Juice, Jacking

Juice Jacking: Öffentliche USB-Ports als Datenfalle

04.02.2026 - 01:09:12

Öffentliche USB-Ports werden zunehmend für Datenklau und Malware-Angriffe missbraucht. Experten empfehlen eigene Ladegeräte oder spezielle Adapter als Schutzmaßnahme.

Das FBI warnt vor manipulierten USB-Ladestationen. Die Methode namens „Juice Jacking“ nutzt öffentliche Ports in Flughäfen oder Cafés aus, um Daten zu stehlen oder Schadsoftware zu installieren. Für ahnungslose Nutzer, die nur ihren Akku aufladen wollen, wird die praktische Infrastruktur so zum Sicherheitsrisiko.

So funktioniert der Datenklau am Ladekabel

Das Problem liegt in der Doppelfunktion von USB. Die Anschlüsse übertragen nicht nur Strom („Juice“), sondern auch Daten. Kriminelle manipulieren öffentliche Ports oder legen präparierte Kabel aus. Sobald ein Gerät angeschlossen wird, baut der Angreifer eine stille Datenverbindung auf.
Dann kann er unbemerkt Kontakte, Fotos oder Passwörter kopieren. Auch die Installation von Spyware oder Ransomware ist möglich. Der Ladevorgang läuft dabei normal weiter – das Opfer bemerkt oft nichts.

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Warum die Bedrohung aktuell wächst

Sicherheitsbehörden wie das FBI und die US-Kommunikationsbehörde FCC geben regelmäßige Warnungen heraus. Die Angriffsfläche vergrößert sich, weil immer mehr Orte wie Züge oder Einkaufszentren USB-Lademöglichkeiten anbieten.
Die technische Hürde für solche Angriffe sinkt. Gleichzeitig tauchen raffiniertere Methoden wie „ChoiceJacking“ auf. Dabei wird dem Gerät eine Nutzerinteraktion vorgetäuscht, um die Zustimmung zur Datenübertragung zu erschleichen.

Einfache Schutzmaßnahmen für unterwegs

Der beste Schutz ist, öffentliche USB-Anschlüsse komplett zu meiden. Experten raten zu diesen Alternativen:
* Immer ein eigenes Netzteil und Kabel für die Steckdose mitführen.
* Eine Powerbank nutzen, um unabhängig von fremden Stromquellen zu bleiben.

Falls ein öffentlicher Port unumgänglich ist, helfen USB-Datenblocker (auch „USB-Kondome“ genannt). Diese kleinen Adapter blockieren die Datenleitungen physisch und lassen nur Strom durch. Auf dem Smartphone sollte man zudem jede Vertrauensabfrage bei unbekannten Quellen strikt ablehnen.

Wer trägt die Verantwortung für sichere Ladestationen?

Die Debatte stellt auch Betreiber von Flughäfen oder Verkehrsunternehmen in die Pflicht. Sie müssen für die Sicherheit ihrer Infrastruktur sorgen. Einige Anbieter deaktivieren die Datenleitungen in ihren Kiosken oder sichern Ports physisch.
Für den Nutzer bleibt jedoch oft unklar, wie vertrauenswürdig eine Station wirklich ist. Bis es flächendeckend Sicherheitszertifikate gibt, liegt die Hauptverantwortung beim Einzelnen. Das Bewusstsein für diese Gefahr ist der entscheidende Schutzfaktor.

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