Jungfraubahn Aktie: 25 Prozent weniger Gäste im April
18.05.2026 - 16:48:48 | boerse-global.deDer Schweizer Ausflugsbahnbetreiber spürt die Folgen der geopolitischen Unsicherheit im Fernreisegeschäft. Vor allem Gäste aus Asien bleiben derzeit häufiger aus. Das trifft das Jungfraujoch unmittelbar, und der Markt reagiert entsprechend nervös.
Weniger internationale Besucher
Für den April meldet das Jungfraujoch einen Rückgang der Gästezahlen um 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders stark fehlt der Zustrom aus Asien. Auch die Hotelübernachtungen von Gästen aus Asien und Indien lagen im März bereits zweistellig unter dem Vorjahreswert.
Der Zusammenhang liegt nahe: Der Konflikt im Nahen Osten belastet die Reisebereitschaft vieler Fernreisender. Das wirkt sich nicht nur auf Bergbahnen aus. Auch andere touristisch geprägte Unternehmen in der Schweiz berichten von schwächeren Buchungen aus den asiatischen Märkten und den Golfstaaten.
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Kerosin verteuert Reisen
Hinzu kommt der Preisdruck bei Flugtreibstoff. Höhere Kerosinkosten machen Fernreisen teurer und bremsen die Buchungslaune zusätzlich. Die Lufthansa Group rechnet für das laufende Jahr mit spürbaren Zusatzkosten aus diesem Umfeld. Für die Schweizer Tourismusbetriebe bedeutet das vor allem: weniger Ankünfte aus dem Ausland.
Am Aktienmarkt ist die Belastung bereits sichtbar. Seit Beginn der Auseinandersetzungen im Mittleren Osten hat die Jungfraubahn-Aktie 20 Prozent verloren. Aktuell notiert sie bei 273,00 Euro, nach einem Minus von 0,55 Prozent am Montag.
Sommer als Stimmungsprobe
Für die kommende Sommersaison bleibt der Schweizer Tourismusverband vorsichtig optimistisch und erwartet insgesamt eine stabile Entwicklung. Die Branche setzt auf eine breitere Gästestruktur. Auch Zermatt meldet zwar Auswirkungen des Konflikts, verweist aber auf die Robustheit eines gemischteren Besucherprofils.
Für die Jungfraubahn bleibt damit die zentrale Frage nicht abstrakt, sondern ganz konkret: Können sich die Buchungsströme im Sommer spürbar erholen? Sollte das Fernreisegeschäft weiter schwächeln, dürfte der Druck auf die Aktie hoch bleiben.
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