Rohkaffee belastete im zweiten Geschäftsquartal den Umsatz und das Ergebnis massiv.

Gewinn bricht ein

Der Nettoumsatz sank um 5,1 Prozent auf 22,13 Millionen Dollar. Deutlich härter traf es den Gewinn. Das Nettoergebnis schrumpfte auf rund 262.000 Dollar zusammen.

Das Management führt diesen Einbruch primär auf den Preissturz bei Rohkaffee zurück. Die Notierungen begannen Ende Januar zu sinken und belasteten das gesamte Quartal.

Pro Aktie entspricht das einem Ergebnis von 0,05 Dollar. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 0,11 Dollar. Trotz der schwachen drei Monate bleibt die Bilanz für das erste Halbjahr stabil.

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Der Gesamtgewinn stieg in diesem Zeitraum leicht auf 1,91 Millionen Dollar. Das entspricht 0,33 Dollar je Aktie nach 0,31 Dollar im Vorjahr.

Ein Preisrückgang von 25 Prozent bei Rohkaffee zwang das Unternehmen zu einer neuen Strategie. Um die Absatzmengen im Großhandel stabil zu halten, senkte Coffee Holding die Preise und verstärkte Werbeaktionen.

Abwartende Käufer

CEO Andrew Gordon beobachtete eine abwartende Haltung bei vielen Einkäufern. Diese verzögerten ihre Bestellungen in der Hoffnung auf noch günstigere Konditionen. Indes blieben die Preise für nationale Marken stabil, was den Margendruck im Segment für Röstkaffee etwas abfederte.

Trotz des Gewinnrückgangs schüttet das Unternehmen eine Dividende von 0,08 Dollar je Aktie aus. Finanziell steht der Konzern solide da. Das Eigenkapital stieg auf 29,02 Millionen Dollar.

Parallel dazu gelang ein deutlicher Schuldenabbau. Die Inanspruchnahme der Kreditlinie sank von über sechs Millionen auf 2,65 Millionen Dollar. Das Management plant, die Lagerbestände in den kommenden Monaten weiter zu reduzieren.

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Chartbild trübt sich ein

An der Börse spiegelt sich die Unsicherheit wider. Die Aktie schloss die Handelswoche bei 3,66 Euro ab. Damit notiert das Papier unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 3,80 Euro.

Der Relative Strength Index (RSI) liegt bei 44,5 Punkten. Damit befindet sich der Titel in einer neutralen Zone. Die jährliche Volatilität bleibt mit über 47 Prozent jedoch auf einem hohen Niveau.

Das Management konzentriert sich nun auf den Abbau der Lagerbestände. Gelingt die Reduzierung der teuren Vorräte zügig, könnte sich die Profitabilität im zweiten Halbjahr stabilisieren.

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