Kärnten trotzt als einziges Bundesland der Arbeitslosen-Welle
06.02.2026 - 20:13:12Kärnten stemmt sich erfolgreich gegen den österreichweiten Trend steigender Arbeitslosigkeit. Während die Zahlen bundesweit klettern, verzeichnet das südlichste Bundesland die geringste Zunahme. Aktuelle AMS-Daten für 2025 und 2026 belegen diesen Sonderweg.
Jahresbilanz 2025: Minimaler Anstieg im Bundesländer-Vergleich
Im Schnitt des vergangenen Jahres waren in Kärnten 17.890 Menschen arbeitslos gemeldet. Das ist ein Anstieg von nur 1,5 Prozent oder 270 Personen. Österreichweit schnellte die Arbeitslosigkeit dagegen um 6,6 Prozent in die Höhe. Kärnten liegt damit in absoluten und prozentualen Zahlen an letzter Stelle – und das ist gut.
Besonders auffällig ist die Entwicklung bei den Langzeitarbeitslosen. Hier verzeichnete Kärnten einen Zuwachs von lediglich 1,3 Prozent. Der österreichweite Schnitt lag bei einem dramatischen Plus von 25,4 Prozent. Dieser positive Trend setzte sich zum Jahresbeginn 2026 fort.
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Gesundheitswesen und Tourismus ziehen den Karren
Die Stabilität wird von starken Branchen getragen. Das Gesundheits- und Sozialwesen verzeichnete 2025 einen deutlichen Zuwachs an Beschäftigten. Auch der Wintertourismus trug maßgeblich zur guten Lage bei.
Ein weiteres positives Signal: Die Nachfrage nach Arbeitskräften steigt.
* Im Dezember 2025 erhöhte sich die Zahl der offenen Stellen um 8,6 Prozent auf 4.464.
* Im Jänner 2026 stieg sie um weitere 7,5 Prozent, während sie in Gesamtösterreich um etwa zehn Prozent zurückging.
Dennoch gibt es auch Schattenseiten. Branchen wie der Handel und die Warenproduktion mussten 2025 einen leichten Beschäftigungsrückgang hinnehmen.
Die große Baustelle: Der akute Fachkräftemangel
Trotz der robusten Gesamtlage steht Kärnten vor einer enormen Herausforderung. Der Fachkräftemangel bleibt das größte Hindernis für das Wirtschaftswachstum. Kärntner Unternehmen haben im Bundesländervergleich die größten Schwierigkeiten, passendes Personal zu finden.
Betroffen sind vor allem:
* Technische Berufe
* Der Gesundheitssektor
* Das Baugewerbe
Initiativen wie die Kärntner Fachkräfteagentur werben gezielt Personal im Ausland an. Parallel dazu sank die Zahl der unselbstständig Beschäftigten 2025 leicht. Das unterstreicht die Dringlichkeit, die Rahmenbedingungen weiter zu verbessern.
Warum schwimmt Kärnten gegen den Strom?
Die Widerstandsfähigkeit ist kein Zufall. Sie resultiert aus einer günstigen Branchenstruktur und gezielten regionalen Maßnahmen. Ein besonderer Fokus auf Jugendliche und Qualifizierung stabilisierte die Jugendarbeitslosigkeit. Während sie bundesweit bei Frauen und Langzeitarbeitslosen stark zunimmt, zeigt Kärnten hier Stärke.
Experten sehen darin den Lohn jahrelanger Bemühungen, den Abstand zur gesamtösterreichischen Quote zu verringern.
Leichter Optimismus für das laufende Jahr
Für 2026 prognostizieren Arbeitsmarktexperten eine Fortsetzung des positiven Trend. AMS-Chef Peter Wedenig erwartet einen Rückgang der Arbeitslosen und mehr Beschäftigte. Die Wirtschaftsforscher sagen für Österreich ein leichtes Wachstum von rund einem Prozent voraus.
Doch die zentrale Frage bleibt: Kann Kärnten den Fachkräftemangel in den Griff bekommen? Die Lösung dieser Aufgabe wird über die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Standorts entscheiden. Politische Forderungen nach zielgerichteterer Qualifizierung werden lauter, um die positive Dynamik nicht zu verspielen.
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