Julius, Bär

Julius Bär: 90 Basispunkte sprechen Bände

22.05.2026 - 07:16:44 | boerse-global.de

Julius Bär vermeldet Rekordverwaltungsvermögen und eine gestiegene Bruttomarge, dämpft aber die Erwartungen für die Folgemonate.

Julius Bär: 90 Basispunkte sprechen Bände - Bild: über boerse-global.de
Julius Bär: 90 Basispunkte sprechen Bände - Bild: über boerse-global.de

Es ist ein ungewöhnliches Bild: Die verwalteten Vermögen auf Rekordniveau, die Bruttomarge so hoch wie lange nicht – und doch dämpft das Management die Erwartungen. Julius Bär hat am Freitagmorgen ein starkes Interim Management Statement für die ersten vier Monate vorgelegt. Die Kernfrage: Handelt es sich um einen nachhaltigen Schub oder um einen Ausreißer?

Die verwalteten Vermögen kletterten auf 528 Milliarden Franken – ein Allzeithoch. Netto flossen den Zürchern drei Milliarden Franken an Neugeld zu. Entscheidend aber ist die Bruttomarge: Sie stieg auf 90 Basispunkte, nach einem zugrunde liegenden Wert von 80 Basispunkten im zweiten Halbjahr 2025.

Aktivität als Treiber

Der Sprung ist fast vollständig auf aktivitätsabhängige Erträge zurückzuführen. Sie legten von 20 auf 29 Basispunkte zu. Die Kunden handelten im ersten Quartal außergewöhnlich rege – vor allem in den ersten drei Monaten. Im April flaute die Aktivität merklich ab. Das Management stellt klar: Mit einem erneuten Erreichen dieses Niveaus in den kommenden Monaten rechnet es nicht.

Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich parallel dazu auf 62 Prozent (zweites Halbjahr 2025: 67 Prozent). Kostendisziplin zahlt sich aus. Die bis 2028 avisierten Einsparungen von 130 Millionen Franken auf Run-Rate-Basis liegen planmäßig.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Julius Bär?

Bilanzstärke und Ausblick

Die Kapitalquote legte weiter zu. Die CET1-Quote erreichte 18,1 Prozent – deutlich über den internen Untergrenzen von 11 Prozent und regulatorischen Mindestanforderungen. Nach der Rückzahlung von AT1-Anleihen über 350 Millionen Dollar im März steht die Gruppe solide da.

Für das erste Halbjahr 2026 erwartet Julius Bär einen IFRS-Konzerngewinn, der deutlich über dem Vorjahreswert liegen dürfte. Voraussetzung: keine größeren Einmaleffekte. Die Ankündigung von Netto-Neugeldzuflüssen von 4 bis 5 Prozent bis 2028 bleibt bestehen, gestützt durch die Einstellung von über 30 neuen Kundenberatern in den ersten vier Monaten.

Die Rekrutierungsdynamik ist positiv – knapp 50 weitere Kandidaten befinden sich in fortgeschrittenen Gesprächen. Die Ernennung von Thomas Frauenlob und Rajesh Manwani in die Geschäftsleitung unterstreicht den Wachstumskurs.

Anzeige

Julius Bär vor dem Wendepunkt? Diese Analyse zeigt, was Anleger jetzt wissen müssen.

Am 21. Juli folgen die Halbjahreszahlen. Dann wird sich zeigen, ob sich die Aktivität im zweiten Quartal ausreichend erholt, um den starken Jahresstart zu bestätigen.

Anzeige

Julius Bär-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Julius Bär-Analyse vom 22. Mai liefert die Antwort:

Die neusten Julius Bär-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Julius Bär-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Julius Bär: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

So schätzen die Börsenprofis Julius Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Julius Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | CH0102484968 | JULIUS | boerse | 69397924 |