Jungheinrich Aktie: Gewinn halbiert!
25.04.2026 - 03:00:35 | boerse-global.deDer Gabelstaplerhersteller hat heute früh mit vorläufigen Quartalszahlen für einen Schock gesorgt. Das EBIT brach im ersten Quartal 2026 von 104,5 auf 56,5 Millionen Euro ein — ein Rückgang von knapp 46 Prozent. Die Aktie verlor daraufhin zweistellig und fiel auf den tiefsten Stand seit einem Jahr.
Gleich drei Belastungsfaktoren auf einmal
Hinter dem Ergebniseinbruch steckt kein einzelnes Ereignis, sondern ein unglückliches Zusammentreffen mehrerer Faktoren. Zunächst drückte intensiver Wettbewerb auf die Preise — die Bruttomarge litt spürbar. Hinzu kamen negative Auslastungseffekte durch rückläufige Umsätze, die von 1,305 auf 1,272 Milliarden Euro sanken. Und dann war da noch der Streik im Werk Lüneburg, der erst im Februar beendet wurde.
On top kamen Sonderbelastungen: Der Abgang der russischen Tochtergesellschaft, die ebenfalls im Februar veräußert wurde, schlug mit 20 Millionen Euro Einmalaufwand ins Ergebnis. Weitere 1 Million Euro entfiel auf das seit Juli 2025 laufende Transformationsprogramm. In Summe sank die EBIT-Marge von 8,0 auf 4,4 Prozent — ein Rückgang um 3,6 Prozentpunkte.
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Der Auftragseingang täuscht über die Lage hinweg
Ein Lichtblick auf den ersten Blick: Der Auftragseingang kletterte von 1,386 auf 1,535 Milliarden Euro. Doch dieser Zuwachs ist mit Vorsicht zu genießen. Kunden zogen Bestellungen angesichts angekündigter Preiserhöhungen schlicht vor — ein Vorzieheffekt, der im weiteren Jahresverlauf fehlen dürfte.
Trotz des schwachen Starts hält das Management an seiner Jahresprognose fest. Für 2026 plant Jungheinrich weiterhin mit einem Umsatz zwischen 5,2 und 5,8 Milliarden Euro sowie einem EBIT zwischen 380 und 450 Millionen Euro — was einer Marge von 7,2 bis 8,0 Prozent entspräche. Das setzt allerdings eine deutliche Erholung in den verbleibenden drei Quartalen voraus.
Die vollständigen Quartalszahlen folgen am 7. Mai. Bis dahin bleibt die Frage offen, ob das Management bei der Vorlage der detaillierten Zahlen die Investoren wieder überzeugen kann — oder ob der Kursrückgang erst der Anfang einer längeren Neubewertung ist.
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